Eberswalder Spritzkuchen

Fettgebackene Brandteig-Kringel

Ringförmiges Brandteiggebäck aus Brandenburg: Auf Backpapier gespritzt, in heißem Fett goldbraun ausgebacken und mit Zitronenglasur vollendet.

Zum Rezept
Eberswalder Spritzkuchen
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Kekse und kleine trockene Süßgebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Brandteig wird durch das Abbrennen glatt, elastisch und stabil genug zum Aufspritzen.
  • Das portionsweise Ausbacken in heißem Fett gibt den Ringen eine goldbraune, knusprige Oberfläche.
  • Die Zitronenglasur ergänzt das buttrige Gebäck mit frischer Säure und angenehmer Süße.

Eberswalder Spritzkuchen sind ein regional geprägtes Kleingebäck aus Eberswalde in Brandenburg. Der glänzende Brandteig wird als Ring auf Backpapier gespritzt, portionsweise frittiert und anschließend lauwarm mit einer dicken Zitronenglasur bestrichen.

Außen goldbraun und knusprig, innen leicht, luftig und zart. Die dicke Zitronenglasur bringt eine süße, frische Note und bildet nach dem Abkühlen eine feine Schicht.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Backpapier vorbereiten und Flüssigkeit erhitzen

    Das Backpapier in zwölf etwa 10 x 10 cm große Quadrate schneiden. Wasser, Butter, Zucker und Salz in einem Topf aufkochen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig geschmolzen und die Flüssigkeit kocht gleichmäßig.

    • Die Papierquadrate später mit etwas Abstand bereitlegen, damit der Teig zügig aufgespritzt werden kann.
  2. Mehl einarbeiten und abbrennen

    Das Mehl auf einmal zugeben und kräftig rühren, bis sich ein glatter Teigkloß bildet und am Topfboden ein heller Belag entsteht. Den Teig noch etwa 1 bis 2 Minuten unter Rühren abbrennen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig löst sich vom Topfboden und hinterlässt einen hellen Belag.

    • Das Mehl vollständig auf einmal einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.
  3. Teig abkühlen lassen und Eier einarbeiten

    Den Teig in eine Schüssel geben und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Die Eier nacheinander gründlich unterrühren. Das nächste Ei erst zugeben, wenn das vorherige vollständig eingearbeitet ist. Der Teig soll glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glänzend und fällt schwer reißend vom Löffel.

    • Ist der Teig nach dem letzten Ei sehr weich, kurz prüfen, ob er noch formstabil vom Löffel fällt.

    Wichtig: Den heißen Teig vor der Zugabe der Eier ausreichend abkühlen lassen, damit sie nicht stocken.

  4. Ringe aufspritzen und Fett erhitzen

    Das Öl oder Frittierfett in einem hohen Topf auf 175 bis 180 °C erhitzen. Den Teig in einen stabilen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und auf jedes Backpapierquadrat einen etwa 7 bis 8 cm großen Ring spritzen.

    10 Minuten 177.5 °C

    Daran erkennst du es: Das Fett hat 175 bis 180 °C erreicht und die Ringe sind gleichmäßig aufgespritzt.

    • Den Spritzbeutel nicht überfüllen, damit sich die Ringe gleichmäßig aufspritzen lassen.

    Wichtig: Beim Erhitzen und Umsetzen des heißen Fettes besonders vorsichtig arbeiten; kein Wasser in das Fett gelangen lassen.

  5. Spritzkuchen ausbacken

    Die Ringe mit der Papierseite nach oben vorsichtig in das heiße Fett gleiten lassen. Das Papier nach kurzer Zeit mit einer Zange abziehen. Die Spritzkuchen portionsweise etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite goldbraun ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    3 Minuten 177.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind beidseitig goldbraun, aufgegangen und innen durchgegart.

    • Nicht zu viele Ringe gleichzeitig frittieren, damit die Fetttemperatur nicht stark abfällt.
    • Das Backpapier entfernen, sobald es sich leicht lösen lässt.

    Wichtig: Die Ringe vorsichtig ins Fett geben und mit ausreichend Abstand arbeiten, um Spritzer und Überkochen zu vermeiden.

  6. Glasieren

    Puderzucker, Zitronensaft und zunächst 1 EL Wasser zu einer dicken Glasur verrühren. Falls nötig, das restliche Wasser tropfenweise ergänzen. Die noch lauwarmen Spritzkuchen bestreichen und vollständig abkühlen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist dickflüssig, haftet am Gebäck und läuft nicht vollständig herunter.

    • Die Glasur erst auftragen, wenn die Spritzkuchen nicht mehr heiß, aber noch leicht lauwarm sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz entscheidet: Die Eier nach und nach einarbeiten. Der Brandteig soll glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen, damit die Ringe ihre Form behalten.
  • Fetttemperatur halten: Beim portionsweisen Frittieren sinkt die Temperatur des Fettes weniger stark und die Spritzkuchen werden gleichmäßiger goldbraun.
  • Glasur langsam verdünnen: Das Wasser für die Glasur schrittweise einarbeiten. Eine zu dünne Glasur haftet schlecht und läuft vom Gebäck herunter.

