Apfelstrudel mit saurer Sahne

Süßer Strudel aus Sachsen-Anhalt

Dünn gezogener Apfelstrudel mit säuerlichen Äpfeln, saurer Sahne, braunem Zucker, Vanille, Zitrone und Zimt. Die Familienrezept-Variante aus Sachsen-Anhalt kommt ohne Rosinen aus und wird goldbraun gebacken.

Zum Rezept
Apfelstrudel mit saurer Sahne
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge 1 Strudel, etwa 8 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Milchprodukte, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der dünn gezogene Teig wird durch das Ruhen elastisch und lässt sich dadurch besonders fein ausziehen.
  • Saure Sahne hält die Apfelfüllung saftig und bringt einen frischen, leicht säuerlichen Geschmack.
  • Semmelbrösel nehmen austretenden Fruchtsaft auf und schützen den Teig vor einer zu feuchten Unterseite.
  • Butter und Eigelb-Milch-Mischung sorgen für eine goldbraune, aromatische Oberfläche.

Apfelstrudel mit saurer Sahne verbindet hauchdünnen, elastischen Teig mit einer saftigen Apfelfüllung. Saure Sahne, Zitronenabrieb und säuerliche Äpfel geben der Füllung Frische, während brauner Zucker, Vanille und Zimt für eine warme Süße sorgen. Warm aus dem Ofen schmeckt der Strudel besonders aromatisch.

Außen goldbraun und knusprig, innen weich und saftig mit zarten Apfelscheiben. Die Füllung schmeckt fruchtig-säuerlich, cremig und warm gewürzt nach Vanille und Zimt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig kneten und ruhen lassen

    Mehl und Salz in eine große Schüssel geben. Ei, Öl und zunächst 100 ml lauwarmes Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Falls der Teig zu fest wirkt, esslöffelweise etwas Wasser ergänzen. Den Teig mit etwas Öl aus der Zutatenmenge bestreichen, abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nicht mehr klebrig.

    • Das Ruhen macht den Teig dehnbarer und verringert das Risiko, dass er beim Ausziehen reißt.

    Wichtig: Nach dem Arbeiten mit rohem Ei Hände und Arbeitsflächen gründlich reinigen.

  2. Apfelfüllung mischen

    Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Mit saurer Sahne, braunem Zucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb und Zimt vermengen. Während der Teig ruht, kann die Füllung vorbereitet werden.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Apfelscheiben sind gleichmäßig mit der cremigen Würzmischung überzogen.

    • Die Apfelscheiben möglichst dünn und gleichmäßig schneiden, damit sie im Strudel gleichmäßig weich werden.
  3. Backofen vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

    10 Minuten 180 °C
    • Das Vorheizen kann während der Vorbereitung und des Ausziehens des Teigs erfolgen.

    Wichtig: Beim Hantieren mit dem heißen Backofen auf Verbrennungsgefahr achten.

  4. Teig ausziehen und vorbereiten

    Ein sauberes Küchentuch mit Mehl bestäuben. Den Teig darauf zunächst ausrollen und anschließend vorsichtig mit den Händen zu einem großen, sehr dünnen Rechteck ziehen. Der Teig darf fast durchsichtig werden. Mit der Hälfte der zerlassenen Butter bestreichen und die Semmelbrösel auf dem unteren Teigdrittel verteilen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sehr dünn, möglichst gleichmäßig und weist keine großen Risse auf.

    • Den Teig nicht an einzelnen Stellen ziehen, sondern mit den Handrücken von der Mitte nach außen arbeiten.
  5. Füllen und aufrollen

    Die Apfelfüllung auf den Semmelbröseln verteilen und dabei an den Seiten etwa 3 cm Rand lassen. Die Seitenränder einschlagen und den Strudel mithilfe des Tuchs von der langen Seite her aufrollen. Mit der Naht nach unten auf das Backblech legen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Strudel ist gleichmäßig gerollt und liegt mit der Naht nach unten auf dem Blech.

    • Das Küchentuch unterstützt das Aufrollen und verhindert, dass der dünne Teig unnötig gedehnt wird.
  6. Bestreichen

    Eigelb und Milch verrühren. Den Strudel damit bestreichen und mit der restlichen zerlassenen Butter beträufeln.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit der Eigelb-Milch-Mischung überzogen.

    • Die Butter in zwei Portionen verwenden: eine Hälfte für den Teig, die andere für die Oberfläche.

    Wichtig: Die Eigelb-Milch-Mischung nur auf den ungebackenen Strudel auftragen und danach vollständig durchbacken.

  7. Backen und servieren

    Den Strudel 30 bis 35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Servieren etwa 10 Minuten ruhen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

    35 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und der Teig wirkt knusprig.

    • Den Strudel nach dem Backen kurz ruhen lassen, damit sich die Füllung etwas setzt und sauberer portionieren lässt.

    Wichtig: Vor dem Anschneiden vorsichtig abkühlen lassen, da die Apfelfüllung sehr heiß sein kann.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teigruhe nicht überspringen: Die 30-minütige Ruhezeit macht den Teig elastischer und erleichtert das sehr dünne Ausziehen.
  • Mit dem Tuch aufrollen: Das Küchentuch trägt den dünnen Teig beim Aufrollen und hilft, den Strudel gleichmäßig und ohne starkes Ziehen zu formen.
  • Kurz ruhen lassen: Die Ruhezeit nach dem Backen hilft der heißen Füllung, sich etwas zu setzen, bevor der Strudel portioniert wird.

Zutatenwissen

Säuerliche Äpfel verwenden

Säuerliche, schnittfeste Äpfel geben der Füllung Frische und behalten beim Backen eine erkennbare Struktur.

