Cottbuser Baumkuchen

Schichtkuchen aus Brandenburg

Cottbuser Baumkuchen wird aus einer feinen Butter-Eier-Masse mit MandelnFeines Stärkepulver zum Binden von Flüssigkeiten und für bestimmte Back- und Süßspeisen. und Vanille zubereitet. Dünne Teigschichten werden nacheinander unter dem Backofengrill goldbraun gebacken und anschließend mit Zitronenglasur überzogen.

Zum Rezept
Cottbuser Baumkuchen
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge etwa 12 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die dünnen Teiglagen werden einzeln unter starker Oberhitze gebacken und entwickeln dadurch die typische ringartige Struktur.
  • Butter, Eigelb und Mandeln sorgen für eine saftige, aromatische Krume.
  • Das vorsichtige Unterheben des Eischnees hält die Masse locker genug, damit sich die Schichten dünn verstreichen lassen.
  • Die frische Zitronenglasur setzt einen hellen, leicht säuerlichen Kontrast zur buttrigen Süße.

Cottbuser Baumkuchen entsteht Schicht für Schicht und zeigt im Anschnitt feine, goldbraune Ringe. Butter, Eier, Mandeln, Vanille und ZitronenschaleDie aromatische Schale der Zitrone, die Speisen und Getränke frisch würzt. geben dem Kuchen sein fein-aromatisches Profil. Diese Backstubenfassung überträgt die aufwendige Schichttechnik in den heimischen Backofen.

Im Anschnitt erscheinen viele feine goldbraune Ringe. Der Kuchen duftet nach Butter, Vanille, Mandeln und Zitrone, schmeckt saftig und fein süß und erhält durch die Glasur eine dünn-knackige, zitronige Oberfläche.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Form und Grill vorbereiten

    Den Boden der 20-cm-Springform mit Backpapier auslegen und den Rand dünn mit Butter einfetten. Den Backofen auf Grillfunktion bei etwa 240 °C vorheizen. Die Form später im oberen Drittel des Backofens einschieben.

    10 Minuten 240 °C
    • Die Form erst einschieben, wenn der Grill vollständig vorgeheizt ist.

    Wichtig: Beim Arbeiten mit der Grillfunktion hitzebeständige Ofenhandschuhe bereithalten.

  2. Buttermasse anrühren

    Die Eier trennen. Butter, Zucker, Vanillezucker und die abgemessene Prise Salz mehrere Minuten cremig rühren. Die Eigelbe einzeln unterrühren und anschließend die fein abgeriebene Zitronenschale einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist hell, cremig und gleichmäßig.

    • Die Eigelbe nacheinander vollständig einarbeiten, damit die Buttermasse glatt bleibt.
  3. Teig vollenden

    Mehl, Speisestärke und gemahlene Mandeln mischen. Das Eiweiß steif schlagen. Die Mehlmischung portionsweise unter die Buttermasse rühren und den Eischnee vorsichtig unterheben, damit möglichst viel Luft erhalten bleibt.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, dickflüssig und luftig.

    • Den Eischnee nur so lange unterheben, bis keine größeren weißen Streifen mehr sichtbar sind.
  4. Erste Schicht backen

    Etwa 1 bis 2 Esslöffel Teig sehr dünn auf dem Formboden verstreichen. Die Form unter den Grill stellen und die Schicht etwa 2 bis 3 Minuten goldbraun backen. Die Oberfläche soll Farbe bekommen, aber nicht dunkel werden.

    3 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig goldbraun, aber nicht dunkel.

    • Die erste Schicht besonders dünn verstreichen, damit die späteren Ringe klar erkennbar werden.

    Wichtig: Die Form und die Oberfläche während des Grillens ständig beobachten; die dünne Schicht kann schnell verbrennen.

  5. Weitere Schichten auftragen

    Die Form vorsichtig herausnehmen, die nächste dünne Teigschicht auftragen und wieder 2 bis 3 Minuten grillen. So fortfahren, bis der Teig aufgebraucht ist. Je nach Dicke entstehen etwa 15 bis 18 sichtbare Schichten. Die Form während jeder Lage im Blick behalten. Während die einzelnen Schichten backen, keine anderen Arbeiten direkt am heißen Grill einplanen.