Zutatenwissen

Mehl Type 405

Weizenmehl Type 405 ergibt einen feinen, glatten Brandteig und lässt sich gut durch eine große Sterntülle spritzen.

Geeignetes Frittierfett

Das Fett sollte neutral schmecken und zum Erhitzen geeignet sein. Öl oder flüssiges Fett in einem hohen Topf ausreichend tief einfüllen.

Zitronenglasur

Die Glasur soll dickflüssig sein und an der Oberfläche haften. Wasser deshalb nur nach und nach ergänzen.

Sinnvolle Alternativen

Backfeste Margarine

Der Geschmack wird weniger buttrig; die Brandteigstruktur kann ähnlich gelingen, wenn die Margarine ausreichend fest ist.

Die Butter im Brandteig im gleichen Gewicht durch backfeste Margarine ersetzen.

Orangensaft

Die Glasur wird milder und fruchtiger, mit weniger ausgeprägter Säure.

Den Zitronensaft im gleichen Volumen durch Orangensaft ersetzen und das Wasser nach Konsistenz dosieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die aufgespritzten Ringe verlaufen oder verlieren ihre Form.

Jedes Ei vollständig einarbeiten und die Konsistenz vor der Zugabe des nächsten Eis prüfen.

Den Teig kurz ruhen lassen und nur dann mit sehr wenig zusätzlichem Mehl korrigieren; dabei wird das Ergebnis kompakter.

Die Spritzkuchen saugen viel Fett auf und werden blass.

Nur portionsweise frittieren und die Temperatur möglichst bei 175 bis 180 °C halten.

Zwischen den Portionen warten, bis das Fett wieder die Zieltemperatur erreicht hat.

Die Außenseite wird schnell dunkel, während das Innere noch nicht durchgegart ist.

Die Temperatur kontrollieren und die Hitze bei Bedarf reduzieren.

Die restlichen Ringe bei etwas niedrigerer Hitze länger ausbacken.

Die Glasur läuft vollständig vom Gebäck herunter.

Das Wasser tropfenweise einarbeiten und die Glasur dick anrühren.

Etwas Puderzucker unterrühren, bis die Glasur wieder haftet.

Varianten

Mit Puderzucker bestäubt

Die ausgekühlten Spritzkuchen werden nicht glasiert, sondern schlicht mit Puderzucker bestäubt.

Orangenglasur

Eine mildere Zitrusnote entsteht durch eine Glasur mit Orangensaft.

Servieren und kombinieren

  • Frisch glasiert servieren: Die Spritzkuchen lauwarm glasieren und nach dem Anziehen der Glasur frisch servieren. So treffen knusprige Oberfläche, zarte Krume und frische Zitronennote aufeinander.
  • Mit Puderzucker: Wer eine zurückhaltendere Süße bevorzugt, serviert die vollständig abgekühlten Ringe nur mit Puderzucker bestäubt.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Spritzkuchen können einige Stunden vor dem Servieren frittiert werden. Für die beste Oberfläche erst kurz vor dem Servieren glasieren.

Aufbewahren

Vollständig ausgekühlt und getrennt von feuchten Lebensmitteln bei Raumtemperatur aufbewahren. Die Glasur kann dabei etwas weicher werden.

Nicht warm oder feucht verschlossen lagern, da sich sonst Kondenswasser bildet.

Einfrieren

Das Einfrieren wird wegen des Verlusts von Knusprigkeit und der möglichen Veränderung der Glasur nicht empfohlen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Enthalten durch Weizenmehl Type 405.
  • Eier: enthält · Enthalten durch die vier Hühnereier.
  • Milch: enthält · Butter ist ein Milchprodukt.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Fett: Das Öl oder Frittierfett vorsichtig erhitzen, den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen und die Ringe langsam mit der Papierseite nach oben einlegen. Kein Wasser in das heiße Fett gelangen lassen.
  • Fett sicher abkühlen lassen: Das Fett nach dem Frittieren vollständig abkühlen lassen, bevor es umgefüllt oder entsorgt wird.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was sind Eberswalder Spritzkuchen?

Eberswalder Spritzkuchen sind ringförmige Brandteiggebäcke aus Brandenburg, die in heißem Fett ausgebacken und meist mit Zitronenglasur vollendet werden.

Warum werden die Ringe auf Backpapier gespritzt?

Das Backpapier hält die weichen Brandteigringe beim Einlegen zusammen und erleichtert das vorsichtige Gleitenlassen in das heiße Fett.

Welche Temperatur braucht das Frittierfett?

Das Fett sollte etwa 175 bis 180 °C heiß sein. Bei zu niedriger Temperatur saugen sich die Ringe stärker mit Fett voll, bei zu hoher Temperatur bräunen sie außen zu schnell.

Kann man die Spritzkuchen auch nur mit Puderzucker servieren?

Ja. Die vollständig abgekühlten Spritzkuchen können statt mit Zitronenglasur einfach mit Puderzucker bestäubt werden.

Aus unserer Küche

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