Mehl Type 405
Type 405 ergibt einen hellen, feinen Hefeteig. Bei einem Wechsel zu backstärkerem Mehl kann der Teig etwas mehr Flüssigkeit aufnehmen.
Süße Hefeknödel, pfannengedämpft
Lockere süße Hefeknödel werden in Milch, Butter und Zucker mit geschlossenem Deckel gegart. Dabei entsteht am Pfannenboden eine goldene, leicht karamellisierte Kruste. Dazu passt eine cremige Vanillesoße.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bayerische Dampfnudeln sind eine süße Mehlspeise aus lockerem Hefeteig. Die Teigkugeln garen in Milch, Butter und Zucker und bekommen dabei ihre typische goldene Kruste. Serviert mit warmer Vanillesoße entsteht ein klassisches, sättigendes Süßgericht.
Die Dampfnudeln sind oben weich und luftig, während ihre Unterseite eine zarte, goldbraune Kruste mit leicht karamellisiertem Aroma entwickelt. Die Vanillesoße ist cremig, mild süß und intensiv vanillig.
Schritt für Schritt
Die Milch für den Hefeteig handwarm erwärmen. Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz in der Rührschüssel mischen. Ei, weiche Butter und die lauwarme Milch dazugeben und alles 6 bis 8 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich deutlich vergrößert.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer glatten Kugel formen, die Naht nach unten legen und die Teiglinge abgedeckt weitere 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge wirken sichtbar lockerer und entspannen sich an der Oberfläche.
Milch, Butter und Zucker zum Garen in die breite beschichtete Pfanne geben. Alles bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist und die Flüssigkeit leicht dampft.
Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen und die Flüssigkeit dampft leicht, ohne stark zu kochen.
Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit der heißen Garflüssigkeit.
Die Dampfnudeln mit etwas Abstand in die Pfanne setzen. Den Deckel sofort schließen und die Dampfnudeln bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 25 bis 30 Minuten garen. Den Deckel währenddessen nicht anheben, damit der Dampf im Topf bleibt.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist weitgehend aufgenommen und die Dampfnudeln sind aufgegangen.
Wichtig: Den Deckel vorsichtig abnehmen, da heißer Dampf entweichen kann.
Sobald die Flüssigkeit aufgenommen ist und sich am Pfannenboden eine goldene Kruste gebildet hat, die Pfanne vom Herd nehmen. Die Dampfnudeln 2 Minuten ruhen lassen und anschließend vorsichtig lösen.
Daran erkennst du es: Am Pfannenboden ist eine goldene, leicht karamellisierte Kruste entstanden.
Wichtig: Die Pfanne und die Kruste sind sehr heiß; beim Lösen vorsichtig arbeiten.
Für die Vanillesoße die VanilleschoteDie fermentierte Fruchtkapsel der Vanille, aus der Mark und Samen für Speisen gewonnen werden. längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Milch, Vanillemark, Vanilleschote und Zucker in den Topf geben und erhitzen, aber nicht kochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Milch ist heiß und duftet deutlich nach Vanille, bleibt aber unter dem Siedepunkt.
Wichtig: Heiße Milch kann beim Aufkochen übergehen; den Topf beobachten.
Eigelb und Speisestärke mit 3 Esslöffeln der warmen Milch glatt rühren. Die Mischung unter ständigem Rühren in die heiße Milch geben und die Soße bei kleiner Hitze andicken lassen. Sobald sie cremig ist, den Topf vom Herd nehmen und die Vanilleschote entfernen.
Daran erkennst du es: Die Soße ist cremig gebunden und überzieht den Löffel leicht.
Wichtig: Die Soße wegen des Eigelbs hygienisch verarbeiten und nach dem Binden nicht unnötig warm stehen lassen.
Die Dampfnudeln warm mit der Vanillesoße servieren.
Daran erkennst du es: Dampfnudeln und Vanillesoße sind warm und direkt servierbereit.
Gut zu wissen
Type 405 ergibt einen hellen, feinen Hefeteig. Bei einem Wechsel zu backstärkerem Mehl kann der Teig etwas mehr Flüssigkeit aufnehmen.