    45 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Jede Lage ist goldbraun und die Oberfläche bleibt frei von dunklen Brandstellen.

    • Nur wenig Teig verwenden und bis an den Rand verstreichen.
    • Die Grillzeit je nach Bräunung der einzelnen Lage leicht anpassen.

    Wichtig: Die Springform ist zwischen den Schichten sehr heiß; zum Herausnehmen immer Ofenhandschuhe verwenden.

  6. Kuchen auskühlen lassen

    Den fertigen Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann den Rand vorsichtig lösen und den Baumkuchen vollständig auskühlen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Kuchen ist vollständig ausgekühlt und lässt sich ohne Verformen aus der Form lösen.

    • Den Kuchen erst glasieren, wenn er vollständig ausgekühlt ist.

    Wichtig: Den heißen Formrand vorsichtig lösen und nicht mit bloßen Händen anfassen.

  7. Glasieren und schneiden

    Für die Glasur Puderzucker mit 2 bis 3 Esslöffeln Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Auf dem vollständig ausgekühlten Kuchen verteilen und fest werden lassen. Vor dem Servieren mit einem scharfen Messer in etwa 12 Stücke schneiden.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist fest und lässt sich sauber schneiden.

    • Zitronensaft nach und nach einarbeiten, damit die Glasur nicht zu dünn wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Dünne Lagen sind entscheidend: Für die typische Baumkuchenstruktur jede Teigportion sehr dünn und gleichmäßig verstreichen. Zu dicke Lagen ergeben weniger sichtbare Ringe und können außen schon dunkel werden, während die Oberfläche noch ungleichmäßig ist.
  • Grill nicht unbeaufsichtigt lassen: Die einzelnen Schichten bräunen unter der starken Oberhitze schnell. Die Form deshalb während jeder Lage beobachten und die Zeit an die tatsächliche Bräunung anpassen.
  • Vor dem Glasieren auskühlen lassen: Der Baumkuchen sollte vollständig ausgekühlt sein, bevor die Glasur aufgetragen wird. Auf einem warmen Kuchen würde sie leichter verlaufen.

Zutatenwissen

Trockene Zutaten mischen

Das Mischen von Mehl, Speisestärke und Mandeln verteilt die trockenen Bestandteile gleichmäßig und erleichtert das portionsweise Einarbeiten in die Buttermasse.

Zitrone fein dosieren

Die Zitronenschale aromatisiert den Teig, während der Zitronensaft vor allem die Glasur frisch und leicht säuerlich macht. Schale möglichst fein abreiben und nur die gelbe Außenschicht verwenden.

Eier sauber trennen

Sauber getrennte Eier erleichtern das Steifschlagen des Eiweißes. Eigelb oder Fett in der Eiweißschüssel kann das Aufschlagen erschweren.

Sinnvolle Alternativen

gemahlene Haselnüsse

Der Kuchen erhält ein kräftigeres, nussigeres Aroma und kann etwas dunkler wirken.

Die gemahlenen Haselnüsse in derselben Menge wie die Mandeln verwenden und mit Mehl und Speisestärke mischen.

glutenfreie helle Mehlmischung

Die Textur kann etwas zarter oder brüchiger werden; die Schichten lassen sich vorsichtig verstreichen.

Eine backgeeignete glutenfreie Mehlmischung verwenden. Die Eignung aller übrigen Zutaten für eine glutenfreie Zubereitung zusätzlich prüfen.

unbehandelte Orangenschale und Orangensaft

Die Glasur und der Teig werden milder und deutlich orangiger aromatisiert.

Zitronenschale und Zitronensaft im Teig beziehungsweise in der Glasur durch die entsprechende Menge Orange ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Schichten werden ungleichmäßig oder es entstehen nur wenige Ringe.

