Frische oder tiefgekühlte Stachelbeeren
Frische Stachelbeeren sind vor allem im Sommer auf Wochenmärkten, in Hofläden oder in gut sortierten Obstabteilungen erhältlich. Tiefgekühlte Beeren sind eine praktische Alternative und werden etwas weicher.
Holsteiner Mehlspeise
Lockere, goldbraun ausgebackene Hefeförtchen aus Schleswig-Holstein mit säuerlich-fruchtigem Stachelbeer-Stipp.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Förtchen gehören zur süßen Küche Schleswig-Holsteins und werden traditionell in einer speziellen Pfanne mit runden Vertiefungen gebacken. Der lockere Hefeteig wird portionsweise goldbraun ausgebacken und hier mit einem fruchtigen Stachelbeer-Stipp serviert.
Die Förtchen sind außen goldgelb und leicht knusprig, innen weich und luftig. Der Stachelbeer-Stipp schmeckt fruchtig-säuerlich, cremig gebunden und ergänzt das warme Gebäck mit einem frischen Kontrast.
Schritt für Schritt
Die Stachelbeeren mit 100 g Zucker und 2 EL Wasser in einen Topf geben. Aufkochen und 5 bis 8 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Beeren weich sind und teilweise aufplatzen.
Daran erkennst du es: Die Beeren sind weich und teilweise aufgeplatzt.
Wichtig: Vorsicht vor aufspritzender heißer Fruchtmasse.
Die KartoffelstärkeKartoffelstärke ist ein feines Stärkepulver aus Kartoffelknollen, das Flüssigkeiten bindet und Speisen verdickt. mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren, in die Beeren geben und unter Rühren einmal kräftig aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Stipp ist leicht gebunden und glatt verrührt.
Wichtig: Die heiße Fruchtmasse kann beim Aufkochen spritzen.
Den Stachelbeerbrei vollständig abkühlen lassen. Die 2 Eigelb mit 50 g Zucker über einem warmen Wasserbad 3 bis 4 Minuten cremig rühren, bis die Masse deutlich andickt und etwa 72 °C erreicht. Etwas abkühlen lassen und unter die kalten Stachelbeeren ziehen.
Daran erkennst du es: Die Eigelbmasse ist deutlich angedickt und cremig.
Wichtig: Am warmen Wasserbad vorsichtig arbeiten und die Schüssel sicher halten.
Die Milch auf etwa 35 bis 38 °C erwärmen. Trockenhefe und 1 EL Zucker darin auflösen.
Daran erkennst du es: Die Hefe und der Zucker sind in der Milch gelöst.
Mehl, Salz, Kardamom und die 4 Eigelb in eine Schüssel geben. Die Hefemilch zugießen und alles zu einem glatten, dickflüssigen Teig verrühren.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und dickflüssig.
Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 bis 60 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist. Inzwischen die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unterheben. Zum Schluss die geschmolzene Butter einarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen; das Eiweiß ist vorsichtig untergehoben.
Eine Förtchenpfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und die Vertiefungen dünn mit Butter ausstreichen. In jede Mulde etwa 1 bis 2 EL Teig geben. Die Förtchen 2 bis 3 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Unterseite ist goldbraun und lässt sich lösen.
Wichtig: Pfanne und Butter werden sehr heiß.
Die Förtchen mit zwei Holzspießen oder einer kleinen Gabel wenden und weitere 2 Minuten backen, bis sie rundum goldgelb und durchgegart sind. Die restlichen Förtchen ebenso zubereiten und bei Bedarf im warmen Ofen bei 80 °C aufbewahren.
Daran erkennst du es: Die Förtchen sind rundum goldgelb und durchgegart.
Wichtig: Vor dem Servieren prüfen, dass die Förtchen auch in der Mitte durchgegart sind.
Die warmen Förtchen mit dem Stachelbeer-Stipp servieren.
Gut zu wissen
Frische Stachelbeeren sind vor allem im Sommer auf Wochenmärkten, in Hofläden oder in gut sortierten Obstabteilungen erhältlich. Tiefgekühlte Beeren sind eine praktische Alternative und werden etwas weicher.
Kartoffelstärke steht meist bei den Backzutaten. Sie bindet den Stachelbeer-Stipp klar und leicht.
Die Beeren werden nach dem Kochen etwas weicher, bleiben aber fruchtig.
Die tiefgekühlten Beeren direkt oder vollständig aufgetaut mit dem Zucker in den Topf geben und wie beschrieben weich köcheln lassen.
Der Stipp kann etwas milchiger und weniger klar wirken.
Maisstärke mit dem kalten Wasser glatt rühren und wie die Kartoffelstärke in die gekochten Beeren einarbeiten.
Die Milch nur auf etwa 35 bis 38 °C erwärmen.
Die Milch vor dem Einrühren der Hefe etwas abkühlen lassen, wenn sie deutlich heißer geworden ist.
Das Eiweiß vorsichtig und in wenigen Zügen unterheben.
Bei bereits angesetztem Teig lässt sich die verlorene Luftigkeit nicht vollständig zurückgewinnen; die Förtchen trotzdem bei mittlerer Hitze langsam ausbacken.
Bei mittlerer Hitze backen und die Mulden nur mit etwa 1 bis 2 EL Teig füllen.
Die Hitze reduzieren und die Förtchen bei Bedarf länger fertig backen.
Die Stärke mit kaltem Wasser vollständig glatt rühren und beim Einrühren kräftig rühren.
Den Stipp noch einmal durch ein Sieb streichen, sofern die gewünschte Konsistenz dadurch erreicht werden kann.
Häufig gefragt
Die angegebene Rezeptmenge reicht für etwa 4 bis 6 Personen.
Ja. Gib die tiefgekühlten Stachelbeeren direkt oder vollständig aufgetaut mit dem Zucker in den Topf und koche sie wie beschrieben weich. Sie werden etwas weicher, bleiben aber fruchtig.
Das Eiweiß wird separat steif geschlagen und anschließend vorsichtig untergehoben. Dadurch wird der Hefeteig besonders locker.
Maisstärke funktioniert ebenfalls. Der Stipp kann dadurch etwas milchiger und weniger klar werden.
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