Schwarzwälder Brot

Roggenmischbrot aus dem Schwarzwald

Kräftiger runder Roggenmischbrot-Laib aus Baden-Württemberg mit zweistufigem Roggensauerteig, dunkler Kruste und saftiger, fein-mittlerer Krume.

Zum Rezept
Kräftiger Laib aus dem Schwarzwald
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 60 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 22 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 24 Stunden
Menge großer runder Laib
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Getreide
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Fermentieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der zweistufige Roggensauerteig entwickelt über die lange Reifezeit ein komplexes, aromatisches Brotprofil.
  • Roggenschrot und Roggenmehl sorgen für eine saftige, kräftige Krume, während Weizenmehl die Formbarkeit des Teigs unterstützt.
  • Rübensirup oder Melasse bringt eine malzige Süße und unterstützt die dunkle Farbe der Kruste.
  • Dampf zu Beginn des Backens fördert einen kräftigen Ofentrieb und eine ausgeprägte Krustenbildung.

Dieses Schwarzwälder Brot wird mit einem zweistufig geführten Roggensauerteig, Roggenmehl, Weizenmehl, RoggenschrotGrob zerkleinerte Roggenkörner für Brot, Backwaren und andere Getreidezubereitungen. und etwas RübensirupDunkler, süßer Sirup aus eingekochten Zuckerrüben, der Brot, Gebäck und Saucen würzt. gebacken. Der große runde Laib erhält durch die lange Teigführung ein ausgeprägtes Aroma und durch das Backen mit Dampf eine kräftige, rustikale Kruste.

Außen dunkel, kräftig und rustikal mit markanter Kruste; innen saftig, aromatisch und leicht malzig mit fein-mittlerer, dichter Roggenmischbrotkrume.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Sauerteig führen

  1. Erste Sauerteigstufe ansetzen

    Das Roggen-Anstellgut im Wasser verrühren, das Roggenmehl einarbeiten und die Mischung abgedeckt bei warmer Raumtemperatur reifen lassen.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Ansatz ist nach 10 bis 12 Stunden sichtbar gereift und aromatisch.

    • Die Schüssel so wählen, dass der Ansatz aufgehen kann.
  2. Zweite Sauerteigstufe führen

    Den reifen Ansatz mit Wasser und Roggenmehl verrühren, wieder abdecken und bei möglichst 27 bis 29 °C stehen lassen, bis der Sauerteig sichtbar aufgegangen ist und aromatisch duftet.

    3 Std. 30 Min. 28 °C

    Daran erkennst du es: Der Sauerteig ist sichtbar aufgegangen und duftet aromatisch.

    • Die angegebene Temperatur ist ein Richtwert innerhalb des beschriebenen Bereichs von 27 bis 29 °C.

Hauptteig mischen und formen

  1. Hauptteig mischen

    Den fertigen Sauerteig mit dem Wasser und dem Rübensirup verrühren. Roggenmehl, Weizenmehl und Roggenschrot dazugeben und alles etwa 5 Minuten auf niedriger Stufe vermengen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig verbunden.

    • Der Teig wird zunächst ohne Salz vermengt.
  2. Salz und Zusatzwasser einarbeiten

    Das Salz einarbeiten und den Teig weitere 3 Minuten kneten. Falls er sehr fest wirkt, das zusätzliche Wasser nach und nach einkneten. Der Teig soll weich, aber formbar sein.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, aber noch formbar.

    • Das zusätzliche Wasser nicht automatisch vollständig verwenden, sondern nach der Teigkonsistenz dosieren.
  3. Teig ruhen lassen und falten

    Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und abgedeckt etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nach 30 und nach 60 Minuten den Teig jeweils einmal dehnen und falten.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der Ruhezeit deutlich entspannter und entwickelt Struktur.

    • Die beiden Faltvorgänge während der Teigruhe durchführen; sie sind keine zusätzliche Ruhephase.
  4. Laib formen

    Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, vorsichtig entgasen und rundwirken. Die Oberfläche leicht bemehlen und den Laib mit dem Schluss nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen legen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Laib ist rundgewirkt und liegt stabil im Gärkörbchen.

    • Vorsichtig entgasen, damit die spätere Krume nicht unnötig verdichtet wird.
  5. Laib gehen lassen und Ofen vorheizen

    Den Teigling abdecken und etwa 60 bis 90 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Backofen mit Backstein oder Backblech auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    90 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Teigling ist sichtbar aufgegangen, aber noch nicht instabil.

    • Das Vorheizen parallel zur Endgare beginnen, damit der Ofen rechtzeitig vollständig heiß ist.

    Wichtig: Beim Vorheizen werden Backstein oder Backblech sehr heiß; nur mit geeigneten Ofenhandschuhen handhaben.

Backen und auskühlen

  1. Einschneiden und Dampf vorbereiten

    Den Laib auf Backpapier oder den heißen Backstein stürzen und die Oberfläche kreuzweise etwa 1 cm tief einschneiden. Für kräftigen Dampf eine ofenfeste Form mit aufheizen und beim Einschießen mit heißem Wasser füllen.

    5 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Laib ist sicher aufgesetzt und sauber eingeschnitten.

    • Das Einschneiden zügig ausführen, damit wenig Ofenhitze verloren geht.

    Wichtig: Beim Einfüllen von heißem Wasser in die aufgeheizte Form besteht Verbrühungsgefahr; Gesicht und Hände vom Dampf fernhalten.

  2. Mit Dampf anbacken

    Das Brot 20 Minuten bei 250 °C mit Dampf backen.

