Schwarzwälder-Kirsch-Parfait

Halbgefrorenes Parfait

Cremiges, gefrorenes Parfait mit SauerkirschenEine Sauerkirschsorte mit säuerlichem Fruchtaroma, die frisch oder haltbar gemacht in der Küche verwendet wird., ZartbitterschokoladeDunkle Schokolade mit kräftigem Kakaogeschmack und meist wenig oder keiner Milch., Sahne, Eigelb und Schwarzwälder Kirschwasser für 6 Portionen.

Zum Rezept
Schwarzwälder-Kirsch-Parfait
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 6 Std. 15 Min.
Gesamtzeit ca. 7 Std. 10 Min.
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gefrorene Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Gefrieren, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die über dem Wasserbad aufgeschlagene Eigelb-Zucker-Masse sorgt für eine cremige, luftige Basis.
  • Die leicht gebundene Kirschschicht bringt fruchtige Säure und verhindert, dass die Kirschen beim Schneiden vollständig aus dem Parfait rutschen.
  • Zartbitterschokolade ergänzt die Sauerkirschen mit herben Kakaonoten und sorgt für angenehmen Biss.
  • Das Kirschwasser verstärkt das Kirschprofil und macht die Verbindung zur Schwarzwälder Aromatik deutlich.

Schwarzwälder-Kirsch-Parfait bringt die vertraute Kombination aus Sauerkirschen, Schokolade, Sahne und Kirschwasser in eine gefrorene Form. Die Aromen lehnen sich an die Schwarzwälder Kirschtorte aus dem baden-württembergischen Schwarzwald an, ohne eine einzige verbindliche Originalversion zu behaupten. Durch die über dem Wasserbad aufgeschlagene Eigelbmasse bleibt das Parfait auch ohne Eismaschine cremig.

Cremig und kühl mit fruchtig-säuerlichen Schattenmorellen, herben Schokoladenstückchen und einer warmen, leicht herben Kirschwassernote. Die Kirschschicht bleibt weich und saftig, während die Schokoladenraspel einen feinen Biss geben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Form vorbereiten

    Eine Kastenform von etwa 20 cm Länge mit Frischhaltefolie auslegen. Die Folie an den Seiten großzügig überstehen lassen, damit sich das gefrorene Parfait später herausheben lässt.

    5 Minuten
    • Die Folie möglichst glatt an die Formwände drücken, damit die Oberfläche des Parfaits gleichmäßig wird.
  2. Kirschschicht kochen

    Die Schattenmorellen abtropfen lassen und 150 ml Kirschsaft auffangen. Etwa 3 EL davon mit der Speisestärke glatt rühren. Den übrigen Saft mit 20 g Zucker in einem kleinen Topf aufkochen. Die angerührte Stärke einrühren und alles unter ständigem Rühren etwa 1 Minute sanft köcheln lassen. Die Kirschen unterheben, die Masse vollständig abkühlen lassen und anschließend das Kirschwasser einrühren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kirschsaftmasse ist sichtbar gebunden und glänzend.

    • Die Kirschmasse vor dem Einrühren des Kirschwassers vollständig abkühlen lassen, damit möglichst wenig Alkohol und Aroma verloren gehen.
  3. Eigelbmasse aufschlagen

    Eigelb, 90 g Zucker und Vanillezucker in einer Metallschüssel verrühren. Die Schüssel auf ein heißes, nicht sprudelnd kochendes Wasserbad setzen und die Masse 5 bis 7 Minuten aufschlagen, bis sie hell, dicklich und etwa 70 °C warm ist. Danach die Schüssel in kaltes Wasser setzen und die Masse unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen.

    7 Minuten 70 °C

    Daran erkennst du es: Die Masse ist hell, dicklich und erreicht etwa 70 °C.

    • Das Wasserbad darf nicht sprudelnd kochen, sonst kann das Eigelb am Schüsselboden stocken.
    • Beim Abkühlen gelegentlich rühren, damit sich keine Haut bildet.

    Wichtig: Die Metallschüssel nur mit geeignetem Topfschutz aus dem Wasserbad nehmen.

  4. Parfaitmasse fertigstellen

    Die Sahne cremig-steif schlagen und vorsichtig unter die abgekühlte Eigelbmasse heben. Die gehackte Zartbitterschokolade ebenfalls behutsam unterheben, damit die Masse luftig bleibt.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sahne ist cremig-steif und die Mischung gleichmäßig, aber noch luftig.

    • Mit einem Teigschaber in großen, ruhigen Bewegungen von unten nach oben arbeiten.
  5. Schichten und marmorieren

    Die Hälfte der Parfaitmasse in die vorbereitete Form geben. Etwa zwei Drittel der Kirschmasse darauf verteilen und mit einer Gabel leicht marmorieren. Die übrige Parfaitmasse daraufgeben und glatt streichen. Mit der restlichen Kirschmasse abschließen und nochmals leicht durchziehen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schichten sind gleichmäßig verteilt und die Oberfläche ist glatt marmoriert.

    • Nicht zu stark rühren, damit die Kirschschlieren sichtbar bleiben.
  6. Tiefgefrieren

    Die Form mit der überstehenden Folie abdecken und das Parfait mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, tiefgefrieren.

    6 Stunden

    Daran erkennst du es: Das Parfait ist vollständig fest und lässt sich in Scheiben schneiden.

    • Die Form möglichst waagerecht und erschütterungsfrei in den Tiefkühler stellen.
  7. Lösen und servieren

    Das Parfait 10 bis 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen. Mithilfe der Folie aus der Form lösen, in Scheiben schneiden und mit den Schokoladenraspeln bestreuen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Parfait lässt sich schneiden, bleibt aber im Kern gefroren und formstabil.

