Spreewälder Buttermilchplinsen

Brandenburgische Mehlspeise

Lockere Hefeplinsen mit Buttermilch, goldbraun in LeinölLeinöl ist ein aus den Samen des Gemeinen Leins gewonnenes Pflanzenöl mit charakteristisch hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren. gebraten und warm mit Zimtzucker oder Apfelmus serviert.

Zum Rezept
Brandenburgische Mehlspeise | Buttermilchplinsen | Luftig-goldbraun gebraten mit feinem nussigen Aroma vom Leinöl
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 50 Minuten
Gesamtzeit ca. 105 Minuten
Menge ca. 8 Plinsen für 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Pfannkuchenartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Hefe und das anschließende Gehenlassen machen den Buttermilchteig luftig.
  • Untergehobenes steif geschlagenes Eiweiß sorgt zusätzlich für eine lockere, leichte Struktur.
  • Das Braten in wenig Leinöl verleiht den Plinsen eine goldbraune Oberfläche und ein charakteristisches nussiges Aroma.

Spreewälder Buttermilchplinsen sind eine bodenständige brandenburgische Mehlspeise. Der mit Hefe gelockerte Buttermilchteig wird portionsweise in der Pfanne gebacken und erhält durch Leinöl ein feines nussiges Aroma.

Goldbraune, weiche Plinsen mit luftigem Inneren, mild-säuerlicher Buttermilchnote und feinem nussigem Leinölaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig vorbereiten

  1. Hefe ansetzen

    Die Buttermilch im kleinen Topf vorsichtig lauwarm erwärmen. Sie darf nicht heiß sein. Die Hefe hineinbröckeln und etwa einen Teelöffel vom Zucker dazugeben. 10 Minuten stehen lassen, bis die Mischung sichtbar aufschäumt.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Hefemischung schäumt an der Oberfläche auf.

    • Während die Hefe steht, können die Eier getrennt und die übrigen Teigzutaten bereitgestellt werden.

    Wichtig: Buttermilch nur lauwarm erwärmen, damit die Hefe nicht durch zu hohe Hitze geschädigt wird.

  2. Grundteig rühren

    Die Eier trennen. Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker, dem Salz und dem Weizenmehl verrühren. Die aufgeschäumte Hefe-Buttermilch nach und nach unterrühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und ohne trockene Mehlnester.

    • Nicht länger als nötig kräftig rühren, damit der Teig locker bleibt.
  3. Teig gehen lassen

    Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Die Schüssel anschließend nicht mehr stark bewegen.

    40 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und wirkt luftiger.

    • Die Gehzeit ist wichtig für die lockere Struktur der Plinsen.
  4. Eiweiß unterheben

    Das Eiweiß in einer sauberen Schüssel steif schlagen und vorsichtig unter den gegangenen Teig heben. Dabei nur so lange mischen, bis keine großen Eiweißwolken mehr sichtbar sind.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig bleibt luftig und gleichmäßig vermischt.

    • Mit einem Teigschaber oder einem großen Löffel von unten nach oben heben, statt das Eiweiß kräftig zu verrühren.

Ausbacken und servieren

  1. Plinsen ausbacken

    In der Pfanne etwas Leinöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Teigportionen hineingeben und die Plinsen von beiden Seiten jeweils 2 bis 3 Minuten goldbraun backen. Nicht zu dunkel werden lassen, damit sie innen gar bleiben.

    Daran erkennst du es: Beide Seiten sind goldbraun und die Mitte ist nicht mehr flüssig.

    • Die Pfanne nicht überfüllen; bei Bedarf portionsweise arbeiten.

    Wichtig: Plinsen mit Ei und Mehl vollständig durchbacken. Rohteig nicht probieren.

  2. Warm halten

    Die fertigen Plinsen auf einem Teller sammeln und bis zum Ende des Ausbackens warm halten, ohne sie stark übereinander zu stapeln.

    • Die Plinsen möglichst zeitnah servieren, damit sie weich und luftig bleiben.
  3. Servieren

    Die warmen Plinsen nach Wunsch mit etwas Butter bestreichen, mit Zimtzucker bestreuen und zusammenrollen oder mit Apfelmus servieren.

