Saarländischer Lebkuchen mit Fenner Harz

Saarländischer Blechkuchen

Saftiger saarländischer Blechkuchen mit Honig, Fenner Harz, kräftigen Gewürzen und lockerem Eischnee. Der Kuchen wird bei 175 °C gebacken und kann nach Wunsch mit Zartbitterschokolade und Mandeln verziert werden.

Zum Rezept
Saarländischer Lebkuchen mit Fenner Harz
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 85 Minuten
Menge 1 tiefes Backblech
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die warme Honig-Sirup-Masse löst den Zucker an und verteilt die kräftigen süßen Aromen gleichmäßig im Teig.
  • Eischnee bringt Luft in die zähflüssige Teigmasse und sorgt für eine lockerere Krume.
  • Zimt, Lebkuchengewürz, Natron, Backpulver und Hirschhornsalz geben dem Blechkuchen Würze und Trieb.
  • Die optionale Schokoladenschicht ergänzt die malzige Süße mit einer herben Note und den Mandeln mit zusätzlichem Biss.

Saarländischer Lebkuchen mit Fenner Harz ist ein saftiger Blechkuchen mit kräftigem Gewürzaroma. Honig und Zuckerrübensirup geben ihm seine dunkle, malzig-süße Note, während der Eischnee den Teig lockert. Im Saarland ist Zuckerrübensirup traditionell unter dem Namen Fenner Harz bekannt; außerhalb der Region findest du ihn meist als Grafschafter Goldsaft oder Zuckerrübensirup.

Dunkler, saftiger Blechkuchen mit malzig-süßem Honig- und Siruparoma, warmem Zimtduft und kräftiger Lebkuchenwürze. Die Krume ist weich und locker, die optionale Schokoladenschicht fest und herb, die Mandeln geben einen leichten Knusperakzent.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Backofen und Blech vorbereiten

    Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das tiefe Backblech gründlich einfetten oder mit Backpapier auslegen. Die Eier trennen und Eigelb und Eiweiß getrennt bereitstellen.

    10 Minuten 175 °C
    • Das Eiweiß lässt sich später besser aufschlagen, wenn Schüssel und Rührbesen fettfrei sind.
  2. Honig-Sirup-Masse erwärmen

    Honig, Fenner Harz und Zucker in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen und rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Masse darf nur warm, nicht heiß werden. Kurz abkühlen lassen und anschließend die Eigelbe einrühren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist gelöst und die Masse bleibt nur warm.

    • Die Masse vor dem Einrühren der Eigelbe kurz abkühlen lassen, damit das Eigelb nicht stockt.

    Wichtig: Die warme Masse vorsichtig handhaben und nicht stark erhitzen.

  3. Trockene Zutaten mischen

    Mehl, Natron, Zimt, Lebkuchengewürz, Backpulver und Hirschhornsalz in einer zweiten Schüssel gleichmäßig vermischen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Backtriebmittel und Gewürze sind gleichmäßig im Mehl verteilt.

  4. Teig anrühren

    Die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch unter die Honigmasse rühren, bis ein glatter, zähflüssiger Teig entsteht.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und zähflüssig, ohne sichtbare Mehlnester.

    • Nicht länger als nötig rühren, sobald keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.
  5. Eischnee unterheben

    Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben, damit möglichst viel Luft erhalten bleibt.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Eischnee ist steif und gleichmäßig, aber ohne ihn vollständig glatt zu rühren.

    • Den Eischnee in zwei bis drei Portionen unterheben und den Spatel dabei von unten nach oben führen.
  6. Lebkuchen backen

    Den Teig auf dem vorbereiteten Backblech verteilen und glatt streichen. Im heißen Ofen etwa 30 bis 35 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob kein Teig mehr daran klebt.

    35 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Ein Holzstäbchen kommt ohne klebrigen Teig heraus.

    • Während der Backzeit kann die optionale Dekoration bereitgestellt werden.

    Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig aus dem Ofen nehmen.

  7. Dekorieren und auskühlen lassen

    Den Lebkuchen etwas abkühlen lassen. Nach Wunsch die Zartbitterschokolade schmelzen, auf dem noch warmen Kuchen verstreichen und mit den halbierten Mandeln verzieren. Vollständig auskühlen lassen und in Stücke schneiden.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Kuchen ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber in Stücke schneiden.

    • Die Schokolade lässt sich gleichmäßiger verstreichen, wenn der Kuchen noch leicht warm, aber nicht heiß ist.

    Wichtig: Geschmolzene Schokolade und der warme Kuchen können heiß sein.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Fenner Harz außerhalb des Saarlands: Fenner Harz ist die regionale Bezeichnung für Zuckerrübensirup. Außerhalb des Saarlands kann dafür meist Zuckerrübensirup oder Grafschafter Goldsaft verwendet werden.
  • Hirschhornsalz: Hirschhornsalz trägt zur Lockerung bei und kann laut Ausgangsrezept notfalls weggelassen werden. Der Lebkuchen wird dann etwas weniger locker.
  • Eischnee vorsichtig unterheben: Vorsichtiges Unterheben bewahrt die eingeschlagene Luft und unterstützt eine lockere Krume.
  • Garprobe: Die Backzeit kann je nach Blech und Teighöhe leicht abweichen. Entscheidend ist die Holzstäbchenprobe ohne klebrigen Teig.

