Rhabarber vorbereiten
Die äußeren Fäden können bei kräftigen oder älteren Stangen zäh sein. Deshalb die Stangen nach dem Waschen prüfen und bei Bedarf dünn abziehen.
Bayerischer Rhabarber-Blechkuchen
Säuerlicher Rhabarber auf lockerem Rührteig, bedeckt mit einer luftigen Baiserhaube und auf dem Blech gebacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser Rhabarberkuchen verbindet fruchtige Säure mit buttrigem Rührteig und einer glänzenden, leicht karamellisierten Baiserhaube. Der Rhabarber wird vor dem Baiserbelag mit dem Teig vorgebacken, damit die Haube hell bleibt und innen zart gelingt. In Stücke geschnitten passt der Blechkuchen besonders schön auf die Kaffeetafel.
Saftiger, lockerer Rührteig trifft auf weich-säuerlichen Rhabarber und eine luftige, glänzende Baiserhaube mit hellgoldenen Spitzen.
Schritt für Schritt
Das tiefe Backblech mit Backpapier auslegen und den Rand dünn mit Butter einfetten. Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Rhabarber waschen, die Enden abschneiden und die Stangen falls nötig dünn abziehen. Anschließend in etwa 1 cm breite Stücke schneiden.
Butter, Zucker, Vanillezucker und die Prise Salz cremig rühren. Die Eigelbe nacheinander unterarbeiten. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch kurz zu einem glatten, streichfähigen Teig verrühren.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und streichfähig.
Den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Blech verstreichen und mit den Rhabarberstücken belegen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig verteilt und der Rhabarber liegt möglichst flächig darauf.
Den belegten Kuchen im mittleren Einschub 25 Minuten vorbacken.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gesetzt, aber noch nicht vollständig durchgebacken.
Während der Kuchen vorbackt, das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt und feste Spitzen bildet. Den Zitronensaft kurz unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Baisermasse ist glänzend und bildet feste Spitzen.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen. Die Baisermasse locker bis an den Rand verstreichen und den Kuchen weitere 15 bis 20 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Die Baiserhaube ist hellgolden und an den Spitzen leicht gebräunt.
Den Kuchen auf dem Blech vollständig auskühlen lassen, damit sich der Rührteig setzt und die Baiserhaube stabil bleibt. Anschließend in etwa 20 Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Der Kuchen ist vollständig abgekühlt und lässt sich sauber schneiden.
Gut zu wissen
Die äußeren Fäden können bei kräftigen oder älteren Stangen zäh sein. Deshalb die Stangen nach dem Waschen prüfen und bei Bedarf dünn abziehen.
Eigelb und Eiweiß getrennt verwenden. Das Eiweiß für die Baiserhaube sollte möglichst frei von Eigelb bleiben, damit es steif geschlagen werden kann.
Weiche Butter verbindet sich leichter mit Zucker und Eigelb. Sie sollte weich, aber nicht flüssig sein.
Der Teig kann etwas nussiger schmecken und bei langem Rühren geringfügig kompakter werden.
Dinkelmehl in gleicher Menge verwenden und nur kurz mit den übrigen Zutaten verrühren.
Der Geschmack verändert sich je nach Pflanzendrink leicht; ein ungesüßter Drink hält den Teig geschmacklich neutral.
Milch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Für eine vollständig vegane Version müssten zusätzlich Butter und Eier ersetzt werden; diese Variante ist nicht im vorliegenden Rezept ausgearbeitet.
Aroma und Bräunung können sich verändern; die Konsistenz bleibt bei einer backgeeigneten Margarine ähnlich.
Eine backgeeignete Margarine verwenden und die Butter im Teig mengenmäßig ersetzen. Für das Blech Margarine dünn verstreichen.
Eiweiß sauber trennen, eine fettfreie Schüssel verwenden und den Zucker langsam einrieseln lassen.
Wenn die Masse noch nicht auf dem Kuchen ist, weiter schlagen und prüfen, ob sie wieder feste Spitzen bildet. Eine vollständig misslungene Masse lässt sich nicht zuverlässig retten.
Die Vorbackzeit einhalten und den Teig gleichmäßig dünn auf dem Blech verstreichen.
Den Kuchen ohne zusätzliche Baiserhaube noch einige Minuten weiterbacken, falls die Oberfläche noch nicht vollständig bedeckt ist.
Die Haube ab dem ersten Backen im Blick behalten und sie herausnehmen, sobald sie hellgolden ist.
Die Oberfläche nach dem Abkühlen vorsichtig mit Puderzucker bestäuben oder dunkle Spitzen sparsam entfernen.
Den Kuchen vollständig auf dem Blech auskühlen lassen.
Mit einem scharfen Messer vorsichtig portionieren und die Haube nicht nach unten drücken.
Die Baiserhaube wird mit fein gehobelten Mandeln bestreut und erhält dadurch zusätzlichen Biss.
Der Rührteig erhält eine warme Gewürznote, die gut mit der fruchtigen Säure des Rhabarbers harmoniert.
Die Rezeptmenge kann für ein kleineres Blech reduziert werden; der Teig wird dadurch höher und kann etwas länger backen.
Der Kuchen kann bis zu einem Tag vorher gebacken und vollständig ausgekühlt aufbewahrt werden. Die Baiserhaube kann dabei etwas weicher werden.
Den ausgekühlten Kuchen trocken und vor direkter Wärme geschützt lagern. Für die beste Baiserstruktur möglichst am selben oder nächsten Tag servieren.
Nicht längere Zeit warm oder in direkter Sonne stehen lassen.
Die Baiserhaube kann beim Einfrieren und Auftauen deutlich an Struktur verlieren und weich oder feucht werden.
Häufig gefragt
Nicht jede Stange muss vollständig geschält werden. Kräftige oder ältere Stangen können zähe Außenfasern haben und sollten dann dünn abgezogen werden.
Sie kann während des Vorbackens vorbereitet werden. So bleibt die Wartezeit kurz und die Masse wird direkt nach dem Vorbacken auf den heißen Kuchen gestrichen.
Erst nach dem vollständigen Auskühlen. Dann ist der Rührteig gesetzt und die Baiserhaube stabiler.
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