    • Zimtzucker und Apfelmus können auch getrennt bereitgestellt werden, damit jeder selbst wählen kann.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Hefe richtig aktivieren: Die Buttermilch nur lauwarm erwärmen. Eine aufschäumende Hefemischung zeigt, dass die Hefe aktiv ist.
  • Luftige Struktur bewahren: Das geschlagene Eiweiß vorsichtig unterheben und den Teig danach nicht mehr kräftig rühren.
  • Warm servieren: Plinsen schmecken am besten frisch aus der Pfanne und sollten nur kurz warm gehalten werden.

Zutatenwissen

Leinöl als Bratfett

Kaltgepresstes Leinöl gibt den Plinsen das im Rezept beschriebene feine nussige Aroma. Für das Ausbacken nur wenig Öl verwenden und die Pfanne nicht überhitzen.

Buttermilch temperieren

Lauwarm erwärmte Buttermilch unterstützt die Hefegärung. Zu heiße Flüssigkeit kann die Hefe beeinträchtigen.

Sinnvolle Alternativen

Rapsöl

Das Aroma wird milder und weniger nussig, die Plinsen lassen sich weiterhin in der Pfanne ausbacken.

Leinöl vollständig durch Rapsöl ersetzen und die benötigte Menge wie im Grundrezept nach Pfannengröße dosieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hefemischung schäumt nicht auf.

Buttermilch nur lauwarm erwärmen und die Hefemischung vor der Weiterverarbeitung kurz stehen lassen.

Bei ausbleibender Aktivität eine neue Hefemischung mit frischer Hefe ansetzen.

Die Plinsen werden kompakt statt luftig.

Die Gehzeit einhalten und das Eiweiß nur vorsichtig unterheben.

Die bereits gebackenen Plinsen lassen sich nicht wieder auflockern; die nächste Teigportion behutsamer behandeln.

Die Plinsen sind außen zu dunkel und innen noch nicht gar.

Bei mittlerer Hitze backen und kleinere, gleichmäßig dicke Portionen verwenden.

Die Hitze reduzieren und die nächste Seite beziehungsweise Portion langsamer fertig backen.

Die Plinsen kleben an der Pfanne.

Die Pfanne zunächst erhitzen, dann leicht mit Öl benetzen und die Plinsen erst wenden, wenn sich der Rand gesetzt hat.

Die Plinsen mit dem Pfannenwender vorsichtig lösen und die Pfanne vor der nächsten Portion erneut leicht fetten.

Varianten

Fruchtig mit Apfelmus

Die Plinsen ohne Zimtzucker servieren und stattdessen mit Apfelmus genießen.

Mit Rapsöl gebraten

Leinöl durch Rapsöl ersetzen, wenn ein milderes Brataroma gewünscht ist.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Zimtzucker: Die heißen Plinsen mit etwas Butter bestreichen, mit Zimtzucker bestreuen und zusammenrollen.
  • Mit Apfelmus: Apfelmus separat oder direkt zu den warmen Plinsen reichen.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Für die beste Qualität frisch und warm servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Buttermilch und Butter sind als Zutaten angegeben.
  • Eier: enthält · Eier sind Bestandteil des Teigs.
  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl Type 405 ist als Zutat angegeben.

Lebensmittelsicherheit

  • Durchgaren: Die Plinsen portionsweise vollständig durchbacken; die Mitte soll nicht mehr flüssig sein.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird Hefe und zusätzlich Eiweiß verwendet?

Die Hefe lockert den Teig während der Gehzeit, während das steif geschlagene Eiweiß zusätzlich Luft in die Plinsen bringt.

Kann ich statt Leinöl ein anderes Öl verwenden?

Ja. Rapsöl eignet sich als Ersatz, schmeckt jedoch milder und weniger nussig.

Wie werden die Plinsen traditionell serviert?

Sie werden warm mit Zimtzucker bestreut und zusammengerollt oder mit Apfelmus serviert.

Aus unserer Küche

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