    20 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Laib hat deutlich an Volumen gewonnen und beginnt kräftig zu bräunen.

    • Die Ofentür während dieser ersten Backphase möglichst geschlossen halten.

    Wichtig: Beim Öffnen des Ofens kann heißer Dampf austreten.

  3. Ohne Dampf fertig backen

    Danach die Ofentür kurz öffnen, den Dampf ablassen und die Temperatur auf 190 °C reduzieren. Den Laib weitere 40 Minuten ohne Dampf backen. Für eine besonders kräftige Kruste die Ofentür in den letzten 5 Minuten einen Spalt geöffnet lassen.

    40 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und fest.

    • Die Temperatur erst nach dem Ablassen des Dampfes reduzieren.

    Wichtig: Die Ofentür und der Dampfbereich bleiben sehr heiß; beim kurzen Öffnen vorsichtig vorgehen.

  4. Vollständig auskühlen lassen

    Das Brot auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen, bevor es angeschnitten wird. Die Krume setzt sich dabei und bleibt saftig.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Laib ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.

    • Das Brot nicht warm anschneiden, damit die Krume nicht klebrig oder zusammengedrückt wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zweistufige Führung: Die beiden Sauerteigstufen sind für das Aroma und die Triebkraft des Brotes entscheidend. Die jeweilige Reife an sichtbarem Aufgehen und aromatischem Duft beurteilen.
  • Zusätzliches Wasser zurückhalten: Das zusätzliche Wasser nur nach und nach einkneten. Der Teig soll weich, aber formbar bleiben; die vollständige Zusatzmenge ist nicht zwingend erforderlich.
  • Vorheizen während der Endgare: Den Backofen während der letzten Teigruhe vorheizen. So wird die Endgare sinnvoll mit der langen Vorheizzeit des Backsteins oder Backblechs verbunden.
  • Vor dem Anschneiden auskühlen: Das Brot vollständig auf dem Gitter auskühlen lassen. Erst dann hat sich die Krume gesetzt und bleibt beim Schneiden saftig statt klebrig.

Zutatenwissen

Roggenschrot finden

Roggenschrot ist in gut sortierten Supermärkten, Reformhäusern, Mühlenläden oder direkt in einer Getreidemühle erhältlich. Grob geschrotetes Roggenvollkornmehl ist als Alternative beschrieben und ergibt meist eine kräftigere und dichtere Krume.

Rübensirup oder Melasse

Rübensirup oder Melasse sind häufig in größeren Supermärkten, Reformhäusern oder Naturkostläden erhältlich. Honig ist als mögliche Alternative beschrieben und macht das Brot geschmacklich milder und weniger malzig.

Sinnvolle Alternativen

grob geschrotetes Roggenvollkornmehl

Die Krume wird meist etwas kräftiger und dichter.

Roggenschrot im Hauptteig durch grob geschrotetes Roggenvollkornmehl ersetzen und die übrige Teigkonsistenz beobachten.

Honig

Das Brot schmeckt milder und weniger malzig.

Rübensirup oder Melasse im Hauptteig durch dieselbe Menge Honig ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Sauerteig ist kaum aufgegangen oder entwickelt wenig Aroma.

Die Reife an sichtbarem Aufgehen und aromatischem Duft beurteilen und die zweite Stufe möglichst bei 27 bis 29 °C führen.

Die jeweilige Stufe länger reifen lassen, bis die beschriebenen Reifezeichen erreicht sind.

Der Teig wirkt sehr fest und lässt sich schlecht formen.

Das zusätzliche Wasser nach und nach einkneten und die Konsistenz prüfen.

Kleine Mengen des vorgesehenen zusätzlichen Wassers nachträglich einkneten, bis der Teig weich, aber formbar ist.

Der Teigling verliert beim Stürzen deutlich an Spannung.

Die Endgare nach sichtbarer Auflockerung und Stabilität beurteilen statt ausschließlich nach der Uhr.

Den Laib vorsichtig erneut rundwirken und eine erneute, kürzere Endgare durchführen, sofern die Teigstruktur dies noch zulässt.

Die Krume wirkt beim Schneiden klebrig oder wird zusammengedrückt.

Den Laib vollständig auf dem Gitter auskühlen lassen.

Das Brot weiter auskühlen lassen und erst danach mit einem scharfen Messer schneiden.

Servieren und kombinieren

  • Rustikale Scheiben: Das vollständig ausgekühlte Brot in kräftige Scheiben schneiden und als aromatisches Roggenmischbrot servieren.
  • Kräftige Kruste betonen: Für den charakteristischen Schwarzwälder Stil die besonders kräftig ausgebackenen Randstücke und die saftige Krume gemeinsam anbieten.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Roggen und Weizen in Form von Mehl beziehungsweise Schrot.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Roggenschrot ersetzen?

Ja. Grob geschrotetes Roggenvollkornmehl eignet sich als Alternative. Die Krume wird dadurch meist etwas kräftiger und dichter.

Kann ich statt Rübensirup Honig verwenden?

Ja. Honig ist als mögliche Alternative beschrieben. Das Brot schmeckt damit etwas milder und weniger malzig.

Muss ich das zusätzliche Wasser vollständig verwenden?

Nein. Die bis zu 15 g sind nur für einen sehr festen Teig vorgesehen und sollen nach und nach eingeknetet werden. Der Teig soll weich, aber formbar bleiben.

Warum soll das Brot vollständig auskühlen?

Beim Auskühlen setzt sich die Krume und bleibt saftig. Wird das Brot zu früh angeschnitten, kann die Krume klebrig wirken oder zusammengedrückt werden.

Aus unserer Küche

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