Mehl Type 405
Weizenmehl Type 405 ergibt einen feinen, glatten Brandteig und lässt sich gut durch eine große Sterntülle spritzen.
Fettgebackene Brandteig-Kringel
Ringförmiges Brandteiggebäck aus Brandenburg: Auf Backpapier gespritzt, in heißem Fett goldbraun ausgebacken und mit Zitronenglasur vollendet.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Eberswalder Spritzkuchen sind ein regional geprägtes Kleingebäck aus Eberswalde in Brandenburg. Der glänzende Brandteig wird als Ring auf Backpapier gespritzt, portionsweise frittiert und anschließend lauwarm mit einer dicken Zitronenglasur bestrichen.
Außen goldbraun und knusprig, innen leicht, luftig und zart. Die dicke Zitronenglasur bringt eine süße, frische Note und bildet nach dem Abkühlen eine feine Schicht.
Schritt für Schritt
Das Backpapier in zwölf etwa 10 x 10 cm große Quadrate schneiden. Wasser, Butter, Zucker und Salz in einem Topf aufkochen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig geschmolzen und die Flüssigkeit kocht gleichmäßig.
Das Mehl auf einmal zugeben und kräftig rühren, bis sich ein glatter Teigkloß bildet und am Topfboden ein heller Belag entsteht. Den Teig noch etwa 1 bis 2 Minuten unter Rühren abbrennen.
Daran erkennst du es: Der Teig löst sich vom Topfboden und hinterlässt einen hellen Belag.
Den Teig in eine Schüssel geben und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Die Eier nacheinander gründlich unterrühren. Das nächste Ei erst zugeben, wenn das vorherige vollständig eingearbeitet ist. Der Teig soll glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glänzend und fällt schwer reißend vom Löffel.
Wichtig: Den heißen Teig vor der Zugabe der Eier ausreichend abkühlen lassen, damit sie nicht stocken.
Das Öl oder Frittierfett in einem hohen Topf auf 175 bis 180 °C erhitzen. Den Teig in einen stabilen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und auf jedes Backpapierquadrat einen etwa 7 bis 8 cm großen Ring spritzen.
Daran erkennst du es: Das Fett hat 175 bis 180 °C erreicht und die Ringe sind gleichmäßig aufgespritzt.
Wichtig: Beim Erhitzen und Umsetzen des heißen Fettes besonders vorsichtig arbeiten; kein Wasser in das Fett gelangen lassen.
Die Ringe mit der Papierseite nach oben vorsichtig in das heiße Fett gleiten lassen. Das Papier nach kurzer Zeit mit einer Zange abziehen. Die Spritzkuchen portionsweise etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite goldbraun ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Ringe sind beidseitig goldbraun, aufgegangen und innen durchgegart.
Wichtig: Die Ringe vorsichtig ins Fett geben und mit ausreichend Abstand arbeiten, um Spritzer und Überkochen zu vermeiden.
Puderzucker, Zitronensaft und zunächst 1 EL Wasser zu einer dicken Glasur verrühren. Falls nötig, das restliche Wasser tropfenweise ergänzen. Die noch lauwarmen Spritzkuchen bestreichen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist dickflüssig, haftet am Gebäck und läuft nicht vollständig herunter.
Gut zu wissen
Weizenmehl Type 405 ergibt einen feinen, glatten Brandteig und lässt sich gut durch eine große Sterntülle spritzen.
Das Fett sollte neutral schmecken und zum Erhitzen geeignet sein. Öl oder flüssiges Fett in einem hohen Topf ausreichend tief einfüllen.
Die Glasur soll dickflüssig sein und an der Oberfläche haften. Wasser deshalb nur nach und nach ergänzen.
Der Geschmack wird weniger buttrig; die Brandteigstruktur kann ähnlich gelingen, wenn die Margarine ausreichend fest ist.
Die Butter im Brandteig im gleichen Gewicht durch backfeste Margarine ersetzen.
Die Glasur wird milder und fruchtiger, mit weniger ausgeprägter Säure.
Den Zitronensaft im gleichen Volumen durch Orangensaft ersetzen und das Wasser nach Konsistenz dosieren.
Jedes Ei vollständig einarbeiten und die Konsistenz vor der Zugabe des nächsten Eis prüfen.
Den Teig kurz ruhen lassen und nur dann mit sehr wenig zusätzlichem Mehl korrigieren; dabei wird das Ergebnis kompakter.
Nur portionsweise frittieren und die Temperatur möglichst bei 175 bis 180 °C halten.
Zwischen den Portionen warten, bis das Fett wieder die Zieltemperatur erreicht hat.
Die Temperatur kontrollieren und die Hitze bei Bedarf reduzieren.
Die restlichen Ringe bei etwas niedrigerer Hitze länger ausbacken.
Das Wasser tropfenweise einarbeiten und die Glasur dick anrühren.
Etwas Puderzucker unterrühren, bis die Glasur wieder haftet.
Die ausgekühlten Spritzkuchen werden nicht glasiert, sondern schlicht mit Puderzucker bestäubt.
Eine mildere Zitrusnote entsteht durch eine Glasur mit Orangensaft.
Die Spritzkuchen können einige Stunden vor dem Servieren frittiert werden. Für die beste Oberfläche erst kurz vor dem Servieren glasieren.
Vollständig ausgekühlt und getrennt von feuchten Lebensmitteln bei Raumtemperatur aufbewahren. Die Glasur kann dabei etwas weicher werden.
Nicht warm oder feucht verschlossen lagern, da sich sonst Kondenswasser bildet.
Das Einfrieren wird wegen des Verlusts von Knusprigkeit und der möglichen Veränderung der Glasur nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Eberswalder Spritzkuchen sind ringförmige Brandteiggebäcke aus Brandenburg, die in heißem Fett ausgebacken und meist mit Zitronenglasur vollendet werden.
Das Backpapier hält die weichen Brandteigringe beim Einlegen zusammen und erleichtert das vorsichtige Gleitenlassen in das heiße Fett.
Das Fett sollte etwa 175 bis 180 °C heiß sein. Bei zu niedriger Temperatur saugen sich die Ringe stärker mit Fett voll, bei zu hoher Temperatur bräunen sie außen zu schnell.
Ja. Die vollständig abgekühlten Spritzkuchen können statt mit Zitronenglasur einfach mit Puderzucker bestäubt werden.
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