Waldheidelbeeren oder Kulturheidelbeeren
Waldheidelbeeren färben den Kuchen kräftiger und schmecken aromatischer. Kulturheidelbeeren sind milder und färben den Belag weniger stark.
Bayerischer Blechkuchen
Flacher niederbayerischer Blechkuchen aus lockerem Hefeteig, aromatischen Waldheidelbeeren und knusprigen Butterstreuseln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser niederbayerische Hoawan-Datschi verbindet einen locker aufgegangenen Hefeteig mit fruchtig-säuerlichen Waldheidelbeeren und einer buttrig-knusprigen Streuseldecke. Auf dem Blech gebacken, lässt er sich unkompliziert in viele Stücke schneiden und passt besonders gut zur Kaffeetafel.
Locker und weich am Rand, saftig-fruchtig in der Mitte und von groben, buttrigen Streuseln mit leichter Zimtnote bedeckt. Waldheidelbeeren färben den Belag kräftig violett und geben ihm ein intensives Beerenaroma.
Schritt für Schritt
Das Weizenmehl in die große Schüssel geben. Die frische Hefe mit der lauwarmen Milch und 1 Teelöffel vom Zucker in der kleinen Schüssel verrühren und 5 Minuten stehen lassen.
Hefemilch, den übrigen Zucker, Eier, weiche Butter, Salz und Zitronenabrieb zum Mehl geben. Alles 6–8 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat. Währenddessen können die Streusel vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sein Volumen deutlich vergrößert.
Das Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig auf dem Blech ausrollen oder mit den Händen bis in die Ecken drücken, einen kleinen Rand formen und den Teig nochmals 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt leicht aufgegangen und entspannt.
Für die Streusel Weizenmehl, Zucker, Salz und Zimt mischen. Die kalte Butter dazugeben und mit den Fingern zu groben Streuseln reiben. Bis zum Belegen kalt stellen.
Daran erkennst du es: Es entstehen unregelmäßige, grobe Streusel ohne vollständig homogene Masse.
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Aufgetaute Waldheidelbeeren gut abtropfen lassen. Den Teig mit der weichen Butter bestreichen und die Beeren gleichmäßig darauf verteilen.
Wichtig: Beim Vorheizen und Öffnen des Backofens vor der heißen Innenluft schützen.
Die kalten Streusel gleichmäßig über die Beeren geben. Den Kuchen auf der mittleren Schiene bei 190 °C 30–35 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und der Belag sichtbar saftig ist.
Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun und der Belag sichtbar saftig; die Streusel sind leicht gebräunt.
Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.
Den Kuchen auf dem Blech mindestens 20 Minuten abkühlen lassen. Anschließend lauwarm oder vollständig ausgekühlt mit einem Kuchenmesser in Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Der Kuchen ist schnittfest und der Belag läuft beim Schneiden nicht mehr stark auseinander.
Wichtig: Vor dem Schneiden darauf achten, dass der Belag nicht mehr sehr heiß ist.
Gut zu wissen
Waldheidelbeeren färben den Kuchen kräftiger und schmecken aromatischer. Kulturheidelbeeren sind milder und färben den Belag weniger stark.
Die Butter für Hefeteig, Belag und Streusel wird in drei eigenen Mengen geführt. Weiche Butter wird eingearbeitet oder zum Bestreichen verwendet, kalte Butter bleibt für die Streusel fest.
Der Kuchen schmeckt milder und färbt weniger kräftig; die Saftigkeit kann je nach Beeren leicht abweichen.
Kulturheidelbeeren in gleicher Menge verwenden. Aufgetaute Beeren gründlich abtropfen lassen.
Der Teig kann etwas anders aufgehen; die Gehzeit richtet sich nach der Aktivität der Hefe.
Trockenhefe nach Packungsangabe mit dem Mehl oder der lauwarmen Flüssigkeit verarbeiten und den Teig bis zur deutlichen Volumenzunahme gehen lassen.
Aroma und Bräunung können sich leicht verändern; die Streusel können etwas weicher oder anders knusprig werden.
Milch und Butter jeweils durch geschmacklich neutrale vegane Alternativen ersetzen. Für die Streusel eine feste, kalte vegane Backmargarine verwenden.
Milch nur lauwarm verwenden und die Hefemischung kurz stehen lassen.
Den Teig länger an einem warmen Ort stehen lassen; wenn er gar nicht aufgeht, ist ein vollständiger Neuansatz zuverlässiger.
Beeren vor dem Belegen gründlich abtropfen lassen.
Den Kuchen in kurzen zusätzlichen Backintervallen weiterbacken und anschließend vollständig auskühlen lassen.
Kalte Butter verwenden, grobe Streusel reiben und sie bis zum Belegen kalt stellen.
Den Kuchen vollständig ausbacken; die Oberfläche wird meist trotzdem leicht knusprig.
Mindestens 20 Minuten abkühlen lassen, für saubere Stücke vollständig auskühlen lassen.
Die Stücke vorsichtig mit einem breiten Kuchenheber lösen und den restlichen Kuchen weiter abkühlen lassen.
Eine leichtere Variante mit Hefeteig und Heidelbeerbelag, die nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestäubt werden kann.
Die Streusel erhalten zusätzlich eine frische Zitrusnote.
Ein Teil der Waldheidelbeeren wird durch Himbeeren ersetzt, wodurch der Belag frischer und säuerlicher wird.
Der Kuchen kann bis zu 12 Stunden im Voraus gebacken werden. Nach dem vollständigen Auskühlen abgedeckt bei Raumtemperatur aufbewahren und vor dem Servieren auf Zimmertemperatur bringen.
Den ausgekühlten Kuchen abgedeckt lagern. Bei warmer Raumtemperatur oder nach dem Anschneiden im Kühlschrank aufbewahren; vor dem Servieren kurz temperieren lassen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen, wenn der Kuchen sehr warm gelagert wird oder die Beerenfüllung auffällig feucht ist.
Den vollständig ausgekühlten Kuchen stückweise oder portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Im Kühlschrank oder abgedeckt bei Raumtemperatur auftauen lassen. Anschließend kurz im Ofen erwärmen, wenn die Streusel wieder knuspriger werden sollen.
Die Streusel können nach dem Auftauen etwas weicher sein; frisch gebacken sind sie am knusprigsten.
Häufig gefragt
Ja. Kulturheidelbeeren können in gleicher Menge verwendet werden. Sie schmecken milder und färben den Kuchen weniger kräftig; aufgetaute Beeren sollten gut abtropfen.
Ja. Die Streusel können während der ersten Gehzeit des Hefeteigs zubereitet und bis zum Belegen kalt gestellt werden.
Lauwarm lässt er sich rustikal schneiden. Für besonders saubere Stücke sollte er vollständig auskühlen.
Ja. Den vollständig ausgekühlten Kuchen portionsweise luftdicht verpacken und innerhalb von etwa zwei Monaten verbrauchen. Nach dem Auftauen können die Streusel etwas weicher sein.
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