    • Das Messer kurz in heißes Wasser tauchen und abtrocknen, wenn sich besonders glatte Scheiben schneiden lassen sollen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Wasserbad nicht sprudelnd kochen lassen: Die Eigelbmasse langsam über heißem, aber nicht sprudelnd kochendem Wasserbad aufschlagen. So stockt das Eigelb nicht am Schüsselboden.
  • Kirschwasser erst nach dem Abkühlen einrühren: Die Kirschmasse vollständig abkühlen lassen, bevor das Kirschwasser dazukommt. Das bewahrt das Aroma besser und verhindert unnötiges Verdampfen.
  • Nur leicht marmorieren: Die Kirschmasse mit der Gabel nur kurz durchziehen. Bei zu starkem Rühren verschwinden die sichtbaren Kirschschlieren.
  • Kurz antauen lassen: Das Parfait vor dem Schneiden 10 bis 15 Minuten antauen lassen. So wird es cremiger, ohne seine gefrorene Struktur zu verlieren.

Zutatenwissen

Kirschwasser auswählen

Schwarzwälder Kirschwasser bringt eine klare Kirschbrandnote und eine leicht herbe Wärme. Für eine alkoholfreie Version kann es durch 2 EL zusätzlichen Kirschsaft ersetzt werden.

Schattenmorellen verwenden

Schattenmorellen aus dem Glas liefern eine zuverlässige Säure und lassen sich für die Kirschschicht gut portionieren. Das Abtropfgewicht beträgt ungefähr 350 g.

Zartbitterschokolade

Zartbitterschokolade setzt einen herben Kontrast zu den Sauerkirschen. Die Schokolade für die Parfaitmasse fein hacken, die Schokolade zum Servieren hobeln oder raspeln.

Sinnvolle Alternativen

zusätzlicher Kirschsaft

Das Parfait schmeckt fruchtiger und ohne die warme, leicht herbe Note des Kirschbrands.

Das Kirschwasser vollständig durch 2 EL zusätzlichen Kirschsaft ersetzen und diesen in die abgekühlte Kirschmasse einrühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Eigelbmasse enthält feste oder körnige Stückchen.

Das Wasser nur heiß, nicht sprudelnd kochen lassen und die Masse 5 bis 7 Minuten gleichmäßig aufschlagen.

Die Masse sofort vom Wasserbad nehmen und durch ein feines Sieb streichen. Bei starkem Stocken die Masse nicht weiterverwenden.

Die Kirschmasse läuft beim Schichten stark auseinander.

Die Stärke mit einem Teil des kalten Safts glatt rühren, die Masse etwa 1 Minute köcheln lassen und vollständig abkühlen lassen.

Die Kirschmasse erneut vorsichtig erhitzen und mit einer kleinen Menge in kaltem Saft angerührter Stärke nachbinden.

Das Parfait lässt sich direkt aus dem Tiefkühler kaum schneiden.

Das Parfait 10 bis 15 Minuten vor dem Servieren herausnehmen.

Weitere 5 Minuten warten und das Messer vor jedem Schnitt kurz erwärmen und abtrocknen.

Varianten

Alkoholfreie Kirschversion

Eine fruchtigere Variante ohne Kirschwasser für Kinder oder Gäste, die auf Alkohol verzichten möchten.

Schokoladigere Variante

Die Schokoladennote wird durch eine etwas großzügigere Dekoration und größere Stückchen in der Parfaitmasse betont.

Servieren und kombinieren

  • Als kalte Dessertscheiben: Das Parfait in etwa 1 bis 2 cm dicke Scheiben schneiden und direkt mit den Schokoladenraspeln servieren.
  • Mit zusätzlichen Sauerkirschen: Für eine besonders fruchtige Präsentation einige gut abgetropfte Sauerkirschen neben die Parfaitscheiben legen.
  • Alkoholfreie Familienvariante: Die alkoholfreie Version mit zusätzlichem Kirschsaft zubereiten und mit extra Schokoladenraspeln servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Parfait mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, vor dem Servieren zubereiten und tiefgefrieren.

Einfrieren

Das Parfait dicht mit Frischhaltefolie abdecken und im Tiefkühler vollständig fest werden lassen. Für beste Textur innerhalb eines Monats verbrauchen.

10 bis 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen und anschließend schneiden.

Längeres Lagern kann die cremige Textur und die Aromatik beeinträchtigen.

Allergene und Nährwerte

  • Eier: enthält · Eigelb ist ausdrücklich als Zutat enthalten.
  • Milch: enthält · Sahne ist ausdrücklich als Zutat enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann das Parfait ohne Kirschwasser zubereitet werden?

Ja. Das Kirschwasser durch 2 EL zusätzlichen Kirschsaft ersetzen. Das Parfait schmeckt dann fruchtiger und ohne die warme, leicht herbe Note des Kirschbrands.

Wird eine Eismaschine benötigt?

Nein. Die aufgeschlagene Eigelbmasse, die untergehobene Sahne und das anschließende Tiefgefrieren ergeben auch ohne Eismaschine eine cremige Parfaitstruktur.

Kann das Parfait am Vortag zubereitet werden?

Ja. Es sollte mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, tiefgefrieren und kann daher gut am Vortag vorbereitet werden.

Wie lassen sich besonders glatte Scheiben schneiden?

Das Parfait 10 bis 15 Minuten antauen lassen und ein Messer kurz in heißes Wasser tauchen. Das Messer anschließend abtrocknen und schneiden.

Kann ich andere Kirschen verwenden?

Am einfachsten funktionieren Sauerkirschen oder Schattenmorellen aus dem Glas, weil ihr Saft für die gebundene Kirschschicht benötigt wird.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar