Schweinenieren vorbestellen
Schweinenieren sind nicht überall täglich erhältlich. Am besten beim Metzger oder an einer gut sortierten Fleischtheke vorbestellen.
Bayerische Innereienküche
Herzhafte bayerische Saure Nieren aus dünn geschnittenen SchweinenierenNieren des Schweins, die als Innereien und Zutat in der Küche verwendet werden. in einer würzigen Essig-Brühe-Sauce, serviert mit kräftigem Bauernbrot.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Saure Nieren gehören zu den herzhaften Klassikern der bayerischen Alltagsküche. Dünn geschnittene Schweinenieren werden in einer Milch-Wasser-Beize vorbereitet, kräftig angebraten und anschließend kurz in einer würzigen Essig-Brühe-Sauce geschmort. Saure Sahne rundet die Sauce ab, während Bauernbrot sie aufnimmt.
Die Nieren sind zart und kräftig aromatisch, die Sauce sämig, würzig und angenehm säuerlich. Zwiebeln und Brühe geben Tiefe, während das Bauernbrot für kräftigen Biss sorgt.
Schritt für Schritt
Die Schweinenieren längs halbieren und die weiße Haut, sichtbares Fett, Sehnen und festen Stränge sorgfältig entfernen. Unter kaltem Wasser abspülen und in etwa 5 Millimeter dünne Streifen schneiden.
Wichtig: Rohes Innereienfleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.
Milch, Wasser und den Saft der Zitrone in der Schüssel verrühren. Die Zitronenschale in Scheiben schneiden und ebenfalls dazugeben. Die Nieren vollständig mit der Beize bedecken und mindestens 1 Stunde, bei Bedarf über Nacht, kalt stellen.
Wichtig: Die Beize und die Nieren während der gesamten Beizzeit gekühlt halten.
Die Nieren in das Sieb geben, gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Eine trockene Pfanne erhitzen, die Nieren hineingeben und 2 bis 3 Minuten erhitzen, bis sie Flüssigkeit abgeben. Die Flüssigkeit abgießen, die Pfanne auswischen und wieder erhitzen.
Daran erkennst du es: Die Nieren haben Flüssigkeit abgegeben.
Wichtig: Die austretende Flüssigkeit nicht für andere Speisen verwenden.
Das Butterschmalz in der Pfanne erhitzen. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Im heißen Butterschmalz glasig andünsten. Die Nieren dazugeben und bei kräftiger Hitze kurz anbraten, bis sie rundum Farbe angenommen haben.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind glasig und die Nieren rundum leicht gebräunt.
Das Mehl über die Nieren und Zwiebeln stäuben und unter Rühren etwa 1 Minute anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und alles gründlich verrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Die Sauce zugedeckt sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist gebunden und gleichmäßig glatt.
Die saure Sahne mit 2 bis 3 Esslöffeln heißer Sauce verrühren und anschließend in die Pfanne geben. Mit Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce nur noch kurz erwärmen und nicht mehr sprudelnd kochen, damit die saure Sahne glatt bleibt.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt, heiß und ausgewogen süß-säuerlich abgeschmeckt.
Wichtig: Die Nieren vollständig durchgaren und die Sauce heiß servieren.
Das Bauernbrot in dicke Scheiben schneiden. Die Sauren Nieren mit der Zwiebel-Sauce sofort zusammen mit dem Brot servieren.
Gut zu wissen
Schweinenieren sind nicht überall täglich erhältlich. Am besten beim Metzger oder an einer gut sortierten Fleischtheke vorbestellen.
Da die Zitronenschale in Scheiben mit in die Beize kommt, sollte eine Bio-Zitrone verwendet werden.
Ein kräftiges Bauernbrot nimmt die sämige Zwiebel-Sauce gut auf und bildet einen passenden Kontrast zu den zarten Nieren.
Die Sauce schmeckt feiner und milder.
Kalbsnieren in gleicher Menge verwenden und auf dieselbe Weise putzen, beizen, anbraten und schmoren.
Die Sauce wird flüssiger und säuerlicher.
Buttermilch vorsichtig mit heißer Sauce verrühren und erst anschließend in die Pfanne geben. Nicht mehr sprudelnd kochen.
Die Nieren im Sieb gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Die austretende Flüssigkeit vor dem eigentlichen Anbraten abgießen.
Die Flüssigkeit abgießen, die Pfanne auswischen und die Nieren portionsweise erneut bei kräftiger Hitze anbraten.
Das Mehl kurz anschwitzen und die Brühe unter gründlichem Rühren einarbeiten.
Die Sauce durch ein Sieb streichen und anschließend vorsichtig wieder erwärmen.
Die saure Sahne zunächst mit heißer Sauce verrühren und die Pfanne danach nur noch sanft erwärmen.
Die Sauce sofort von der Hitze nehmen und vorsichtig glattrühren.
Die Nieren nur kurz kräftig anbraten und die Sauce anschließend lediglich sanft köcheln lassen.
Die Sauce mit etwas Brühe lockern und die Nieren nur noch kurz erwärmen.
Kalbsnieren ersetzen die Schweinenieren und ergeben eine mildere, feinere Variante der Sauce.
Die saure Sahne wird durch Buttermilch ersetzt, wodurch die Sauce flüssiger und säuerlicher wird.
Die Nieren können nach dem Einlegen für die im Rezept genannte Dauer, bei Bedarf über Nacht, kalt gestellt werden. Die eigentliche Zubereitung mit Sauce und saurer Sahne sollte erst kurz vor dem Servieren erfolgen.
Häufig gefragt
Mindestens 1 Stunde. Bei Bedarf können sie über Nacht kalt gestellt werden.
Ja. Kalbsnieren eignen sich als mildere Alternative; die Sauce schmeckt dadurch etwas feiner.
Die saure Sahne wird glatt eingearbeitet, wenn sie nur noch vorsichtig erwärmt wird. Starkes Kochen kann die Sauce flockig machen.
Kräftiges Bauernbrot passt besonders gut, weil es die sämige Zwiebel-Sauce aufnimmt.
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