Bezugsquelle und Alternative
Hirschhornsalz ist meist in gut sortierten Supermärkten, Backfachgeschäften oder bei den Backzutaten erhältlich. Als Alternative kann Backpulver verwendet werden; das Gebäck wird damit etwas weniger locker.
Gewürztes Weihnachtskleingebäck
Kleine, hell gebackene Gewürzkekse mit gemahlenen Mandeln, Zitrone und winterlichen Gewürzen. Der weiche Teig wird gekühlt, portionsweise gebacken und anschließend mit Zitronen- oder Wasser-Zuckerguss, Mandeln und kandierten Kirschen verziert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Mecklenburger weiße Pfeffernüsse sind ein feines Weihnachtsgebäck aus der regionalen Mecklenburg-Vorpommern-Rezepttradition. Trotz ihres Namens kommt diese Variante ohne Pfeffer aus: Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Muskatblüte geben den kleinen Keksen ihr warmes Gewürzaroma. Gemahlene Mandeln und Zitrone runden den Geschmack ab, während ein heller Zuckerguss für die typische festliche Verzierung sorgt.
Die Pfeffernüsse sind außen leicht goldgelb und zart, innen weich und mürbe. Mandeln sorgen für einen milden, nussigen Geschmack, während Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Muskatblüte warm und winterlich wirken. Der helle Guss bringt eine glatte, süße Oberfläche und einen feinen Zitronenton.
Schritt für Schritt
Das Hirschhornsalz in der Milch vollständig auflösen. Weizenmehl, gemahlene Mandeln, Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Muskatblüte beziehungsweise Muskatnuss in einer Rührschüssel gründlich vermischen.
Daran erkennst du es: Das Hirschhornsalz ist vollständig in der Milch gelöst und die Gewürze sind gleichmäßig im Mehl verteilt.
Die weiche Butter mit dem Zucker in der zweiten Rührschüssel cremig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Zitronenschale und Zitronensaft dazugeben und kurz vermischen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist cremig und die Eier sind gleichmäßig eingearbeitet.
Die Mehlmischung und die Milch mit dem aufgelösten Hirschhornsalz kurz unter die Butter-Ei-Masse arbeiten, bis ein weicher, gleichmäßiger Teig entsteht. Den Teig abgedeckt 30 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermischt und nach dem Kühlen etwas fester, aber weiterhin weich formbar.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen; alternativ 170 °C Umluft verwenden. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Backofens vorsichtig vorgehen.
Mit zwei Teelöffeln kleine Portionen auf die vorbereiteten Bleche setzen. Die Finger leicht bemehlen und die Teighäufchen vorsichtig flach drücken. Zwischen den einzelnen Portionen etwas Abstand lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigportionen sind annähernd gleich groß und berühren sich nicht.
Die Pfeffernüsse nacheinander 10 bis 12 Minuten backen. Die Bleche bei mehreren Durchgängen jeweils vollständig in den vorgeheizten Ofen geben.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind leicht goldgelb, die Oberfläche bleibt hell und die Mitte ist noch weich.
Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeignetem Ofenhandschuh herausnehmen.
Das Gebäck vollständig auskühlen lassen. Puderzucker mit Wasser oder Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Die Pfeffernüsse damit bestreichen und mit gehackten Mandeln sowie kandierten Kirschen verzieren. Den Guss vollständig trocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Pfeffernüsse sind vollständig ausgekühlt und der Guss ist dickflüssig, haftet auf der Oberfläche und trocknet anschließend fest.
Gut zu wissen
Hirschhornsalz ist meist in gut sortierten Supermärkten, Backfachgeschäften oder bei den Backzutaten erhältlich. Als Alternative kann Backpulver verwendet werden; das Gebäck wird damit etwas weniger locker.
Gemahlene Muskatblüte kann durch gemahlene Muskatnuss ersetzt werden. Muskatnuss schmeckt etwas kräftiger, deshalb die angegebene Menge nicht erhöhen.
Für die abgeriebene Schale eine unbehandelte Zitrone verwenden und die Schale vor dem Auspressen fein abreiben.
Die Pfeffernüsse werden etwas weniger locker.
Das Hirschhornsalz durch 1 Teelöffel Backpulver ersetzen und das Backpulver mit den trockenen Zutaten vermischen.
Das Gewürzaroma wird etwas kräftiger und markanter.
Die gemahlene Muskatblüte im gleichen Mengenverhältnis durch gemahlene Muskatnuss ersetzen.
Die Mehlmischung nur kurz unterarbeiten, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
Den Teig vor dem Formen nochmals vollständig kühlen und die Portionen nicht zu flach drücken.
Auf die leicht goldgelben Ränder achten und die Pfeffernüsse nicht zu dunkel werden lassen.
Sehr trockene Stücke können mit etwas dünnerem Zuckerguss bestrichen werden, werden dadurch aber nicht wieder weich.
Die Flüssigkeit portionsweise zugeben und erst auf vollständig ausgekühltes Gebäck streichen.
Etwas Puderzucker einrühren und den Guss erneut auftragen.
Mit zwei Teelöffeln möglichst gleich große Portionen abstechen und ausreichend Abstand lassen.
Unfertige Stücke noch kurz weiterbacken und dabei eng beobachten.
Die vollständig ausgekühlten Pfeffernüsse ohne Guss und Verzierung servieren.
Für einen frischeren Guss Zitronensaft statt Wasser verwenden.
Häufig gefragt
Nein. In dieser Variante kommt kein Pfeffer vor. Das winterliche Aroma entsteht durch Zimt, Nelken, Kardamom, Anis, Muskatblüte oder Muskatnuss und Zitrone.
Ja. Als Alternative ist 1 Teelöffel Backpulver angegeben. Die Pfeffernüsse werden damit etwas weniger locker.
Ja. Gemahlene Muskatnuss ist eine passende Alternative und schmeckt etwas kräftiger. Die angegebene Menge von 1/8 Teelöffel bleibt gleich.
Die 30-minütige Kühlzeit macht den weichen Teig etwas fester und erleichtert das Portionieren und flache Drücken der Teighäufchen.
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