Düsseldorfer Mehlklöße

Rheinische Mehlkloß-Beilage

Schlichte rheinisch-düsseldorfer Mehlklöße aus Weizenmehl, Eiern und Milch, die als zarte Beilage in siedendem Salzwasser gar ziehen und anschließend in Butter geschwenkt werden.

Zum Rezept
Düsseldorfer Mehlklöße
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 35 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Beilage vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der zähe, kräftig geschlagene Teig hält beim Abstechen seine Form und bleibt innen weich.
  • Das sanfte Garen im siedenden Salzwasser verhindert, dass die Klöße außen zerfallen oder hart werden.
  • Butter überzieht die fertigen Klöße leicht und macht sie besonders passend zu kräftigen Soßen, Schmorgerichten und Gemüse.

Düsseldorfer Mehlklöße sind eine schlichte rheinische Beilage mit weichem Kern und zarter, leicht elastischer Oberfläche. Der zähe Teig wird portionsweise abgestochen, in siedendem Salzwasser gegart und anschließend in Butter geschwenkt.

Die Klöße haben einen weichen, leicht elastischen Kern, eine zarte Oberfläche und einen milden, buttrigen Geschmack mit dezenter Muskatnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig anrühren und ruhen lassen

    Weizenmehl, Eier, Milch, das gestrichene Salz und Muskat in der Rührschüssel zu einem zähen, glatten Teig verrühren. Den Teig kräftig schlagen, bis er Blasen wirft, und anschließend 5 Minuten ruhen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, zäh und wirft beim kräftigen Schlagen Blasen.

    • Der Teig darf deutlich zäher als ein Pfannkuchenteig sein.
    • Nicht vorschnell zusätzliche Flüssigkeit einarbeiten; der Teig soll sich mit dem Löffel abstechen lassen.
  2. Salzwasser erhitzen

    Wasser mit dem Salz für das Kochwasser im weiten Topf aufkochen. Die Hitze anschließend so weit reduzieren, dass das Wasser nur noch sanft siedet.

    Daran erkennst du es: Das Wasser bewegt sich sichtbar, sprudelt aber nicht heftig.

    • Ein weiter Topf bietet den Klößen ausreichend Platz.
    • Starkes Kochen kann die noch weichen Klöße auseinanderreißen.

    Wichtig: Beim Absenken der Hitze und beim Einlegen der Klöße vorsichtig arbeiten, da heißes Wasser spritzen kann.

  3. Nocken einlegen

    Den Esslöffel in das heiße Wasser tauchen. Portionsweise Nocken vom Teig abstechen und vorsichtig ins siedende Wasser gleiten lassen. Nicht zu viele Klöße auf einmal in den Topf geben.

    Daran erkennst du es: Die Teigportionen liegen frei im Wasser und kleben nicht dicht aneinander.

    • Den Löffel vor jeder Portion erneut ins heiße Wasser tauchen.
    • Bei Bedarf in mehreren Durchgängen arbeiten.

    Wichtig: Die Nocken langsam einlegen, damit kein heißes Wasser über den Topfrand spritzt.

  4. Mehlklöße gar ziehen lassen

    Die Mehlklöße 8 bis 10 Minuten im nur siedenden Wasser gar ziehen lassen. Sobald sie an die Oberfläche steigen und durchgegart wirken, mit der Schaumkelle herausheben und abtropfen lassen.

    9 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche und sind im Kern nicht mehr teigig.

    • Die Garzeit hängt von der Größe der Nocken ab.
    • Ein einzelner Probekloß kann nach Ablauf der Mindestzeit geprüft werden.
  5. In Butter schwenken und servieren

    Butter in der Pfanne schmelzen. Die abgetropften Mehlklöße darin kurz schwenken und sofort servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Klöße sind rundum leicht mit geschmolzener Butter überzogen.

    • Die Klöße nur kurz schwenken, damit sie ihre weiche Struktur behalten.
    • Sofort servieren, solange die Butter noch glänzt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teigkonsistenz: Der Teig soll zäh und glatt sein, aber noch portionsweise vom Löffel abgestochen werden können. Ist er zu fest, kann sehr sparsam zusätzliche Milch eingearbeitet werden.
  • Wasser nur sieden lassen: Die Klöße werden nicht sprudelnd gekocht. Sanft siedendes Wasser schont die Oberfläche und hilft, die Nocken zusammenzuhalten.

Zutatenwissen

Mehlwahl

Weizenmehl Type 405 ergibt eine milde, eher zarte Teigstruktur und passt zur beschriebenen weichen, leicht elastischen Konsistenz.

Butter erst am Ende

Die Butter wird nicht in den Teig gegeben, sondern erst zum Schluss zum kurzen Schwenken der gegarten Klöße verwendet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Nocken verlieren im Wasser ihre Form.

Den Teig zäh anrühren und vor dem Garen die Konsistenz mit dem Löffel prüfen.

Etwas Mehl einarbeiten und den Teig erneut kurz ruhen lassen.

Die Klöße zerfallen oder haben eine raue Oberfläche.

Nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und die Wasserbewegung beobachten.

Hitze sofort reduzieren und die verbleibenden Klöße vorsichtiger weitergaren.

Die Klöße kleben zusammen und garen ungleichmäßig.

Die Klöße portionsweise garen und ihnen ausreichend Platz lassen.

Die nächste Portion kleiner ansetzen und die bereits gegarten Klöße mit der Schaumkelle vorsichtig trennen.

Varianten

Mit Butter und Zwiebeln

Die fertigen Mehlklöße werden zusätzlich mit weich gebratenen Zwiebeln serviert.

Servieren und kombinieren

  • Zu Bratensoße: Die gebutterten Mehlklöße mit Bratensoße servieren; ihre leicht elastische Oberfläche nimmt die kräftige Soße gut auf.
  • Zu Schmorgerichten: Als sättigende Beilage passen die Klöße besonders gut zu Schmorgerichten mit reichhaltiger Sauce.
  • Mit kräftigem Gemüse: Die Klöße mit kräftigem Gemüse und etwas zusätzlicher Butter servieren.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Gekochte und abgetropfte Klöße vollständig ausdampfen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verwenden.

Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.

Einfrieren

Die weiche Teigstruktur kann nach dem Einfrieren und Auftauen an Qualität verlieren.

Aufwärmen

  • Pfanne: Die Klöße mit etwas Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze unter vorsichtigem Wenden erwärmen.
  • Siedendes Wasser: Die gekühlten Klöße kurz in heißem, nicht sprudelnd kochendem Wasser erwärmen und anschließend abtropfen lassen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eier.
  • Milch: enthält · Milch und Butter sind enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie zäh soll der Teig für Düsseldorfer Mehlklöße sein?

Der Teig soll zäh und glatt sein und beim kräftigen Schlagen Blasen werfen. Er muss sich mit einem Esslöffel portionsweise abstechen lassen.

Woran erkennt man, dass die Mehlklöße gar sind?

Die Klöße steigen an die Oberfläche und sind im Kern nicht mehr teigig. Bei unterschiedlich großen Nocken kann ein Probekloß angeschnitten werden.

Wozu passen Düsseldorfer Mehlklöße?

Sie passen besonders gut zu Bratensoße, Schmorgerichten und kräftigem Gemüse. Auch mit Butter und Zwiebeln können sie serviert werden.

Aus unserer Küche

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