Weiche Butter lässt sich gleichmäßig in den Teig einarbeiten. Sehr harte Butter kann die Knetzeit verlängern und den Teig ungleichmäßig machen.
Mark und Schote werden gemeinsam in der Milch erhitzt. Die Schote wird vor dem Servieren entfernt; das Mark bleibt in der Soße.
Der Teig kann etwas kräftiger und elastischer werden und eventuell geringfügig mehr Flüssigkeit aufnehmen.
Zunächst die angegebene Milchmenge verwenden. Falls der Teig deutlich fester als beschrieben wirkt, tropfenweise etwas Milch ergänzen.
Der Teig erhält ein ähnliches Hefearoma; die Gehzeit kann je nach Triebkraft leicht abweichen.
Die frische Hefe in der handwarmen Milch auflösen und anschließend mit den übrigen Teigzutaten verkneten.
Die Soße bleibt vanillig, enthält aber keine ausgekochte Schote und kann eine etwas gleichmäßigere Farbe haben.
Die Paste zusammen mit der Milch und dem Zucker erhitzen. Die Soße vor dem Binden abschmecken, da Vanillepasten unterschiedlich stark dosiert sind.
Die Milch nur handwarm verwenden und vor dem Zugeben kurz prüfen.
Wenn der Teig noch nicht aufgegangen ist, an einem warmen, zugfreien Ort länger gehen lassen. Bei ausbleibender Aktivität muss der Teig gegebenenfalls neu angesetzt werden.
Garzeit und Hitze vor dem Schließen des Deckels kontrollieren und den Deckel geschlossen lassen.
Den Deckel wieder schließen und bei kleiner Hitze weitergaren, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist. Die Struktur kann dennoch etwas kompakter bleiben.
Bei kleiner bis mittlerer Hitze garen und auf starkes Zischen oder einen verbrannten Geruch achten.
Die Pfanne sofort vom Herd nehmen. Falls die Dampfnudeln noch nicht gar sind, in einem passenden Topf mit wenig Dampf nachgaren; die verbrannte Kruste nicht mitservieren.
Die warme Milch langsam einarbeiten und die Soße nur bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren andicken.
Die Soße sofort vom Herd nehmen und durch ein feines Sieb streichen. Danach nicht erneut stark erhitzen.
Die fertigen Dampfnudeln zusätzlich mit einer Mischung aus Zucker und Zimt bestreuen.
Die Vanillesoße erhält eine dezente frische Note durch fein abgeriebene Zitronenschale.
Die Vanillesoße wird durch ein säuerliches Fruchtkompott ergänzt.
Der Hefeteig kann bis zu 12 Stunden vorher zubereitet, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Formen langsam auf Raumtemperatur gebracht werden. Die geformten Dampfnudeln möglichst frisch garen.
Dampfnudeln und Vanillesoße nach dem Abkühlen getrennt abdecken und im Kühlschrank lagern. Die Kruste wird bei der Lagerung weicher.
Gerichte mit Milch und Ei nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren ist möglich, kann aber die lockere Teigstruktur und die Kruste deutlich beeinträchtigen.
Häufig gefragt
Die Dampfnudeln garen in einer Mischung aus Milch, Butter und Zucker. Wenn die Flüssigkeit aufgenommen ist, karamellisiert die Mischung am Pfannenboden und bildet die typische goldene Kruste.
Besser nicht. Beim Öffnen entweicht Dampf, wodurch die Dampfnudeln zusammenfallen oder ungleichmäßig garen können.
Eigelb und Speisestärke zuerst mit etwas warmer Milch glatt rühren und die Mischung anschließend unter ständigem Rühren in die heiße Milch geben. Die Soße nur bei kleiner Hitze binden.
Die Flüssigkeit sollte weitgehend aufgenommen sein, die Dampfnudeln sollten aufgegangen sein und am Pfannenboden sollte sich eine goldene Kruste gebildet haben.
Der Hefeteig kann bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank vorbereitet werden. Vor dem Formen sollte er langsam auf Raumtemperatur kommen.
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