Mecklenburger weiße Pfeffernüsse

Gewürztes Weihnachtskleingebäck

Kleine, hell gebackene Gewürzkekse mit gemahlenen Mandeln, Zitrone und winterlichen Gewürzen. Der weiche Teig wird gekühlt, portionsweise gebacken und anschließend mit Zitronen- oder Wasser-Zuckerguss, Mandeln und kandierten Kirschen verziert.

Zum Rezept
Mecklenburger weiße Pfeffernüsse
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 24 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Kekse und kleine trockene Süßgebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Kühlen des weichen Teigs erleichtert das Portionieren und verhindert, dass die Teighäufchen beim Backen zu stark verlaufen.
  • Die Kombination aus Mandeln, Zitrone und mehreren warmen Gewürzen sorgt für ein vielschichtiges Aroma.
  • Die kurze Backzeit hält das Gebäck innen weich und verhindert, dass es zu dunkel oder trocken wird.
  • Der dickflüssige Zuckerguss ergänzt die Gewürze mit einer süßen, frischen Zitronennote.

Mecklenburger weiße Pfeffernüsse sind ein feines Weihnachtsgebäck aus der regionalen Mecklenburg-Vorpommern-Rezepttradition. Trotz ihres Namens kommt diese Variante ohne Pfeffer aus: Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Muskatblüte geben den kleinen Keksen ihr warmes Gewürzaroma. Gemahlene Mandeln und Zitrone runden den Geschmack ab, während ein heller Zuckerguss für die typische festliche Verzierung sorgt.

Die Pfeffernüsse sind außen leicht goldgelb und zart, innen weich und mürbe. Mandeln sorgen für einen milden, nussigen Geschmack, während Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Muskatblüte warm und winterlich wirken. Der helle Guss bringt eine glatte, süße Oberfläche und einen feinen Zitronenton.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten

  1. Hirschhornsalz und trockene Zutaten mischen

    Das Hirschhornsalz in der Milch vollständig auflösen. Weizenmehl, gemahlene Mandeln, Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Muskatblüte beziehungsweise Muskatnuss in einer Rührschüssel gründlich vermischen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Hirschhornsalz ist vollständig in der Milch gelöst und die Gewürze sind gleichmäßig im Mehl verteilt.

    • Die Milch muss nicht erwärmt werden; gründliches Verrühren reicht zum Auflösen.
    • Bei Verwendung von Muskatnuss fällt das Aroma etwas kräftiger aus.
  2. Buttermasse aufschlagen

    Die weiche Butter mit dem Zucker in der zweiten Rührschüssel cremig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Zitronenschale und Zitronensaft dazugeben und kurz vermischen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist cremig und die Eier sind gleichmäßig eingearbeitet.

    • Die Eier einzeln einarbeiten, damit die Masse gleichmäßig bleibt.
    • Die Butter sollte weich, aber nicht flüssig sein.
  3. Teig fertigstellen und kühlen

    Die Mehlmischung und die Milch mit dem aufgelösten Hirschhornsalz kurz unter die Butter-Ei-Masse arbeiten, bis ein weicher, gleichmäßiger Teig entsteht. Den Teig abgedeckt 30 Minuten kalt stellen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermischt und nach dem Kühlen etwas fester, aber weiterhin weich formbar.

    • Nur so lange mischen, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.
    • Den Teig gut abdecken, damit er im Kühlschrank nicht austrocknet.

Formen und backen

  1. Backofen und Bleche vorbereiten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen; alternativ 170 °C Umluft verwenden. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

    10 Minuten 200 °C
    • Bei Umluft können beide Bleche gleichzeitig gebacken werden, sofern der Ofen eine gleichmäßige Wärmeverteilung gewährleistet.

    Wichtig: Beim Öffnen des heißen Backofens vorsichtig vorgehen.

  2. Teig portionieren

    Mit zwei Teelöffeln kleine Portionen auf die vorbereiteten Bleche setzen. Die Finger leicht bemehlen und die Teighäufchen vorsichtig flach drücken. Zwischen den einzelnen Portionen etwas Abstand lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigportionen sind annähernd gleich groß und berühren sich nicht.

    • Gleich große Portionen backen gleichmäßiger.
    • Nicht zu flach drücken, damit die Pfeffernüsse innen weich bleiben.
  3. Pfeffernüsse backen

    Die Pfeffernüsse nacheinander 10 bis 12 Minuten backen. Die Bleche bei mehreren Durchgängen jeweils vollständig in den vorgeheizten Ofen geben.

    24 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind leicht goldgelb, die Oberfläche bleibt hell und die Mitte ist noch weich.

    • Nicht zu dunkel backen, sonst werden die Pfeffernüsse trocken.
    • Die Backzeit hängt von Größe und Abstand der Teighäufchen ab.

    Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeignetem Ofenhandschuh herausnehmen.

Glasieren und verzieren

  1. Auskühlen, glasieren und verzieren

    Das Gebäck vollständig auskühlen lassen. Puderzucker mit Wasser oder Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Die Pfeffernüsse damit bestreichen und mit gehackten Mandeln sowie kandierten Kirschen verzieren. Den Guss vollständig trocknen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Pfeffernüsse sind vollständig ausgekühlt und der Guss ist dickflüssig, haftet auf der Oberfläche und trocknet anschließend fest.

