Roggen-Anstellgut
Aktives Roggen-Anstellgut ist in manchen Bäckereien, Reformhäusern oder gut sortierten Supermärkten erhältlich. Alternativ kann ein vorhandener Roggensauerteig weitergeführt werden.
Kräftiges Mischbrot
Kräftiges Roggenmischbrot mit aktivem Sauerteig, Weizenmehl sowie Kümmel-Fenchel-Würze. Der Laib erhält eine rustikale Kruste und eine saftige, gut schneidbare Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Roggenmischbrot mit Sauerteig Ein kräftiger Laib mit rustikaler Kruste, saftiger Krume und feiner Würze. Roggenmehl bringt den herzhaften Charakter, Weizenmehl sorgt für eine lockere, gut schneidbare Krume. Kümmel und FenchelBrotgewürz ist eine Gewürzmischung oder Gewürzkombination, die Brot und Brötchen ein charakteristisches Aroma verleiht. runden das Brot ab, ohne den Sauerteiggeschmack zu überdecken.
Außen kräftig gebräunt und rustikal knusprig, innen saftig und elastisch mit herzhaftem Roggenaroma. Kümmel und Fenchel bleiben deutlich wahrnehmbar, ohne den Sauerteiggeschmack zu überdecken.
Schritt für Schritt
Anstellgut, Roggenmehl und lauwarmes Wasser glatt verrühren. Die Mischung abdecken und 8 bis 12 Stunden bei ungefähr 24 bis 27 °C stehen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen und blasig ist.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist sichtbar aufgegangen und blasig.
Roggenmehl, Weizenmehl, Salz und Brotgewürz in der großen Schüssel vermischen. Die frische Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und zusammen mit dem reifen Sauerteig zu den Mehlen geben.
Daran erkennst du es: Alle Zutaten sind gleichmäßig miteinander verbunden.
Alles zunächst auf niedriger Stufe vermengen und anschließend etwa 6 bis 8 Minuten zu einem klebrigen, gleichmäßigen Teig kneten. Den Teig abdecken und 45 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermengt und bleibt klebrig.
Arbeitsfläche und Hände leicht anfeuchten. Den Teig mit der Teigkarte aus der Schüssel lösen, rund oder länglich formen und mit dem Schluss nach oben in den gut bemehlten Gärkorb legen. Abgedeckt weitere 60 bis 90 Minuten gehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen, aber noch nicht eingefallen.
Den Backofen mit Backblech oder Backstein auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine ofenfeste Schale für den Dampf mit aufheizen. Diese Vorbereitung kann während der Stückgare erfolgen.
Daran erkennst du es: Backofen, Backblech oder Backstein und Dampfschale sind vollständig aufgeheizt.
Wichtig: Beim späteren Einfüllen des Wassers in die heiße Schale entsteht sehr heißer Dampf.
Das Brot vorsichtig auf Backpapier stürzen und die Oberfläche mit dem scharfen Messer einschneiden. In den Ofen schieben, die Dampfschale mit heißem Wasser füllen und 15 Minuten bei 250 °C backen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt kräftig aufzugehen und die Kruste setzt an.
Wichtig: Vorsicht vor heißem Dampf beim Öffnen des Ofens und beim Einfüllen des Wassers.
Die Ofentür kurz öffnen, damit überschüssiger Dampf entweicht. Die Temperatur auf 200 °C senken und das Brot weitere 45 bis 50 Minuten backen. Es ist fertig, wenn die Kruste kräftig gebräunt ist und das Brot beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
Daran erkennst du es: Kräftig gebräunte Kruste und hohler Klang beim Klopfen auf die Unterseite.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Ofens Gesicht und Hände vor austretender Hitze schützen.
Das Brot auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, am besten mindestens zwei Stunden. Erst danach anschneiden, damit sich die Krume setzen kann.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig abgekühlt und die Krume hat sich gesetzt.
Gut zu wissen
Aktives Roggen-Anstellgut ist in manchen Bäckereien, Reformhäusern oder gut sortierten Supermärkten erhältlich. Alternativ kann ein vorhandener Roggensauerteig weitergeführt werden.
Fertige Brotgewürzmischungen gibt es im Gewürzregal, im Reformhaus oder in Mühlenläden. Kümmel und Fenchel können auch einzeln verwendet werden; ihr Aroma wirkt dann etwas klarer und weniger rund.
Die Gewürznote wirkt etwas klarer und weniger rund als bei einer fertigen Mischung.
Brotgewürz durch Kümmel und Fenchel einzeln ersetzen und beide Gewürze zusammen mit den Mehlen in den Hauptteig geben.
Das Brot kann je nach Reifezeit des weitergeführten Ansatzes milder oder kräftiger schmecken.
Einen aktiven, reifen Roggensauerteig in gleicher Menge verwenden und auf sichtbare Aktivität und Blasen achten.
Aktives Anstellgut verwenden und den Ansatz im angegebenen Temperaturbereich reifen lassen.
Den Ansatz länger reifen lassen, bis er sichtbar aufgegangen und blasig ist, bevor der Hauptteig angesetzt wird.
Hände und Arbeitsfläche leicht anfeuchten und den klebrigen Roggenmischteig mit der Teigkarte bearbeiten.
Beim nächsten Durchgang kein zusätzliches Mehl einarbeiten; bei bereits geformtem Teig die Gare sorgfältig beobachten.
Den Laib mindestens zwei Stunden auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.
Das Brot vollständig abkühlen lassen und anschließend mit einem scharfen Brotmesser schneiden.
Nach dem Anbacken auf 200 °C senken und die Kruste beobachten.
Die Oberfläche locker mit Backpapier abdecken und das Brot bis zum hohlen Klang weiterbacken.
Das fertige Brotgewürz wird durch einzeln dosierten Kümmel und Fenchel ersetzt.
Der Sauerteig kann innerhalb der vorgesehenen Reifezeit vorbereitet werden. Das fertig gebackene Brot kann bis zum nächsten Tag vorab gebacken und vollständig ausgekühlt aufbewahrt werden.
Das vollständig ausgekühlte Brot bei Raumtemperatur in einem Brotkasten oder Brotsack lagern. Die Schnittfläche möglichst abdecken, ohne den gesamten Laib luftdicht einzuschließen.
Bei sichtbarem Schimmel den gesamten Laib entsorgen.
Häufig gefragt
Er sollte sichtbar aufgegangen und blasig sein. Die genaue Reifezeit liegt je nach Aktivität des Anstellguts und Temperatur bei etwa 8 bis 12 Stunden.
Roggenmehl bindet Wasser anders als Weizenmehl. Ein klebriger, gleichmäßiger Teig ist bei diesem Roggenmischbrot normal; Hände und Arbeitsfläche werden deshalb leicht angefeuchtet.
Ja. Kümmel und Fenchel können einzeln verwendet werden, zum Beispiel insgesamt 2 TL, je 1 TL von jeder Sorte.
Während des Auskühlens setzt sich die Krume. Wird der Laib zu früh angeschnitten, kann sie klebrig oder instabil wirken.
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