Pottasche
Pottasche lockert den honigreichen Teig und ist im Backregal, im Reformhaus oder in der Apotheke erhältlich.
Würziges Honiggebäck
Dunkles, festes Honiggebäck mit braunem Zucker, OrangeatKandierte Schale der Zitronatzitrone, meist als süße Backzutat verwendet. und winterlichen Gewürzen. Die Printen werden kühl geruht, dünn ausgerollt und gebacken; beim Abkühlen werden sie fester und aromatisch milder.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Aachener Printen sind würzige Honigplätzchen nach rheinischem Vorbild. Der Teig wird mit Honig, braunem Zucker, wenig Butter, Orangeat und einer markanten Mischung aus Zimt, Nelken, Anis, Koriander, Kardamom und Piment zubereitet. Sie passen zum Kaffee, in die Adventszeit oder einfach zum Knabbern.
Dunkelbraune, trockene und würzige Printen mit fester Oberfläche, aromatischem Honigduft und feinen Noten von Zimt, Nelke, Anis und kandierter Orangenschale. Frisch gebacken sind sie innen noch etwas nachgiebig und werden beim Abkühlen fester.
Schritt für Schritt
Honig, braunen Zucker und Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis alles glatt verbunden ist. Nicht kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung auf lauwarm abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist glatt verbunden und nur noch lauwarm.
Die PottascheKaliumcarbonat und traditionelles Backtriebmittel für bestimmte schwere und zuckerreiche Teige. im lauwarmen Wasser vollständig auflösen.
Daran erkennst du es: Keine sichtbaren Pottascheklümpchen bleiben zurück.
Mehl, Kakao und alle Gewürze in einer großen Schüssel mischen. Orangeat und das optionale Zitronat sehr fein hacken und unterheben.
Daran erkennst du es: Die Gewürze sind gleichmäßig im Mehl verteilt und die kandierten Schalenstücke liegen nicht verklumpt zusammen.
Das lauwarme Honig-Zucker-Gemisch, das Eigelb und die gelöste Pottasche zu den trockenen Zutaten geben. Alles zu einem festen, leicht klebrigen Teig verkneten. Ist der Teig zu weich, 1–2 EL Mehl zugeben; ist er zu trocken, 1 TL Honig oder Wasser einarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist fest, leicht klebrig und lässt sich zu einer zusammenhängenden Masse verkneten.
Den Teig flach drücken, in Folie wickeln und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, kühl ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der Ruhezeit fester und besser ausrollbar.
Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Daran erkennst du es: Der Ofen ist vollständig vorgeheizt und das Blech liegt bereit.
Den Teig auf leicht bemehlter Fläche etwa 5–7 mm dick ausrollen. Rechtecke, Rauten oder einfache Formen ausstechen beziehungsweise schneiden und mit Abstand auf das vorbereitete Blech setzen.
Daran erkennst du es: Die Teigstücke sind gleichmäßig dick und liegen mit etwas Abstand auf dem Blech.
Die Printen im mittleren Einschub 10–13 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze backen. Die Oberfläche soll trocken und die Ränder sollen fest wirken, während das Innere noch nicht austrocknet.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken, die Ränder wirken fest und die Mitte ist noch nicht vollständig hart.
Die Printen auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Für den optionalen Guss Puderzucker mit Zitronensaft oder Wasser glatt rühren und dünn aufstreichen. Den Guss anschließend erneut antrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Printen sind vollständig ausgekühlt und der optionale Guss ist oberflächlich angetrocknet.
Die vollständig ausgekühlten Printen in einer Dose mit Deckel aufbewahren. In den ersten ein bis zwei Tagen werden sie oft etwas milder und angenehmer im Biss.
Gut zu wissen
Pottasche lockert den honigreichen Teig und ist im Backregal, im Reformhaus oder in der Apotheke erhältlich.
Orangeat und optionales Zitronat sehr fein hacken, damit sich die kandierten Schalen gleichmäßig im festen Teig verteilen.
Gemahlener Anis und Koriander sind in Gewürzregalen, türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften und im Reformhaus erhältlich. Frisch gemahlene Gewürze duften intensiver.
Der Honig gehört zu den prägenden Zutaten des Gebäcks und wird mit Zucker und Butter nur glatt erwärmt, nicht gekocht.
Die Krume wird etwas anders und der Biss weniger traditionell.
Die Pottasche durch 1 TL Natron ersetzen und wie im Rezept im lauwarmen Wasser auflösen.
Mit zusätzlichem Orangeat bleibt der Geschmack kandiert-süß; Orangenschale macht den Teig frischer und zitrusbetonter.
Das optionale Zitronat weglassen und stattdessen nur Orangeat verwenden oder fein abgeriebene Bio-Orangenschale einarbeiten.
Die Mischung nach dem Erwärmen auf lauwarm abkühlen lassen, bevor Eigelb und Pottasche dazukommen.
Den Teig kurz abkühlen lassen und bei Bedarf vorsichtig mit etwas Mehl auf die vorgesehene feste Konsistenz bringen.
Die Ruhezeit einhalten und den Teig erst danach ausrollen; zusätzliches Mehl nur portionsweise einarbeiten.
Den Teig erneut kühlen und anschließend bei Bedarf 1–2 EL Mehl einarbeiten.
Bei 10 Minuten erstmals prüfen und auf trockene Oberfläche sowie feste Ränder achten.
Die Printen vollständig auskühlen lassen und anschließend in der Dose lagern; der Biss kann in den ersten Tagen milder werden.
Zwischen den Printen etwas Abstand lassen und bei Bedarf mehrere Bleche nacheinander backen.
Das optionale Zitronat entfällt; Orangeat bleibt die einzige kandierte Schale.
Statt des optionalen Zitronats wird fein abgeriebene Bio-Orangenschale verwendet.
Pottasche wird durch Natron ersetzt. Die Printen erhalten dadurch eine etwas andere Krume und einen weniger traditionellen Biss.
Der Teig kann mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, kühl ruhen. Die gebackenen Printen können vollständig ausgekühlt bis zum Servieren in einer Dose aufbewahrt werden.
Vollständig ausgekühlte Printen in einer gut schließenden Dose aufbewahren. In den ersten ein bis zwei Tagen werden sie oft milder und angenehmer im Biss.
Häufig gefragt
Die angegebene Menge ergibt ungefähr 45 bis 55 Printen, abhängig von Größe und Dicke der ausgestochenen oder geschnittenen Stücke.
Die kühle Ruhezeit macht den festen, leicht klebrigen Teig besser formbar und gibt den Gewürzen Zeit, sich im Teig zu verbinden.
Die Oberfläche soll trocken und die Ränder sollen fest wirken, während die Printen innen noch nicht vollständig austrocknen. Beim Abkühlen härten sie weiter nach.
Nein. Der Guss aus Puderzucker und Zitronensaft oder Wasser ist optional und verändert vor allem Süße und Oberfläche.
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