Chinakohl auswählen
Chinakohl ist meist in größeren Supermärkten, Asia-Läden und auf gut sortierten Wochenmärkten erhältlich. Weißkohl kann als Alternative verwendet werden und bleibt etwas fester und kräftiger im Geschmack.
Bayerische Fermentküche
Knackiges, würzig-säuerliches Kimchi aus Chinakohl, Rettich, Birne, Porree und weiteren Gemüsezutaten. Die bayerische Variante fermentiert im Glas durch Milchsäuregärung und passt als Beilage zur Brotzeit, zu Kartoffeln oder zu kräftigen Hauptgerichten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bayerisches Kimchi verbindet die würzige Idee des koreanischen Klassikers mit Gemüse aus der bayerischen Alltagsküche. Chinakohl, Rettich, Birne und Porree werden mit Ingwer, Paprika und Sojasauce vermengt und nicht in Essig, sondern durch Milchsäuregärung veredelt. So entsteht eine knackige, säuerlich-würzige Beilage mit bayerischer Note.
Knackiges Gemüse mit lebhafter Säure, würziger Sojasaucen- und Paprikanote, frischer Schärfe von Ingwer und Chili sowie einer mild-fruchtigen Rundung durch die Birne.
Schritt für Schritt
Gläser, Deckel und Gewichte gründlich mit heißem Wasser reinigen. Den Chinakohl längs vierteln, den Strunk entfernen und die Blätter in etwa 3 cm breite Stücke schneiden.
Wichtig: Nur saubere, unbeschädigte Gläser und Gewichte verwenden.
Den Chinakohl mit 20 g Salz vermengen und fünf Minuten kräftig durchkneten. Anschließend 60 bis 90 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, bis deutlich Flüssigkeit austritt.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist weicher geworden und es hat sich deutlich Flüssigkeit gesammelt.
Gemüsebrühe oder Wasser und Mehl in einem kleinen Topf glatt verrühren. Unter Rühren erhitzen, bis die Mischung leicht andickt. Den Zucker einrühren und die Paste vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Paste ist leicht angedickt und vollständig abgekühlt, bevor sie weiterverarbeitet wird.
Rettich und Karotte grob raspeln. Porree in feine Ringe schneiden. Zwiebel, Birne, Ingwer und Knoblauch grob zerkleinern.
Die abgekühlte Mehlpaste mit Sojasauce, Paprikapulver und Chiliflocken sowie Zwiebel, Birne, Ingwer und Knoblauch fein pürieren.
Daran erkennst du es: Die Paste ist möglichst gleichmäßig und fein püriert.
Den gesalzenen Chinakohl mit Rettich, Karotte und Porree vermengen. Die Gewürzpaste gründlich unterarbeiten, bis jedes Gemüse gleichmäßig überzogen ist.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist gleichmäßig mit der Paste überzogen.
Die Mischung portionsweise in die vorbereiteten Gläser füllen und mit einem sauberen Stampfer oder Löffel fest nach unten drücken. Die Flüssigkeit muss das Gemüse bedecken. Oben etwa 3 cm Platz lassen und die Gewichte auflegen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse liegt unter der Flüssigkeit, die Gewichte liegen auf und oben bleiben etwa 3 cm Freiraum.
Wichtig: Das Gemüse muss vollständig von Flüssigkeit bedeckt bleiben.
Die Gläser mit Fermentationsdeckeln verschließen. Bei normalen Schraubgläsern die Deckel nur locker auflegen oder täglich kurz öffnen, damit Gase entweichen können. Das Kimchi 5 bis 7 Tage bei etwa 18 bis 22 Grad stehen lassen. Ab dem dritten Tag kann vorsichtig probiert werden.
Daran erkennst du es: Die gewünschte Säure ist erreicht und das Gemüse bleibt knackig.
Wichtig: Bei Schraubgläsern regelmäßig vorsichtig entlüften, damit sich kein übermäßiger Druck aufbaut.
Sobald die gewünschte Säure erreicht ist, die Gläser fest verschließen und in den Kühlschrank stellen. Das Gemüse stets unter der Flüssigkeit halten und mit sauberem Besteck entnehmen. Bei pelziger Oberfläche, ungewöhnlichen Farben oder fauligem Geruch das gesamte Glas entsorgen.
