Schwarzsauer aus Schleswig-Holstein

Norddeutsche Blutsuppe

Schwarzsauer ist eine säuerlich-würzige, dunkle Suppe mit Schweinefleisch und Schweineblut. Essig und Gewürze geben dem Sud seinen charakteristischen Geschmack.

Zum Rezept
Schwarzsauer aus Schleswig-Holstein
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 5 Min.
Gesamtzeit ca. 2 Std. 30 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame Köcheln macht die Fleischwürfel weich und gibt dem Sud Zeit, die Aromen von Zwiebeln und Gewürzen aufzunehmen.
  • Schweineblut bindet den Sud und verleiht ihm seine dunkle Farbe und sämige Konsistenz.
  • Essig sorgt für die typische Säure, die sich zum Schluss mit Zucker und Salz ausbalancieren lässt.

Schwarzsauer, auch Swattsuer genannt, ist ein schleswig-holsteinisches Gericht mit Schweinefleisch und Schweineblut. Das Fleisch köchelt langsam in einem Essig-Gewürz-Sud; zum Schluss wird das Blut eingerührt und mit dem Sud aufgekocht.

Dunkel und sämig, mit zartem Schweinefleisch und einem kräftig-würzigen, deutlich säuerlichen Sud.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleisch und Sud ansetzen

    Das Schweinefleisch mit Wasser, den halbierten Zwiebeln, Lorbeer, Pfeffer, Piment, Nelken, etwa 80 ml Branntweinessig und 1 TL Salz in den großen Topf geben. Langsam erhitzen und den entstehenden Schaum abschöpfen.

    Daran erkennst du es: Der Sud erhitzt sich langsam; aufsteigenden Schaum abschöpfen.

    • Den Essig zunächst abmessen und etwa 80 ml für den Sud verwenden.
  2. Fleisch weich köcheln

    Die Hitze reduzieren, den Topf zudecken und das Fleisch 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden sanft köcheln lassen. Während das Fleisch gart, den Arbeitsplatz aufräumen und das Sieb sowie die Schüssel bereitlegen.

    105 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch soll weich sein; falls nötig, bis zu 15 Minuten länger köcheln lassen.

    • Nur sanft köcheln lassen, nicht stark sprudelnd kochen.
  3. Sud abseihen

    Das Fleisch aus dem Topf nehmen und in einer Schüssel warm halten. Den Sud durch ein Sieb zurück in den Topf gießen. Zwiebeln und Gewürze werden nicht weiterverwendet.

  4. Schweineblut einrühren

    Das gekühlte Schweineblut langsam durch ein feines Sieb in den heißen Sud gießen und dabei gründlich rühren. Den Sud unter ständigem Rühren aufkochen und anschließend 5 Minuten sanft köcheln lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sud ist dunkel und gebunden; während des Aufkochens und Köchelns kontinuierlich rühren.

    • Das Blut langsam zugießen und gründlich rühren, damit es sich gleichmäßig verteilt.

    Wichtig: Nur frisches, ausdrücklich zum Verzehr bestimmtes und bis zur Verwendung gekühltes Schweineblut verwenden.

  5. Abschmecken und servieren

    Das Fleisch wieder in den Topf geben. Zucker und den restlichen Branntweinessig einrühren. Mit Salz und bei Bedarf mit etwas zusätzlichem Essig abschmecken und heiß servieren.

    Daran erkennst du es: Heiß servieren und die Säure sowie Salzmenge nach Geschmack ausbalancieren.

    • Mit dem zusätzlichen Essig und Salz vorsichtig beginnen und nach Geschmack nachjustieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Schweineblut vorbestellen: Frisches, für den Verzehr bestimmtes Schweineblut kann beim Metzger oder einer Schlachterei vorbestellt werden. Stimme dort die gekühlte Lagerung und den Verbrauch ab.
  • Säure nach Geschmack anpassen: Der Sud soll säuerlich-würzig schmecken. Gib zusätzlichen Essig nur nach und nach dazu und schmecke zwischendurch ab.

Zutatenwissen

Schweineblut gekühlt besorgen

Verwende nur Schweineblut, das ausdrücklich für den Verzehr bestimmt ist. Bestelle es rechtzeitig vor und kläre mit dem Metzger oder der Schlachterei die gekühlte Lagerung und den Verbrauch.

Bauch oder Nacken

Für das Rezept eignet sich Schweinebauch oder Schweinenacken; das Fleisch wird in etwa 4 cm große Würfel geschnitten und lange sanft geköchelt.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Sud wird klumpig oder das Blut verteilt sich ungleichmäßig.

Das gekühlte Blut langsam durch ein feines Sieb zugießen und dabei kontinuierlich rühren.

Den Sud weiter gründlich rühren; falls nötig, erneut durch ein feines Sieb geben.

Der Sud schmeckt zu sauer.

Den restlichen Essig und zusätzlichen Essig nach und nach einrühren und zwischendurch abschmecken.

Mit einer kleinen Menge Zucker ausgleichen und erneut abschmecken.

Das Fleisch ist nach der angegebenen Garzeit noch nicht weich.

Nach 1 Stunde 45 Minuten eine Garprobe machen und das Fleisch bei Bedarf bis zu 15 Minuten länger sanft köcheln lassen.

Zugedeckt weiter sanft köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist.

Servieren und kombinieren

  • Heiß servieren: Schwarzsauer heiß servieren, sodass Fleisch und dunkler, säuerlich-würziger Sud gemeinsam auf den Teller kommen.

Lebensmittelsicherheit

  • Schweineblut gekühlt verwenden: Nur frisches, ausdrücklich für den Verzehr bestimmtes Schweineblut verwenden und bis zum Einrühren gekühlt halten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Schwarzsauer?

Schwarzsauer ist eine schleswig-holsteinische, säuerlich-würzige Suppe mit Schweinefleisch und Schweineblut. Das Blut gibt dem Sud seine dunkle Farbe und bindet ihn.

Was bedeutet Swattsuer?

Swattsuer ist ein niederdeutscher Name für Schwarzsauer.

Wo bekomme ich Schweineblut?

Frisches Schweineblut für den Verzehr kannst du bei einem Metzger oder einer Schlachterei vorbestellen. Stimme dort die gekühlte Lagerung und den Verbrauch ab.

Welches Fleisch eignet sich für Schwarzsauer?

Das Rezept verwendet Schweinebauch oder Schweinenacken. Das Fleisch wird in etwa 4 cm große Würfel geschnitten und sanft geköchelt, bis es weich ist.

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