    • Die Pfeffernüsse erst glasieren, wenn sie vollständig ausgekühlt sind.
    • Für einen dickeren Guss weniger Flüssigkeit verwenden; für einen dünneren Guss vorsichtig weitere Flüssigkeit einarbeiten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Hirschhornsalz richtig einsetzen: Hirschhornsalz passt besonders zu flachem Kleingebäck, weil sein Geruch beim Backen entweichen kann. Die angegebene Menge zuerst vollständig in der Milch auflösen.
  • Nicht zu dunkel backen: Die Pfeffernüsse sollen hell bleiben und innen weich sein. Sobald die Ränder leicht goldgelb sind, das Gebäck aus dem Ofen nehmen.
  • Guss auf ausgekühltes Gebäck geben: Warmes Gebäck lässt den Guss verlaufen. Vor dem Verzieren vollständig auskühlen lassen.

Zutatenwissen

Bezugsquelle und Alternative

Hirschhornsalz ist meist in gut sortierten Supermärkten, Backfachgeschäften oder bei den Backzutaten erhältlich. Als Alternative kann Backpulver verwendet werden; das Gebäck wird damit etwas weniger locker.

Muskatblüte oder Muskatnuss

Gemahlene Muskatblüte kann durch gemahlene Muskatnuss ersetzt werden. Muskatnuss schmeckt etwas kräftiger, deshalb die angegebene Menge nicht erhöhen.

Zitronenschale verwenden

Für die abgeriebene Schale eine unbehandelte Zitrone verwenden und die Schale vor dem Auspressen fein abreiben.

Sinnvolle Alternativen

Backpulver

Die Pfeffernüsse werden etwas weniger locker.

Das Hirschhornsalz durch 1 Teelöffel Backpulver ersetzen und das Backpulver mit den trockenen Zutaten vermischen.

Gemahlene Muskatnuss

Das Gewürzaroma wird etwas kräftiger und markanter.

Die gemahlene Muskatblüte im gleichen Mengenverhältnis durch gemahlene Muskatnuss ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pfeffernüsse werden fest oder kompakt.

Die Mehlmischung nur kurz unterarbeiten, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.

Den Teig vor dem Formen nochmals vollständig kühlen und die Portionen nicht zu flach drücken.

Das Gebäck ist trocken und schmeckt stark geröstet.

Auf die leicht goldgelben Ränder achten und die Pfeffernüsse nicht zu dunkel werden lassen.

Sehr trockene Stücke können mit etwas dünnerem Zuckerguss bestrichen werden, werden dadurch aber nicht wieder weich.

Der Guss läuft von den Pfeffernüssen herunter.

Die Flüssigkeit portionsweise zugeben und erst auf vollständig ausgekühltes Gebäck streichen.

Etwas Puderzucker einrühren und den Guss erneut auftragen.

Die Pfeffernüsse sind außen fertig, innen aber noch nicht gleichmäßig gebacken.

Mit zwei Teelöffeln möglichst gleich große Portionen abstechen und ausreichend Abstand lassen.

Unfertige Stücke noch kurz weiterbacken und dabei eng beobachten.

Varianten

Pur ohne Zuckerguss

Die vollständig ausgekühlten Pfeffernüsse ohne Guss und Verzierung servieren.

Zitroniger Guss

Für einen frischeren Guss Zitronensaft statt Wasser verwenden.

Servieren und kombinieren

  • Zur Weihnachtskaffeetafel: Die verzierten Pfeffernüsse als kleines Gebäck zu Kaffee oder Tee auf einer Platte anrichten.
  • Mit Guss oder pur: Ein Teil der Pfeffernüsse kann glasiert und verziert werden, während ein anderer Teil pur bleibt. So lassen sich die Gewürznoten und die süße Glasur vergleichen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eier.
  • Milch: enthält · Milch und Butter sind als Zutaten angegeben.
  • Schalenfrüchte (Mandeln): enthält · Das Rezept enthält gemahlene und gehackte Mandeln.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kommt in diese Mecklenburger weißen Pfeffernüsse Pfeffer?

Nein. In dieser Variante kommt kein Pfeffer vor. Das winterliche Aroma entsteht durch Zimt, Nelken, Kardamom, Anis, Muskatblüte oder Muskatnuss und Zitrone.

Kann Hirschhornsalz ersetzt werden?

Ja. Als Alternative ist 1 Teelöffel Backpulver angegeben. Die Pfeffernüsse werden damit etwas weniger locker.

Kann ich Muskatblüte durch Muskatnuss ersetzen?

Ja. Gemahlene Muskatnuss ist eine passende Alternative und schmeckt etwas kräftiger. Die angegebene Menge von 1/8 Teelöffel bleibt gleich.

Warum muss der Teig gekühlt werden?

Die 30-minütige Kühlzeit macht den weichen Teig etwas fester und erleichtert das Portionieren und flache Drücken der Teighäufchen.

Aus unserer Küche

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