Semmelbrösel als Saftschutz

Die Semmelbrösel liegen zwischen Teig und Füllung und nehmen austretenden Apfelsaft auf. Dadurch bleibt die Unterseite des Strudels stabiler.

Butter aufteilen

Die Hälfte der zerlassenen Butter wird vor dem Füllen auf den Teig gestrichen, die andere Hälfte kommt nach dem Bestreichen auf die Oberfläche.

Sinnvolle Alternativen

Strudelteigmehl oder Weizenmehl Type 550

Der Teig kann etwas kräftiger und weniger zart werden.

Im gleichen Mengenbereich verwenden und das Wasser weiterhin nach Teigkonsistenz dosieren.

Schmand

Die Füllung wird etwas reichhaltiger und meist weniger säuerlich.

Schmand direkt wie saure Sahne mit den Äpfeln und den Gewürzen vermengen.

Margarine

Das Aroma wird neutraler und die Oberfläche kann etwas anders bräunen.

Margarine vollständig schmelzen und wie die Butter aufteilen.

Milch oder pflanzlicher Drink

Die Oberfläche wird weniger kräftig goldbraun.

Den Strudel vor dem Backen dünn damit bestreichen; die Butter bleibt unverändert.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig reißt beim Ausziehen stark ein.

Den Teig vollständig ruhen lassen und beim Ausziehen mit den Handrücken gleichmäßig von der Mitte nach außen arbeiten.

Kleine Risse können mit einem dünnen Teigstück abgedeckt werden; große Risse vorsichtig zusammendrücken und den Strudel dennoch mit der Naht nach unten aufrollen.

Die Unterseite des Strudels wird weich oder durchweicht.

Die Semmelbrösel gleichmäßig auf dem unteren Teigdrittel verteilen und die Füllung nicht unnötig lange stehen lassen.

Den Strudel im unteren Bereich des heißen Ofens einige Minuten länger backen, bis der Teig stabiler wirkt.

Die Apfelfüllung tritt beim Backen an den Seiten aus.

An den Seiten etwa 3 cm Rand lassen, die Ränder einschlagen und den Strudel mit der Naht nach unten auflegen.

Ausgetretene Füllung vorsichtig entfernen und den Strudel nach dem Backen vollständig ruhen lassen.

Der Teig bleibt blass oder innen teigig.

Den Ofen rechtzeitig vorheizen und auf die goldbraune Oberfläche als Garhinweis achten.

Den Strudel bei gleicher Temperatur weiterbacken und die Oberfläche bei Bedarf locker abdecken.

Varianten

Mit Vanillesoße

Der warme Strudel wird zusätzlich mit Vanillesoße serviert.

Apfel-Birnen-Strudel

Ein Teil der Äpfel wird durch Birnen ersetzt, wodurch die Füllung milder und aromatischer wird.

Mit Walnüssen

Gehackte Walnüsse ergänzen die Füllung um nussige Aromen und zusätzlichen Biss.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch warm: Den Strudel lauwarm in Stücke schneiden und mit Puderzucker bestäuben.
  • Mit Vanillesoße: Die warmen Strudelstücke mit Vanillesoße servieren. Die cremige Soße ergänzt die säuerliche Apfelfüllung.
  • Mit zusätzlicher saurer Sahne: Für einen deutlich frischeren Kontrast etwas gekühlte saure Sahne zum warmen Strudel reichen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der ungebackene Strudel kann einige Stunden im Voraus vorbereitet, abgedeckt kühl gestellt und kurz vor dem Backen mit der Eigelb-Milch-Mischung bestrichen werden. Vor dem Backen nicht lange bei Raumtemperatur stehen lassen.

Aufbewahren

Den vollständig abgekühlten Strudel abgedeckt aufbewahren. Für die beste Teigstruktur möglichst am selben Tag verzehren.

Füllung und Oberfläche enthalten Milch und Ei; bei längerer Aufbewahrung gekühlt lagern.

Aufwärmen

  • Backofen: Stücke auf ein Blech legen und bei etwa 160 °C erwärmen, bis sie durchgehend warm sind und die Oberfläche wieder etwas knusprig wirkt.
  • Mikrowelle: Ein einzelnes Stück kurz erwärmen und anschließend einige Minuten ruhen lassen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten und Weizen: enthält · Weizenmehl und Semmelbrösel sind ausdrücklich enthalten.
  • Milch: enthält · Butter, saure Sahne und Milch sind ausdrücklich enthalten.
  • Ei: enthält · Ei im Teig sowie Eigelb zum Bestreichen sind ausdrücklich enthalten.

Lebensmittelsicherheit

  • Umgang mit rohem Ei: Nach dem Verarbeiten von Ei und Eigelb Hände, Arbeitsflächen und verwendete Utensilien gründlich reinigen.
  • Heiße Apfelfüllung: Den gebackenen Strudel vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen und vorsichtig portionieren, da die Füllung sehr heiß sein kann.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Enthält dieser Apfelstrudel Rosinen?

Nein. Diese Variante wird ausdrücklich ohne Rosinen zubereitet und setzt stattdessen auf saure Sahne, Vanille, Zitrone und Zimt.

Welche Äpfel eignen sich am besten?

Am besten eignen sich säuerliche, schnittfeste Äpfel, die beim Backen aromatisch werden und nicht vollständig zerfallen.

Wie dünn sollte der Strudelteig werden?

Der Teig sollte sehr dünn und stellenweise fast durchsichtig sein. Kleine dünne Stellen sind unproblematisch, solange keine großen Risse entstehen.

Wie wird der Strudel serviert?

Der Strudel schmeckt warm oder lauwarm, mit Puderzucker bestäubt und nach Wunsch mit Vanillesoße oder zusätzlicher saurer Sahne.

Aus unserer Küche

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