Altbackenes Brötchen
Das Brötchen sollte trocken beziehungsweise altbacken sein, damit es Milch aufnehmen kann und die Frikadellen locker bindet.
Rheinische Hausmannskost
Herzhafte, locker gebundene Frikadellen mit krosser Kruste treffen auf einen groben, buttrigen Kartoffel-Möhren-Stampf.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rheinische Frikadellen mit Kartoffel-Möhren-Stampf verbinden würzige, gebratene Hackfleischbällchen mit einer bodenständigen Gemüsebeilage. Das altbackene BrötchenRegionale Bezeichnung für ein kleines rundes Gebäck, besonders in Bayern und Österreich gebräuchlich. sorgt für eine lockere Bindung, während Kartoffeln, Möhren, Butter und Milch den Stampf weich und aromatisch machen.
Die Frikadellen sind außen gebräunt und leicht kross, innen saftig und locker. Der Stampf bleibt bewusst grob, mit weichen Kartoffel- und Möhrenstückchen, buttriger Rundung und würziger Muskatnote.
Schritt für Schritt
Das Brötchen in der Milch etwa 10 Minuten einweichen. Inzwischen die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Daran erkennst du es: Das Brötchen ist vollständig weich und durchfeuchtet.
Das Brötchen gut ausdrücken und mit Hackfleisch, Zwiebel, Ei, Senf, Salz, Pfeffer, Majoran und Petersilie gründlich verkneten. Aus der Masse acht gleich große, leicht flache Frikadellen formen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und lässt sich gut formen.
Wichtig: Nach dem Formen Hände, Arbeitsfläche und verwendete Geräte gründlich reinigen.
Kartoffeln und Möhren schälen und in etwa gleich große Stücke schneiden. Beides mit dem Lorbeerblatt und 1 TL Salz in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und 20 bis 25 Minuten weich kochen. Während das Gemüse gart, die Frikadellen braten.
Daran erkennst du es: Kartoffeln und Möhren lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.
Wichtig: Heiße Kochflüssigkeit vorsichtig handhaben.
Während das Gemüse gart, Butterschmalz oder Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Frikadellen bei mittlerer Hitze von jeder Seite etwa 4 bis 5 Minuten braten, bis sie außen schön gebräunt und innen durchgegart sind. Bei Bedarf die Hitze zum Ende etwas reduzieren.
Daran erkennst du es: Die Frikadellen sind außen gebräunt und innen vollständig durchgegart.
Wichtig: Hackfleischgerichte vollständig durchgaren und austretendes heißes Fett vorsichtig handhaben.
Kartoffeln und Möhren abgießen und das Lorbeerblatt entfernen. Milch und Butter erwärmen, zum Gemüse geben und alles mit dem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Stampf ist weich, grob zerdrückt und gleichmäßig mit Milch und Butter verbunden.
Wichtig: Beim Abgießen und Erwärmen auf heißen Dampf und Spritzer achten.
Den Kartoffel-Möhren-Stampf auf Teller verteilen und die Frikadellen darauf oder daneben anrichten. Am besten sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Gericht wird heiß und frisch angerichtet serviert.
Gut zu wissen
Das Brötchen sollte trocken beziehungsweise altbacken sein, damit es Milch aufnehmen kann und die Frikadellen locker bindet.
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Kochen leichter und ergeben einen gut stampfbaren, weichen Stampf.
Butterschmalz gibt eine buttrige Note; neutrales Öl eignet sich als geschmacksneutrale Alternative.
Die Frikadellen werden etwas feiner und weniger saftig als mit eingeweichtem Brötchen.
Paniermehl mit der Milch verrühren und kurz quellen lassen, bevor es mit den übrigen Zutaten verknetet wird.
Der Geschmack wird leicht verändert; die Bindung und Cremigkeit bleiben weitgehend erhalten.
Einen ungesüßten Pflanzendrink verwenden. Für eine vollständig milchfreie Zubereitung auch die Butter ersetzen.
Der Stampf wird ähnlich cremig, schmeckt aber weniger butterig.
Pflanzliche Margarine direkt mit der erwärmten Milch zum gekochten Gemüse geben.
Das Brötchen nach dem Einweichen kräftig ausdrücken, bevor es zur Hackfleischmasse kommt.
Etwas zusätzliches Paniermehl unterarbeiten und die Masse kurz ruhen lassen.
Bei mittlerer Hitze braten und die Garzeit pro Seite im Blick behalten.
Die Frikadellen mit dem Stampf und etwas zusätzlicher Butter servieren.
Das Gemüse nur grob zerdrücken und nicht pürieren.
Einige gekochte Kartoffel- oder Möhrenstücke separat zerdrücken und vorsichtig unterheben.
Acht möglichst gleich große Frikadellen formen und bei mittlerer Hitze braten.
Die Frikadellen bei reduzierter Hitze noch einige Minuten nachgaren.
Der Stampf wird feiner und cremiger statt grob zerdrückt zubereitet.
Die Frikadellen erhalten eine stärker ausgeprägte Kräuternote.
Die Frikadellen werden ohne Butterschmalz in neutralem Öl gebraten.
Die Frikadellenmasse kann am Vortag vorbereitet, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Tag geformt und gebraten werden. Den Stampf möglichst frisch zubereiten.
Frikadellen und Stampf nach dem Abkühlen getrennt oder portionsweise verpacken und im Kühlschrank aufbewahren.
Gekochte Speisen nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Frikadellen vollständig abkühlen lassen, portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Den Stampf separat einfrieren; seine Konsistenz kann sich nach dem Auftauen leicht verändern.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Frikadellen behalten ihre Struktur meist besser als der Stampf; der Stampf kann nach dem Auftauen etwas wässriger oder körniger wirken.
Häufig gefragt
Ja. Das Gemüse einfach feiner zerdrücken und die erwärmte Milch nach und nach einarbeiten. Nicht mit dem Pürierstab pürieren, damit die Kartoffeln nicht klebrig werden.
Aus der Masse werden acht gleich große Frikadellen geformt, also zwei Frikadellen pro Person.
Ja. Ein neutrales Öl eignet sich gut zum Braten und verändert den Geschmack weniger als Butterschmalz.
Ja. Die Masse kann bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Braten die Frikadellen frisch formen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …