Ebereschenkonfitüre mit Apfelsaft

Wildfrucht-Konfitüre

Herbe, würzige Wildfruchtkonfitüre aus ausdrücklich essbaren Ebereschenbeeren, Apfelsaft und Gelierzucker 1:1.

Zum Rezept
Ebereschenkonfitüre mit Apfelsaft
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 90 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge etwa 6 Gläser à 300 ml
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln
Verzehrkontext Frühstück

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das sanfte Köcheln macht die Ebereschenbeeren weich und löst ihr intensives Fruchtaroma.
  • Durch das Passieren wird die Konfitüre besonders fein und samtig.
  • Die Zuckermenge wird an das tatsächlich gewogene Fruchtmus angepasst und sorgt zusammen mit Gelierzucker 1:1 für die gewünschte Festigkeit.

Ebereschenkonfitüre mit Apfelsaft bringt eine herbe, würzige Fruchtnote ins Frühstücksglas. Die roten Vogelbeeren werden weich gekocht, passiert und mit Gelierzucker zu einem feinen, samtigen Aufstrich verarbeitet.

Samtig-feiner, streichfähiger Aufstrich mit kräftiger roter Fruchtfarbe sowie herber, würziger Ebereschen- und milder Apfelnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Gläser vorbereiten

    Twist-off-Gläser und Deckel gründlich heiß ausspülen oder auskochen und auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen.

    Daran erkennst du es: Gläser und Deckel sind sauber und vollständig abgetropft.

    Wichtig: Sauber arbeiten und die vorbereiteten Gläser bis zum Abfüllen geschützt stehen lassen.

  2. Beeren vorbereiten

    Die Ebereschenbeeren waschen und sorgfältig von Stielen und verdächtigen Früchten befreien. Für eine mildere Herbe kannst du frisch geerntete Beeren zuvor über Nacht einfrieren oder nach dem ersten Frost verarbeiten.

    Daran erkennst du es: Nur gewaschene, unbeschädigte und ausdrücklich essbare Beeren bleiben übrig.

    • Das vorherige Einfrieren oder die Verarbeitung nach dem ersten Frost kann die Herbe mildern.

    Wichtig: Nur ausdrücklich essbare Ebereschenbeeren verwenden, etwa von der Mährischen Eberesche; unbekannte Beeren von Straßen- oder Parkbäumen aussortieren.

  3. Beeren weich kochen

    Den Apfelsaft in einen großen Topf geben, die Beeren hinzufügen und alles zugedeckt 20 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Früchte weich sind.

    Daran erkennst du es: Die Beeren sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Die Flüssigkeit nur sanft bewegen lassen und den Deckel während des Köchelns geschlossen halten.
  4. Fruchtmus passieren und wiegen

    Die weiche Fruchtmasse durch ein feines Sieb streichen. Das entstandene Mus wiegen und die gleiche Menge Gelierzucker 1:1 abmessen.

    Daran erkennst du es: Ein feines, möglichst glattes Fruchtmus ist entstanden und sein Gewicht ist bekannt.

    • Die Zuckermenge nicht nach der ursprünglichen Beerenmenge, sondern nach dem Gewicht des passierten Muses bestimmen.
  5. Konfitüre aufkochen

    Fruchtmus und Gelierzucker in einem hohen Topf gründlich verrühren und unter ständigem Rühren zum sprudelnden Kochen bringen.

    Daran erkennst du es: Die Masse kocht deutlich sprudelnd und der Zucker ist vollständig eingearbeitet.

    • Ein hoher Topf verhindert, dass die sprudelnde Masse leicht überkocht.

    Wichtig: Vorsicht vor heißen Spritzern beim Aufkochen.

  6. Konfitüre kochen

    Die Konfitüre vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei regelmäßig rühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse kocht während der gesamten Kochzeit sprudelnd und setzt nicht am Boden an.

    • Regelmäßiges Rühren hält die Fruchtmasse in Bewegung und verhindert Ansetzen.

    Wichtig: Die heiße, sprudelnde Konfitüre kann stark spritzen; langsam und mit ausreichendem Abstand rühren.

  7. Gelierprobe machen

    Für die Gelierprobe einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller geben. Wird er nach kurzer Zeit fest, ist die Konfitüre bereit; bleibt er flüssig, die Masse noch eine weitere Minute kochen.

    Daran erkennst du es: Der Klecks auf dem kalten Teller wird nach kurzer Zeit fest.

