Speckendicken

Herzhafte Waffeln aus Ostfriesland

Herzhafte ostfriesische Waffeln aus Weizenmehl, BuchweizenmehlMehl aus gemahlenem Buchweizen, einem Pseudogetreide mit nussigem Geschmack und vielseitiger Verwendung in Pfannkuchen und Backwaren. und RoggenschrotGrob zerkleinerte Roggenkörner für Brot, Backwaren und andere Getreidezubereitungen. mit RübensirupDunkler, süßer Sirup aus eingekochten Zuckerrüben, der Brot, Gebäck und Saucen würzt., Speck und geräucherter MettwurstSammelbezeichnung für unterschiedlich zerkleinerte, gewürzte und haltbar gemachte Würste..

Zum Rezept
Speckendicken aus Ostfriesland
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 24 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 2 Std. 50 Min.
Menge etwa 8 Speckendicken
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Pseudogetreide, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Garen auf heißer Platte
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Teigruhe lässt Buchweizenmehl und Roggenschrot quellen und macht den Teig aromatischer.
  • Rübensirup bringt eine dunkle, malzige Süße als Gegengewicht zu Speck und Mettwurst.
  • Das Waffeleisen gart den dicken Teig gleichmäßig und gibt den Speckendicken ihre charakteristische knusprige Struktur.
  • Die Kombination aus Getreide, Gewürzen und geräucherten Zutaten ergibt einen herzhaften, winterlichen Geschmack.

Speckendicken sind eine kräftige ostfriesische Waffelspezialität. Der geruhte Teig verbindet Weizen, nussiges Buchweizenmehl und Roggenschrot mit Rübensirup und winterlichen Gewürzen. Speck und Mettwurst werden direkt im Waffeleisen mitgebacken und sorgen für eine krosse, würzige Oberfläche. Die Waffeln werden heiß serviert und passen besonders zu Silvester oder Neujahr.

Außen goldbraun und stellenweise kross, innen dicht und saftig. Die Waffeln schmecken kräftig würzig, leicht rauchig und malzig-süß, mit nussigen Noten vom Buchweizen und zusätzlichem Biss durch den Roggenschrot.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Trockene Zutaten mischen

    Weizenmehl, Buchweizenmehl und Roggenschrot mit Salz, Zimt, Anis und Kardamom in der Rührschüssel gründlich vermengen.

  2. Teig anrühren

    Eier, Milch, Rübensirup und das geschmolzene Schweineschmalz verrühren. Die Mischung zu den trockenen Zutaten geben und alles zu einem dickflüssigen Teig verrühren.

    Daran erkennst du es: Der Teig soll dickflüssig und glatt sein.

    • Nicht länger als nötig rühren, sobald keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.

    Wichtig: Den rohen Teig wegen der Eier nicht probieren.

  3. Teig ruhen lassen

    Die Schüssel abdecken und den Teig mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Eine Ruhezeit über Nacht ist ebenfalls möglich. Währenddessen quellen Buchweizenmehl und Roggenschrot, und der Teig entwickelt mehr Aroma.

    2 Stunden
    • Die Ruhezeit von mindestens 2 Stunden nicht auslassen, damit der Schrot ausreichend quellen kann.
  4. Wurst schneiden und Teig prüfen

    Die Mettwürste in dünne Scheiben schneiden. Den geruhten Teig prüfen und bei Bedarf mit etwas Milch glattrühren, bis er zähflüssig vom Löffel läuft.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig läuft zähflüssig vom Löffel, ohne wässrig zu sein.

    • Zusätzliche Milch nur portionsweise einarbeiten, damit der Teig nicht zu dünn wird.

    Wichtig: Arbeitsfläche und Hände nach dem Schneiden der Wurst reinigen.

  5. Waffeleisen vorbereiten

    Das Waffeleisen für dicke Waffeln auf mittlerer bis hoher Stufe vorheizen und die Backflächen leicht mit Schmalz einfetten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Waffeleisen ist vollständig vorgeheizt und die Flächen sind dünn gefettet.

    • Nur dünn einfetten, damit das Schmalz nicht aus den Waffelfeldern läuft.

    Wichtig: Vorsicht an den heißen Backflächen und am austretenden Dampf.

  6. Speckendicken ausbacken

    In jedes Waffelfeld ein bis zwei Stücke Speck und einige Mettwurstscheiben legen. Etwa zwei gehäufte Esslöffel Teig daraufgeben, das Eisen schließen und die Speckendicken je nach Gerät etwa 4 bis 6 Minuten backen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Speckendicken sind goldbraun, außen kross und vollständig durchgebacken.

    • Das Eisen nicht zu voll füllen, damit der Teig nicht an den Seiten herausquillt.
    • Die Backzeit an das eigene Gerät anpassen und die erste Waffel als Garprobe verwenden.

    Wichtig: Teig und Wurst vollständig durchbacken; rohe Teigstellen dürfen nicht mehr sichtbar sein.

  7. Kurz ausdampfen lassen und servieren

    Die fertigen Waffeln auf einem Kuchengitter kurz ausdampfen lassen und heiß servieren. Dazu passen etwas Rübensirup oder ein grüner Salat.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist stabil und die Waffeln lassen sich vom Gitter nehmen, ohne zu reißen.

