Altbackene Semmeln verwenden
Altbackene, nicht schimmelige Semmeln nehmen die Milch besser auf und geben den Knödeln Struktur. Sehr frische Brötchen können eine weichere, klebrigere Masse ergeben.
Bayerische Knödelbeilage
Lockere, saftige Semmelknödel aus altbackenen Semmeln, warmer Milch, Ei, Zwiebel und Petersilie. Die schnittfeste Beilage wird sanft in Salzwasser gegart und passt besonders gut zu kräftigen Soßen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Semmelknödel sind eine klassische bayerische Knödelbeilage und eine praktische Verwendung für altbackene Semmeln. Die Brotwürfel quellen in warmer Milch, bevor sie mit gedünsteter Zwiebel, Petersilie, Ei und Gewürzen zu einer formbaren Masse verbunden werden.
Die fertigen Knödel sind außen glatt und prall, lassen sich sauber schneiden und haben innen eine weiche, lockere Krume. Sie schmecken mild-würzig nach Brot, Butter, Zwiebel, Petersilie und Muskat und nehmen kräftige Soßen besonders gut auf.
Schritt für Schritt
Die altbackenen Semmeln in etwa 1 cm große Würfel schneiden und in eine weite Schüssel geben.
Die Milch nur so weit erwärmen, dass sie warm, aber nicht kochend ist. Über die Semmelwürfel gießen und 15 bis 20 Minuten quellen lassen. Zwischendurch vorsichtig wenden, damit auch die oberen Würfel Milch aufnehmen.
Daran erkennst du es: Die Würfel sind weich und durchgehend angefeuchtet, aber nicht breiig.
Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter bei mittlerer Hitze glasig dünsten, nicht bräunen. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber nicht gebräunt.
Zwiebel, Petersilie, Eier, Salz, Pfeffer und Muskat zu den eingeweichten Semmeln geben. Alles locker vermengen, bis eine formbare Masse entsteht. Nicht fest kneten, sonst werden die Knödel gummiartig. Ist die Masse zu nass, Semmelbrösel unterheben. Ist sie krümelig und hält nicht, noch einen Schuss Milch zugeben.
Daran erkennst du es: Die Masse ist feucht und formbar und hält zusammen, ohne kompakt oder breiig zu sein.
Mit feuchten Händen 8 gleich große Knödel formen. Dabei jeden Knödel fest zusammendrücken, damit keine Luftlöcher entstehen, ohne die Masse unnötig lange zu bearbeiten.
Daran erkennst du es: Alle Knödel sind gleich groß, geschlossen und stabil geformt.
In einem großen Topf reichlich Salzwasser erhitzen, bis es nur noch leicht siedet. Die Knödel vorsichtig einlegen und 20 Minuten bei schwachem Siedepunkt ziehen lassen. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Knödel schwimmen oben und fühlen sich außen prall an.
Wichtig: Beim Einlegen und Herausheben vorsichtig mit dem heißen Salzwasser arbeiten.
Die fertigen Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, kurz abtropfen lassen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Knödel sind abgetropft und behalten ihre Form.
Wichtig: Beim Herausheben auf heißes Wasser und heißen Dampf achten.
Gut zu wissen
Altbackene, nicht schimmelige Semmeln nehmen die Milch besser auf und geben den Knödeln Struktur. Sehr frische Brötchen können eine weichere, klebrigere Masse ergeben.
Die Milch soll warm, aber nicht kochend sein, damit die Brotwürfel gleichmäßig quellen und nicht außen vorzeitig verkleben.
Das Salz für die Knödelmasse und das Salz für das Kochwasser sind getrennte Zutatenzeilen mit unterschiedlichen Verwendungen.
Die Knödel werden milchfrei; je nach Produkt kann der Geschmack etwas weniger voll und die Masse geringfügig weicher oder trockener werden.
Die Milch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten, neutralen Pflanzendrink ersetzen und wie angegeben erwärmen.
Die Zwiebeln lassen sich gleich dünsten, der Buttergeschmack fällt jedoch weg.
Die Butter vollständig durch pflanzliche Margarine ersetzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Für eine insgesamt vegane Variante müssten zusätzlich Eier und Milch ersetzt werden.
Der Geschmack wird frischer und zwiebeliger; die Knödelstruktur bleibt unverändert.
Schnittlauch fein schneiden und anstelle der Petersilie unter die Masse heben.
Die Milch portionsweise über die Würfel geben und die Quellzeit abwarten, bevor die Konsistenz beurteilt wird.
2–3 EL Semmelbrösel unterheben und die Masse kurz nachquellen lassen.
Die oberen Würfel während der Quellzeit vorsichtig wenden und die Masse erst nach vollständigem Quellen beurteilen.
Einen kleinen Schuss Milch zugeben und kurz einarbeiten.
Nur locker mischen, bis die Zutaten verbunden sind.
Nicht zuverlässig rückgängig zu machen; beim nächsten Mal kürzer und vorsichtiger mischen.
Die Knödel geschlossen und kompakt formen und nur bei schwachem Siedepunkt garen.
Das Wasser sofort auf schwaches Sieden zurückstellen; bereits zerfallene Knödel lassen sich nicht vollständig retten.
Eine frischere, kräuterbetonte Variante der klassischen Knödel.
Herzhaftere Knödel mit zusätzlicher würziger Käsenote.
Häufig gefragt
Am besten eignen sich altbackene Semmeln, weil sie die Milch aufnehmen und Struktur geben. Bei sehr frischen Semmeln kann die Masse weicher werden; dann die Milch vorsichtiger dosieren und die Konsistenz abwarten.
Häufig sind sie nicht kompakt genug geformt oder das Wasser kocht zu stark. Die Knödel fest zusammendrücken und nur bei schwachem Siedepunkt gar ziehen lassen.
Semmelbrösel sind nur nötig, wenn die Masse trotz ausreichender Quellzeit zu weich bleibt. Sie sollten nicht automatisch zugegeben werden, damit die Knödel locker bleiben.
Die angegebene Menge ergibt 8 Knödel, also 2 Knödel pro Person bei 4 Personen.
Die Knödel am nächsten Tag in Scheiben schneiden und in der Pfanne goldbraun braten.
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