    • Den Teller vorher kalt stellen, damit die Gelierprobe aussagekräftig wird.
  8. Heiß abfüllen

    Die heiße Konfitüre sofort randvoll in die vorbereiteten Gläser füllen, verschließen und vollständig abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind randvoll verschlossen und die Konfitüre ist vollständig abgekühlt.

    • Beim Abfüllen zügig arbeiten, damit die Konfitüre heiß in die Gläser gelangt.

    Wichtig: Heiße Gläser und Konfitüre vorsichtig handhaben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Herbe mildern: Frisch geerntete Ebereschenbeeren können vor der Verarbeitung über Nacht eingefroren oder nach dem ersten Frost verwendet werden, um die Herbe zu mildern.
  • Zucker erst nach dem Passieren bestimmen: Die Gelierzuckermenge richtet sich nach dem Gewicht des passierten Fruchtmuses und nicht allein nach der Ausgangsmenge der Beeren.
  • Gelierprobe prüfen: Erst wenn der Klecks auf dem kalten Teller nach kurzer Zeit fest wird, ist die Konfitüre bereit zum Abfüllen.

Zutatenwissen

Nur ausdrücklich essbare Beeren verwenden

Für dieses Rezept ausschließlich ausdrücklich essbare Ebereschenbeeren verwenden, etwa von der Mährischen Eberesche. Unbekannte Beeren von Straßen- oder Parkbäumen gehören nicht in die Konfitüre.

Menge nach dem Musgewicht

Das Fruchtmus nach dem Passieren wiegen und genau die gleiche Menge Gelierzucker 1:1 abmessen.

Sinnvolle Alternativen

Säuerliche Äpfel mit etwas Zitronensaft

Der Aufstrich wird deutlich weniger herb und ist anschließend keine Ebereschenkonfitüre mehr.

Wenn keine Ebereschenbeeren verfügbar sind, säuerliche Äpfel mit etwas Zitronensaft einkochen und nach einem passenden Gelierrezept weiterverarbeiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Konfitüre wird zu fest oder zu flüssig.

Das passierte Mus wiegen und genau die gleiche Menge Gelierzucker 1:1 verwenden.

Bei zu flüssiger Konfitüre die Gelierprobe erneut prüfen und die Masse gegebenenfalls noch eine weitere Minute kochen.

Die Konfitüre enthält viele Schalen- oder Kernbestandteile und ist nicht samtig.

Die gekochte Masse portionsweise durch ein feines Sieb passieren.

Die Konfitüre schmeckt am Boden angebrannt oder hat dunkle Stückchen.

Während der vierminütigen Kochzeit regelmäßig rühren und einen hohen Topf verwenden.

Varianten

Mildere Ebereschenkonfitüre

Eine mildere Herbe entsteht, wenn die frisch geernteten Beeren vor der Verarbeitung über Nacht eingefroren oder erst nach dem ersten Frost verarbeitet werden.

Servieren und kombinieren

  • Auf Brot zum Frühstück: Die Konfitüre als herben, würzigen Fruchtaufstrich auf Brot oder Brötchen servieren.
  • Als Begleiter zu Käse: Die samtige Konfitüre zu Käse reichen; ihre herbe Fruchtnote bildet einen kräftigen Kontrast zu würzigen oder milden Käsesorten.

Lebensmittelsicherheit

  • Auswahl der Ebereschenbeeren: Nur ausdrücklich essbare Ebereschenbeeren verwenden, etwa von der Mährischen Eberesche; unbekannte Beeren von Straßen- oder Parkbäumen nicht verarbeiten.
  • Umgang mit heißer Konfitüre: Die heiße Konfitüre und die erhitzten Gläser vorsichtig handhaben, um Spritzer und Verbrennungen zu vermeiden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Ebereschenbeeren eignen sich für die Konfitüre?

Verwende ausschließlich ausdrücklich essbare Ebereschenbeeren, etwa von der Mährischen Eberesche. Unbekannte Beeren von Straßen- oder Parkbäumen gehören nicht in das Rezept.

Wie lässt sich die Herbe mildern?

Frisch geerntete Beeren vor der Verarbeitung über Nacht einfrieren oder nach dem ersten Frost verarbeiten.

Warum wird der Gelierzucker erst nach dem Passieren abgemessen?

Weil genau so viel Gelierzucker 1:1 benötigt wird, wie das passierte Fruchtmus wiegt. Passierverluste und der Wassergehalt der Beeren beeinflussen die tatsächliche Musmenge.

Aus unserer Küche

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