Zutatenwissen

Regionale Sirupbezeichnung

Fenner Harz bezeichnet Zuckerrübensirup in der saarländischen Rezepttradition. Außerhalb der Region ist Zuckerrübensirup eine passende Einkaufsbezeichnung.

Lockerungsmittel

Hirschhornsalz wird in kleiner Menge als Lockerungsmittel eingesetzt. Laut Ausgangsrezept kann es notfalls entfallen.

Optionale Dekoration

Zartbitterschokolade und Mandeln gehören nur zur optionalen Dekoration und können für einen puren Lebkuchen weggelassen werden.

Sinnvolle Alternativen

Zuckerrübensirup oder Grafschafter Goldsaft

Der Geschmack bleibt malzig und kräftig, kann je nach Produkt aber etwas milder ausfallen.

Fenner Harz im gleichen Gewicht durch Zuckerrübensirup ersetzen und wie im Rezept mit Honig und Zucker erwärmen.

Keine Ersetzung

Der Lebkuchen wird etwas weniger locker.

Das Hirschhornsalz einfach weglassen; die übrigen Zutatenmengen unverändert verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Honig-Sirup-Masse wird zu heiß oder das Eigelb stockt beim Einrühren.

Nur bei niedriger Hitze erwärmen und die Masse vor dem Einrühren der Eigelbe kurz abkühlen lassen.

Wenn nur kleine Flocken entstanden sind, die Masse sofort kräftig glatt rühren und anschließend durch ein Sieb geben.

Der Kuchen wird kompakt und wenig locker.

Den Eischnee portionsweise vorsichtig mit dem Gummispatel unterheben.

Ist der Teig noch ungebacken, lässt er sich nicht vollständig retten; möglichst sofort backen und die Backzeit nach der Holzstäbchenprobe beurteilen.

Der Lebkuchen wird trocken oder fest.

Ab 30 Minuten mit der Holzstäbchenprobe prüfen und den Kuchen herausnehmen, sobald kein klebriger Teig mehr am Stäbchen haftet.

Den ausgekühlten Kuchen mit dünnen Stücken servieren oder mit der optionalen Schokolade überziehen.

Die Mitte bleibt klebrig oder setzt sich beim Abkühlen stark.

Die Stäbchenprobe in der Mitte durchführen und bei Bedarf wenige Minuten länger backen.

Den Kuchen nochmals kurz weiterbacken und anschließend vollständig auskühlen lassen.

Varianten

Pur ohne Schokoladenüberzug

Der Lebkuchen wird ohne Schokolade und Mandeln gebacken und serviert, sodass Honig, Fenner Harz und Gewürze im Vordergrund stehen.

Servieren und kombinieren

  • Als saftige Kuchenstücke: Den vollständig ausgekühlten Lebkuchen in handliche Stücke schneiden und pur servieren.
  • Mit Schokoladenüberzug: Die optionale Zartbitterschokolade sorgt für eine herbe Ergänzung zur malzig-süßen Krume. Halbierte Mandeln geben zusätzlichen Biss.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Lebkuchen kann bis zu 24 Stunden vor dem Servieren gebacken, vollständig ausgekühlt und gut abgedeckt aufbewahrt werden. Die Dekoration kann direkt nach dem Backen oder später aufgetragen werden.

Aufbewahren

Den vollständig ausgekühlten Lebkuchen luftdicht und trocken lagern. Im Kühlschrank kann die Krume fester werden; vor dem Servieren auf Raumtemperatur bringen.

Nicht warm und luftdicht verpacken, da sich sonst Kondenswasser bilden kann.

Einfrieren

Den vollständig ausgekühlten Lebkuchen portionsweise oder im Ganzen luftdicht verpacken und einfrieren.

Über Nacht im Kühlschrank oder mehrere Stunden bei Raumtemperatur auftauen lassen. Die Schokoladendekoration möglichst erst nach dem Auftauen auftragen.

Die Krume kann nach dem Auftauen etwas feuchter oder kompakter wirken.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide, Weizen: enthält · Weizenmehl Type 405 oder 550 ist enthalten.
  • Eier: enthält · Vier Hühnereier werden für den Teig verwendet.
  • Milch: enthält · Milch ist Bestandteil des Teigs.
  • Schalenfrüchte, Mandeln: enthält · Mandeln sind als optionale Dekoration vorgesehen und enthalten, wenn die Dekoration verwendet wird.
  • Soja: uncertain · Bei der optionalen Zartbitterschokolade ist ein möglicher Sojaanteil vom verwendeten Produkt abhängig.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Fenner Harz?

Fenner Harz ist die saarländische Bezeichnung für Zuckerrübensirup. Außerhalb des Saarlands ist er meist unter dieser Bezeichnung oder als Grafschafter Goldsaft erhältlich.

Kann ich Hirschhornsalz weglassen?

Ja. Laut Ausgangsrezept kann es notfalls weggelassen werden. Der Lebkuchen wird dann etwas weniger locker.

Kann ich den Lebkuchen ohne Schokolade und Mandeln zubereiten?

Ja. Beide Zutaten sind optional und dienen nur dem Überziehen und Verzieren. Der Lebkuchen kann auch pur vollständig auskühlen und geschnitten werden.

Woran erkenne ich, dass der Lebkuchen fertig ist?

Ein Holzstäbchen sollte ohne klebrigen Teig aus der Mitte des Kuchens herauskommen. Je nach Teighöhe und Blech kann die Backzeit leicht abweichen.

Aus unserer Küche

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