Heidehonig als Akzent
Heidehonig bringt eine fein-herbe, blumige Note in die Quarkfüllung. Milder Blütenhonig macht das Aroma zurückhaltender.
Süßer Strudel aus Sachsen-Anhalt
Goldbrauner Kirsch-QuarkFettarme Quarkvariante und ungereifter Frischkäse mit vergleichsweise hohem Anteil an Milcheiweiß.-Strudel mit cremiger Quarkfüllung, gebundener Sauerkirschmasse und fein-herbem Heidehonig.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dünner, goldbrauner Strudelteig umschließt eine cremige Quarkfüllung und saftige Sauerkirschen. Heidehonig gibt der eigenständigen Sachsen-Anhalt-Variante einen feinen, leicht herben Akzent.
Knuspriger, goldbrauner Teig trifft auf eine cremige, leicht zitronige Quarkfüllung und saftige, angenehm säuerliche Kirschen. Heidehonig bringt eine dezente blumige Herbheit ein.
Schritt für Schritt
Mehl, Ei, Öl, Apfelessig, lauwarmes Wasser und Salz in eine Schüssel geben. Alles zuerst mit den Knethaken, anschließend mit den Händen zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, dünn mit etwas Öl bestreichen und abgedeckt 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Den Quark in ein feines Sieb geben und mindestens 30 Minuten abtropfen lassen. Tiefgekühlte Sauerkirschen vorher vollständig auftauen und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Quark und Kirschen geben keine deutlich überschüssige Flüssigkeit mehr ab.
Sauerkirschen, Zucker und Zimt in einen Topf geben. Die Speisestärke mit dem kalten Wasser glatt rühren, zu den Kirschen geben und alles unter Rühren einmal kurz aufkochen lassen. Sobald die Kirschmasse leicht bindet, den Topf vom Herd nehmen und die Füllung vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kirschmasse bindet leicht und läuft nicht mehr wässrig vom Löffel.
Quark, Eier, Heidehonig, Zitronenschale, Vanillezucker und Weichweizengrieß glatt verrühren. Die abgekühlte Kirschfüllung erst kurz vor dem Füllen bereitstellen.
Daran erkennst du es: Die Quarkmasse ist gleichmäßig glatt und cremig.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein großes Geschirrtuch leicht bemehlen. Den Teig darauf zunächst ausrollen und anschließend vorsichtig zu einem etwa 50 x 70 cm großen Rechteck ausziehen. Die Teigränder dürfen etwas dicker bleiben.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sehr dünn ausgezogen, ohne an mehreren Stellen zu reißen.
Den Teig mit etwa zwei Dritteln der geschmolzenen Butter bestreichen und die gerösteten Semmelbrösel darauf verteilen. Dabei rundherum einen Rand von etwa 4 cm frei lassen. Die Quarkfüllung auf dem unteren Teigdrittel verstreichen und die Kirschfüllung daraufgeben.
Daran erkennst du es: Die Füllung liegt gleichmäßig auf dem unteren Teigdrittel, der Rand bleibt frei.
Die kurzen Seiten über die Füllung schlagen. Den Strudel mithilfe des Tuchs von der belegten Seite her vorsichtig aufrollen. Mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit der restlichen geschmolzenen Butter bestreichen und die Enden leicht unter den Strudel schieben.
Daran erkennst du es: Der Strudel liegt geschlossen mit der Naht nach unten auf dem Blech.
Den Strudel 35 bis 40 Minuten goldbraun backen. Bei Umluft genügt eine Temperatur von 180 °C. Den fertigen Strudel etwa 10 Minuten abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und lauwarm servieren.
Daran erkennst du es: Der Strudel ist gleichmäßig goldbraun und der Teig wirkt knusprig.
Gut zu wissen
Heidehonig bringt eine fein-herbe, blumige Note in die Quarkfüllung. Milder Blütenhonig macht das Aroma zurückhaltender.
Bei tiefgekühlten Sauerkirschen ist vollständiges Auftauen und gründliches Abtropfen besonders wichtig, damit die Kirschfüllung nicht zu flüssig wird.
Das Abtropfen des Magerquarks konzentriert die Füllung und unterstützt eine saubere Schnittfläche.
Die gerösteten Brösel sorgen für Röstaromen und nehmen einen Teil der Fruchtigkeit aus der Kirschfüllung auf.
Die Füllung schmeckt milder und weniger herb beziehungsweise blumig.
Heidehonig im gleichen Mengenverhältnis durch milden Blütenhonig ersetzen.
Quark und Kirschen gründlich abtropfen lassen, die Kirschmasse mit Stärke binden und vollständig abkühlen lassen.
Den bereits gefüllten Strudel vorsichtig schließen und etwas länger backen, bis der Teig vollständig gebräunt ist.
Den Teig glatt und elastisch kneten und die vollständige Ruhezeit einhalten.
Kleine Risse können mit einem dünnen Teigstück oder einem freien Teigrand abgedeckt werden.
Füllungen gut abtropfen lassen, die Stärke korrekt einarbeiten und den Strudel im gut vorgeheizten Ofen backen.
Den Strudel bei gleicher Temperatur einige Minuten länger backen, bis die Unterseite trockener und der Teig goldbraun ist.
Die Bräunung ab etwa 30 Minuten kontrollieren und bei Bedarf locker mit Backpapier abdecken.
Mit Backpapier abdecken und den Strudel bis zum Ende weiterbacken.
Eine weniger herbe Variante mit mildem Blütenhonig statt Heidehonig.
Vollständig abgekühlt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verzehren.
Den Strudel mit Quark- und Eierfüllung nicht über längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Wegen der feuchten Quark- und Kirschfüllung kann der Strudelteig nach dem Einfrieren an Knusprigkeit verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Die Kirschen vorher vollständig auftauen und gut abtropfen lassen, bevor sie mit Zucker, Zimt und der angerührten Speisestärke aufgekocht werden.
Milder Blütenhonig eignet sich als Ersatz. Dadurch schmeckt die Füllung weniger herb und blumig.
Beides ist möglich: Lauwarm wirkt der Teig besonders knusprig, gut durchgekühlt ist die Quark-Kirsch-Füllung besonders schnittfest.
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