Pro Lage nur etwa 1 bis 2 Esslöffel verwenden und den Teig sehr dünn bis an den Rand verstreichen.

Wenn noch Teig übrig ist, die folgenden Lagen besonders dünn auftragen und die stärkere erste Lage nicht erneut überbacken.

Die Oberfläche einzelner Schichten wird dunkel oder bitter.

Jede Lage im Blick behalten und die Form sofort herausnehmen, sobald sie goldbraun ist.

Eine nur leicht zu dunkle Lage kann mit der Glasur geschmacklich abgemildert werden; stark verbrannte Stellen vorsichtig entfernen.

Der Kuchen wirkt kompakt und lässt sich schwer dünn verstreichen.

Den Eischnee mit dem Teigschaber vorsichtig und nur bis zur gleichmäßigen Verteilung unterheben.

Ist der Teig noch ungebacken, nicht weiter rühren, sondern sofort mit kleinen Portionen arbeiten.

Die Zitronenglasur läuft vom Kuchen herunter.

Den Saft nach und nach zugeben und den Kuchen vollständig auskühlen lassen.

Etwas zusätzlichen Puderzucker einrühren und die Glasur erneut auftragen.

Varianten

Baumkuchen mit Schokoladenüberzug

Die Zitronenglasur wird durch einen dünnen Schokoladenüberzug ersetzt, der den buttrigen Kuchen kräftiger abrundet.

Orangen-Baumkuchen

Zitrone wird durch Orange ersetzt, wodurch ein milderes, fruchtigeres Aroma entsteht.

Servieren und kombinieren

  • Zu Kaffee oder Tee: Die schmalen Stücke passen besonders gut zu schwarzem Kaffee, mildem Tee oder einem kräftigen Früchtetee.
  • Für eine festliche Kuchentafel: Den Baumkuchen vollständig glasieren, mit einem scharfen Messer sauber portionieren und die goldbraunen Schichten im Anschnitt sichtbar präsentieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Baumkuchen kann am Vortag vollständig gebacken und glasiert werden. Nach dem Festwerden der Glasur abgedeckt lagern und vor dem Servieren auf Zimmertemperatur bringen.

Aufbewahren

Den Kuchen trocken, abgedeckt und vor Wärme geschützt lagern. Im Kühlschrank luftdicht verpacken und vor dem Servieren etwas temperieren.

Nicht offen neben stark riechenden Lebensmitteln lagern, da die Glasur und Krume Gerüche aufnehmen können.

Einfrieren

Den Kuchen möglichst ohne Glasur oder gut verpackt in einzelnen Stücken einfrieren. Zwischen die Stücke Backpapier legen und luftdicht verpacken.

Die Stücke mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend kurz bei Raumtemperatur temperieren.

Die Glasur kann nach dem Auftauen etwas an Glanz verlieren; für die beste Oberfläche den Kuchen möglichst ohne Glasur einfrieren und nach dem Auftauen frisch glasieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl Type 405 ist ausdrücklich als Zutat angegeben.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält sechs Eier.
  • Milch: enthält · Butter wird im Teig und zum Einfetten der Form verwendet.
  • Schalenfrüchte (Mandeln): enthält · Gemahlene Mandeln sind Bestandteil des Teigs.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viele Schichten entstehen beim Cottbuser Baumkuchen?

Je nach Dicke der einzelnen Lagen entstehen etwa 15 bis 18 sichtbare Schichten.

Warum wird der Baumkuchen unter dem Grill gebacken?

Die starke Oberhitze bräunt jede dünne Teiglage einzeln und erzeugt dadurch die charakteristischen Ringe im Anschnitt.

Wann darf der Baumkuchen glasiert werden?

Erst wenn der Kuchen vollständig ausgekühlt ist. Auf einem warmen Kuchen würde die Zitronenglasur leichter verlaufen.

Wie dünn sollte jede Teigschicht sein?

Jede Lage sollte nur sehr dünn auf dem Formboden verteilt werden, ungefähr mit 1 bis 2 Esslöffeln Teig pro Schicht.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar