Pralinen mit Pumpernickel und Datteln

Pralinen-Konfekt aus Westfalen

Kleine Konfektkugeln aus Westfälischem Pumpernickel, Datteln, gerösteten Haselnüssen und Kakao, überzogen mit Zartbitterkuvertüre und mit karamellisierten Pumpernickelbröseln veredelt.

Zum Rezept
Pralinen mit Pumpernickel und Datteln
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 95 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 5 Min.
Menge Pralinen
Gerichtsform und Gerichtsart Süßwaren
Prägende Zutatenfamilie Getreide, Nüsse und Samen, Obst

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Datteln binden die zerbröselten Zutaten zu einer formbaren, angenehm klebrigen Masse.
  • Geröstete Haselnüsse und Kakao ergänzen die malzige Pumpernickelnote mit nussigen und herben Aromen.
  • Die dunkle Kuvertüre bildet eine feste, knackige Hülle um die weiche Konfektfüllung.
  • Karamellisierte Pumpernickelbrösel sorgen zusätzlich für knusprigen Biss und sichtbaren Kontrast.

Pralinen mit Pumpernickel und Datteln verbinden malzigen Roggengeschmack mit der natürlichen Süße weicher Datteln und herber dunkler Schokolade. Die Haselnüsse geben der klebrigen Masse Biss, während karamellisierte Pumpernickelbrösel für eine knusprige Oberfläche sorgen. Die Kugeln lassen sich ohne Backofen herstellen und eignen sich als kleines selbstgemachtes Konfekt.

Außen fest und schokoladig, innen weich, leicht körnig und saftig. Das Aroma reicht von malzigem Roggen und karamellisierter Süße bis zu gerösteten Haselnüssen, Kakao, Zimt und herber Zartbitterschokolade.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Masse herstellen

    Den Pumpernickel fein zerbröseln und die Datteln klein schneiden. Beides mit Haselnüssen, Kakaopulver, Salz und Zimt in den Multizerkleinerer geben und zu einer klebrigen, noch leicht körnigen Masse verarbeiten.

    Daran erkennst du es: Die Masse hält zusammen, ist klebrig und noch leicht körnig.

    • Nicht zu lange zerkleinern, damit etwas Struktur von Nüssen und Pumpernickel erhalten bleibt.
  2. Masse kühlen

    Die Masse 45 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sie fester und besser formbar wird.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist deutlich fester und lässt sich mit den Händen portionieren.

  3. Kugeln formen

    Mit leicht angefeuchteten Händen etwa 18 gleich große Kugeln formen und diese weitere 20 Minuten kalt stellen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kugeln sind fest genug, um beim Überziehen ihre Form zu behalten.

    • Die Hände nur leicht anfeuchten, damit die Oberfläche nicht zu nass wird.
  4. Pumpernickelbrösel karamellisieren

    Die zusätzliche Pumpernickelscheibe fein zerbröseln. Den braunen Zucker in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Die Brösel einrühren, bis sie vom Karamell überzogen sind. Anschließend auf Backpapier verteilen und vollständig abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Brösel sind gleichmäßig mit Karamell überzogen und nach dem Abkühlen knusprig.

    • Die Brösel nach dem Einrühren zügig verteilen, bevor das Karamell wieder fest wird.

    Wichtig: Heißes Karamell kann schwere Verbrennungen verursachen; nicht mit den Fingern berühren.

  5. Kuvertüre schmelzen

    Die Zartbitterkuvertüre klein hacken und in einer Schüssel über einem nur sanft simmernden Wasserbad schmelzen. Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren.

    Daran erkennst du es: Die Kuvertüre ist glatt und vollständig geschmolzen.

    • Wasser und Dampf möglichst von der Kuvertüre fernhalten, damit sie nicht ausflockt.

    Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit heißem Wasser und Wasserdampf.

  6. Pralinen überziehen

    Die gekühlten Kugeln mit zwei Gabeln in die geschmolzene Kuvertüre tauchen und überschüssige Schokolade abtropfen lassen.

    Daran erkennst du es: Jede Kugel ist rundum von einer geschlossenen Schokoladenschicht überzogen.

    • Die Kugeln kurz über der Schüssel abtropfen lassen, damit die Schokoladenschicht nicht zu dick wird.
  7. Brösel aufstreuen

    Die überzogenen Pralinen auf Backpapier setzen und sofort mit den karamellisierten Pumpernickelbröseln bestreuen, solange die Kuvertüre noch weich ist.

    Daran erkennst du es: Die Brösel haften an der noch feuchten Kuvertüre.

    • Die Brösel bei jeder Praline direkt nach dem Überziehen aufstreuen.
  8. Konfekt fest werden lassen

    Das Konfekt mindestens 30 Minuten kühl stellen, bis die Schokolade fest ist. Anschließend bis zum Servieren kühl und trocken aufbewahren.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kuvertüre ist fest und lässt sich ohne Abdrücke anfassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kühlzeiten einhalten: Die beiden Kühlphasen vor dem Überziehen helfen, dass die Kugeln stabil bleiben und nicht an den Gabeln zerfallen.
  • Brösel rechtzeitig aufstreuen: Die karamellisierten Pumpernickelbrösel haften nur zuverlässig, solange die Kuvertüre noch nicht fest geworden ist.
  • Wasser fernhalten: Beim Schmelzen über dem Wasserbad darf kein Wasser in die Kuvertüre gelangen, da sie sonst körnig oder fest werden kann.

Zutatenwissen

Pumpernickel auswählen

Ein dichter Westfälischer Pumpernickel gibt der Masse eine ausgeprägt malzige, kompakte Struktur. Ein dichtes Roggenvollkornbrot ist als Ersatz möglich, verändert aber den Geschmack.

Weiche Datteln verwenden

Weiche, entsteinte Datteln verbinden sich im Multizerkleinerer leichter mit den trockenen Zutaten und machen die Masse formbar.

Kuvertüre zum Überziehen

Die Kuvertüre bildet nach dem Kühlen die feste Außenhülle. Für einen gleichmäßigen Überzug sollte sie vollständig glatt geschmolzen sein.

Sinnvolle Alternativen

Dichtes Roggenvollkornbrot

Die Pralinen schmecken weniger malzig und etwas herber; die Konsistenz kann geringfügig trockener ausfallen.

Das Roggenvollkornbrot möglichst dicht und nicht zu frisch wählen. Für die Masse und für die karamellisierten Brösel jeweils die entsprechende Menge verwenden.

Geröstete Mandeln

Das Aroma wird etwas milder und weniger haselnussig, der Biss bleibt erhalten.

Mandeln ebenfalls rösten und gehackt in die Masse geben.

Weiche getrocknete Feigen

Die Masse wird fruchtiger und erhält kleine Kernchen; je nach Feuchtigkeit kann sie etwas gröber werden.

Stiele entfernen und die Feigen klein schneiden. Falls die Masse nicht ausreichend bindet, die Feigen vor dem Zerkleinern kurz einweichen und gut abtropfen lassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Masse lässt sich nicht zu Kugeln formen und bröselt auseinander.

Weiche Datteln verwenden und die Masse so lange verarbeiten, bis sie klebrig zusammenhält, aber noch Struktur besitzt.

Einzelne Dattelstücke fein hacken und portionsweise unterarbeiten, bis die Masse formbar ist.

Die Kugel bricht beim Eintauchen in die Kuvertüre auseinander.

Die Kugeln fest zusammendrücken und die zweite Kühlzeit vollständig einhalten.

Die Kugeln erneut zusammendrücken und nochmals kalt stellen, bevor sie überzogen werden.

Die Kuvertüre wird dick, körnig oder fest statt glatt.

Das Wasser nur sanft simmern lassen und die Schüssel trocken halten.

Die betroffene Kuvertüre eignet sich möglicherweise noch zum Vermengen mit einer warmen Masse, aber nicht mehr zuverlässig für einen glatten Überzug.

Die karamellisierten Brösel fallen von den Pralinen ab.

Die Brösel unmittelbar nach dem Überziehen aufstreuen.

Die Oberfläche mit einem kleinen Tupfer geschmolzener Kuvertüre bestreichen und die Brösel erneut aufsetzen.

Varianten

Orange-Zimt-Variante

Eine fruchtig-würzige Variante mit stärkerem Zimtaroma und Orangennote.

Kokos-Topping

Die Oberfläche wird statt mit karamellisierten Pumpernickelbröseln mit Kokosraspeln bestreut.

Kaffee-Schokoladen-Variante

Eine kräftigere, leicht herbe Variante für Kaffeearomen.

Servieren und kombinieren

  • Zum Kaffee reichen: Die Pralinen gut gekühlt oder leicht temperiert zu Kaffee servieren. So kommen die Schokoladenhülle und die malzige Füllung besonders klar zur Geltung.
  • Als gemischtes Konfekt: Die Kugeln auf einer kleinen Konfektplatte mit weiteren Pralinen oder getrockneten Früchten anrichten.
  • Als kleines Geschenk: Die vollständig fest gewordenen Pralinen in kleine Papierförmchen setzen und kühl sowie trocken verpacken.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Pralinen können bis zu einem Tag vor dem Servieren vollständig zubereitet werden. Nach dem Festwerden der Kuvertüre in einem geschlossenen Behälter kühl und trocken lagern.

Aufbewahren

Kühl und trocken lagern. Bei Raumtemperatur nur kurz servieren und danach wieder kühl stellen, besonders bei warmer Raumtemperatur.

Vor dem Verzehr auf auffälligen Geruch, Feuchtigkeit oder Veränderungen der Oberfläche prüfen.

Einfrieren

Einfrieren ist für die Qualität nicht vorgesehen, da die Kuvertüre und die weiche Füllung nach dem Auftauen an Struktur verlieren können.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Pumpernickel ist ein Roggenbrot und damit ein Produkt aus glutenhaltigem Getreide.
  • Schalenfrüchte: enthält · Das Rezept enthält Haselnüsse.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Pralinen ohne Multizerkleinerer zubereiten?

Ja. Pumpernickel und Datteln möglichst fein hacken und anschließend mit den übrigen Zutaten gründlich verkneten. Die Masse bleibt dann meist etwas gröber.

Warum müssen die Kugeln vor dem Überziehen gekühlt werden?

Durch die Kühlzeit wird die Dattel-Pumpernickel-Masse fester und bleibt beim Eintauchen in die Kuvertüre besser in Form.

Welche Schokolade eignet sich für den Überzug?

Zartbitterkuvertüre passt am besten zur Süße der Datteln. Wichtig ist, dass sie vollständig glatt schmilzt und nicht mit Wasser in Kontakt kommt.

Wie lange halten sich die Pralinen?

In einem gut schließenden Behälter können sie kühl und trocken gelagert werden. Für die beste Textur sollten sie innerhalb weniger Tage verzehrt werden.

Aus unserer Küche

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