Daran erkennst du es: Das Kimchi ist gekühlt und bleibt bei der Entnahme unter der Flüssigkeit.
Wichtig: Bei sichtbarem Schimmel, ungewöhnlichen Farben oder fauligem Geruch nicht probieren, sondern das gesamte Glas entsorgen.
Gut zu wissen
Chinakohl ist meist in größeren Supermärkten, Asia-Läden und auf gut sortierten Wochenmärkten erhältlich. Weißkohl kann als Alternative verwendet werden und bleibt etwas fester und kräftiger im Geschmack.
Frischer weißer Rettich ist besonders auf Wochenmärkten und im Herbst auch direkt bei Gemüsebetrieben erhältlich. Radieschen können ihn ersetzen, schmecken schärfer und bringen etwas weniger Saft mit.
Grobes Salz ohne Jod ist im Supermarkt, Bioladen oder bei Gewürzhändlern erhältlich. Feines Salz funktioniert ebenfalls, löst sich aber schneller und lässt sich etwas schwerer gleichmäßig dosieren.
Das Kimchi bleibt etwas fester und schmeckt kräftiger.
Weißkohl ebenso in Stücke schneiden und mit der vorgesehenen Salzmenge verkneten.
Die Mischung wird schärfer und etwas weniger saftig.
Radieschen grob raspeln und wie den Rettich unter das Gemüse mischen.
Die Paste schmeckt etwas weniger kräftig, die Fermentation funktioniert weiterhin.
Das Wasser kalt mit dem Mehl verrühren und wie beschrieben erhitzen.
Das Salz löst sich schneller und muss besonders gleichmäßig verteilt werden.
Die gleiche Masse verwenden und den Kohl gründlich durchkneten.
Die Mischung portionsweise einfüllen, fest nach unten drücken und die Gewichte auflegen.
Solange keine auffälligen Veränderungen erkennbar sind, das Gemüse mit sauberem Werkzeug unter die vorhandene Flüssigkeit drücken. Bei pelziger Oberfläche, ungewöhnlichen Farben oder fauligem Geruch das gesamte Glas entsorgen.
Die Paste vor dem Pürieren und Vermengen vollständig abkühlen lassen.
Wenn die Mischung noch nicht im Glas ist, vollständig abkühlen lassen und erst danach weiterarbeiten.
Fermentationsdeckel verwenden oder normale Schraubdeckel nur locker auflegen beziehungsweise täglich vorsichtig öffnen.
Das Glas vorsichtig öffnen, Gas entweichen lassen und anschließend wieder locker verschließen.
Ab dem dritten Tag vorsichtig probieren und die gewünschte Säure abwarten.
Das Glas weiter beobachten und erst bei erreichter gewünschter Säure kühlen.
Eine mildere Version mit zurückhaltender Chiliwürze, bei der die Säure und das Gemüsearoma stärker im Vordergrund stehen.
Weißkohl ersetzt den Chinakohl und ergibt eine festere, kräftiger schmeckende bayerische Variante.
Das Kimchi kann vollständig vorbereitet und 5 bis 7 Tage bei etwa 18 bis 22 °C fermentiert werden. Sobald die gewünschte Säure erreicht ist, die Gläser fest verschließen und kühlen.
Nach erreichter Säure im Kühlschrank aufbewahren. Das Gemüse stets unter der Flüssigkeit halten und mit sauberem Besteck entnehmen.
Bei pelziger Oberfläche, ungewöhnlichen Farben oder fauligem Geruch das gesamte Glas entsorgen.
Einfrieren ist für dieses fermentierte, knackige Gemüse nicht vorgesehen und kann die Textur beeinträchtigen.
Häufig gefragt
Ja. Weißkohl ist eine passende Alternative und bleibt etwas fester und kräftiger im Geschmack.
Radieschen können den Rettich ersetzen. Sie schmecken schärfer und bringen etwas weniger Saft mit.
Das Kimchi fermentiert etwa 5 bis 7 Tage bei 18 bis 22 °C. Ab dem dritten Tag kann vorsichtig probiert werden; sobald die gewünschte Säure erreicht ist, kommt es in den Kühlschrank.
Ja. Die Deckel während der aktiven Fermentation nur locker auflegen oder täglich kurz öffnen, damit Gase entweichen können.
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