    • Nicht übereinanderstapeln, damit die Kruste möglichst kross bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teigruhe ist wichtig: Mindestens 2 Stunden Ruhezeit geben Buchweizenmehl und Roggenschrot Zeit zum Quellen. Über Nacht wird der Teig aromatischer.
  • Backzeit an das Gerät anpassen: Waffeleisen unterscheiden sich in Größe und Heizleistung. Die angegebene Backzeit von 4 bis 6 Minuten ist ein Richtwert; entscheidend sind eine goldbraune Oberfläche und vollständig durchgebackener Teig.
  • Krosse Oberfläche erhalten: Die fertigen Speckendicken kurz auf einem Kuchengitter ausdampfen lassen und nicht direkt stapeln.

Zutatenwissen

Buchweizenmehl

Buchweizenmehl gibt der Waffel eine nussige Note. Es ist meist im Bio- oder Reformhaus, in Mühlenläden und in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Roggenschrot

Feiner Roggenschrot sorgt für mehr Biss. Er ist häufig im Reformhaus, in Mühlenläden oder in der Backabteilung größerer Märkte zu finden.

Rübensirup

Dunkler Zuckerrübensirup passt am besten, weil er eine malzige Süße beisteuert. Er steht oft bei den Brotaufstrichen oder regionalen Produkten.

Geräucherte Mettwurst

Geräucherte Mettwurst wird an der Wursttheke, in Fleischereien oder in regionalen Lebensmittelgeschäften angeboten. Eine geräucherte Kochwurst kann ebenfalls verwendet werden und schmeckt meist würziger und salziger.

Sinnvolle Alternativen

zusätzliches Roggenmehl

Die Waffeln werden milder und weniger nussig.

Das Buchweizenmehl vollständig durch die gleiche Menge Roggenmehl ersetzen.

Roggenvollkornmehl

Die Struktur wird etwas weicher und der typische Biss des Schrots nimmt ab.

Den Roggenschrot durch die gleiche Menge Roggenvollkornmehl ersetzen.

Ahornsirup

Die Waffeln schmecken milder und weniger malzig.

Den Rübensirup durch die gleiche Menge Ahornsirup ersetzen.

kräftige geräucherte Kochwurst

Die Waffeln werden würziger und meist etwas salziger.

Die Mettwurst in gleicher Stückzahl durch dünn geschnittene geräucherte Kochwurst ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig läuft aus dem Waffeleisen oder ergibt flache Waffeln.

Milch nur esslöffelweise ergänzen und auf eine zähflüssige Konsistenz achten.

Etwas Roggenschrot oder Mehl einrühren und den Teig kurz quellen lassen, bevor weitergebacken wird.

Die Waffeln sind innen noch weich oder teigig.

Das Eisen vollständig vorheizen und die Waffeln bis zur goldbraunen Oberfläche backen.

Die Waffel bei geschlossenem Eisen noch etwas länger weiterbacken.

Die Speckendicken lösen sich schlecht aus dem Eisen.

Das vorgeheizte Eisen dünn, aber vollständig mit Schmalz einfetten.

Die Waffel noch etwas weiterbacken und vorsichtig mit einem geeigneten Holz- oder Silikonutensil lösen.

Teig quillt an den Seiten des Waffeleisens heraus.

Pro Waffelfeld etwa zwei gehäufte Esslöffel Teig verwenden.

Übergelaufenen Teig nach dem Abkühlen vorsichtig entfernen und die nächste Waffel kleiner portionieren.

Varianten

Mildere Mehlmischung

Eine weniger nussige und etwas mildere Variante mit Roggenmehl statt Buchweizenmehl.

Mildere Sirupvariante

Ahornsirup ersetzt den dunklen Rübensirup und macht die Süßenote zurückhaltender.

Variante mit geräucherter Kochwurst

Geräucherte Kochwurst kann anstelle der Mettwurst verwendet werden.

Servieren und kombinieren

  • Mit Rübensirup: Die heißen Speckendicken mit etwas Rübensirup servieren. Die malzige Süße ergänzt den Speck und die geräucherte Wurst.
  • Mit grünem Salat: Ein grüner Salat bringt Frische und einen leichten Kontrast zu den kräftigen, fettreichen Waffeln.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Teig kann mindestens 2 Stunden und gern über Nacht im Kühlschrank ruhen. Vor dem Backen prüfen und bei Bedarf mit etwas Milch auf die gewünschte zähflüssige Konsistenz bringen.

Einfrieren

Die Eignung zum Einfrieren ist für dieses Rezept nicht belegt.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl und Roggenschrot sind ausdrücklich Bestandteil des Rezepts.
  • Eier: enthält
  • Milch: enthält

Lebensmittelsicherheit

  • Durchgaren: Die Speckendicken so lange backen, bis sie goldbraun und vollständig durchgebacken sind. Im Inneren dürfen keine rohen Teigstellen verbleiben.
  • Roher Teig: Den Teig wegen der rohen Eier nicht probieren. Arbeitsflächen und Hände nach dem Schneiden der Mettwurst reinigen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann der Teig über Nacht ruhen?

Ja. Der Teig kann abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen. Vor dem Backen bei Bedarf mit etwas Milch glattrühren.

Was kann ich statt Buchweizenmehl verwenden?

Zusätzliches Roggenmehl eignet sich als Ersatz. Die Waffeln schmecken dann milder und weniger nussig.

Kann ich Roggenschrot ersetzen?

Roggenvollkornmehl kann in gleicher Menge verwendet werden. Die Struktur wird dadurch etwas weicher.

Wozu werden Speckendicken serviert?

Die heißen Waffeln passen zu etwas Rübensirup oder zu einem grünen Salat.

Aus unserer Küche

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