Eisbein vorbestellen
Gepökeltes Eisbein ist beim Metzger, an gut sortierten Fleischtheken oder auf Wochenmärkten erhältlich. Bei kleineren Fleischereien kann eine Vorbestellung sinnvoll sein.
Berliner Hauptgericht
Gekochtes, gepökeltes EisbeinEisbein bezeichnet in der Küche ein gepökeltes und gekochtes Schweinebein; regional gibt es abweichende Zubereitungen und Bezeichnungen. mit cremigem Erbspüree, würzigem Sauerkraut und einer herzhaften Panaschee aus Speck und Zwiebeln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Berliner Eisbein mit Erbspüree und Sauerkraut ist ein kräftiges Tellergericht mit zartem, langsam gekochtem Eisbein, cremigem Erbspüree und aromatischem Sauerkraut. Die kleine Panaschee aus ausgelassenem Speck und goldbraun gebratenen Zwiebeln sorgt für zusätzlichen Geschmack und Kontrast.
Das Eisbein ist weich und saftig, das Erbspüree cremig und mild-erdig, während das Sauerkraut eine frische Säure und würzige Tiefe bringt. Speck und Zwiebeln liefern herzhafte Röstaromen und einen leichten Biss.
Schritt für Schritt
Die gelben Schälerbsen am Vorabend mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 8 bis 12 Stunden einweichen. Anschließend abgießen und kurz abspülen.
Die Eisbeine unter kaltem Wasser abspülen und in den großen Topf legen. Mit dem Wasser bedecken. Zwiebeln, Möhre, Sellerie und Lauch grob zerkleinern und zusammen mit Lorbeer, Piment und Pfefferkörnern dazugeben. Alles aufkochen und den entstehenden Schaum abschöpfen.
Daran erkennst du es: Der Sud kocht einmal auf und ist weitgehend von Schaum befreit.
Wichtig: Rohes Fleisch und Arbeitsflächen nach dem Kontakt gründlich reinigen.
Die Eisbeine anschließend 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden 15 Minuten leise simmern lassen. Währenddessen das Sauerkraut zubereiten und die Erbsen etwa 60 bis 75 Minuten vor Ende der Eisbein-Garzeit ansetzen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch löst sich leicht vom Knochen.
Die Zwiebel würfeln und den Apfel grob raspeln. Das Schweineschmalz im Krauttopf erhitzen, die Zwiebel darin glasig dünsten und das Sauerkraut kurz mitdünsten. Mit dem Weißwein ablöschen. Apfel, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Kümmel und Zucker einrühren. Das Kraut zugedeckt etwa 40 Minuten bei kleiner Hitze schmoren lassen. Falls es zu trocken wird, etwas Eisbeinbrühe angießen.
Daran erkennst du es: Das Kraut ist weich und aromatisch, aber nicht trocken.
Etwa 60 bis 75 Minuten vor Ende der Eisbein-Garzeit die eingeweichten Erbsen mit 700 ml Eisbeinbrühe oder Wasser aufkochen. Bei kleiner Hitze weich garen und gelegentlich umrühren. Bei Bedarf weitere Flüssigkeit ergänzen.
Daran erkennst du es: Die Erbsen sind weich und beginnen zu zerfallen.
Sobald die Erbsen zerfallen, Butter und Majoran unterrühren und die Masse cremig stampfen oder pürieren. Mit Pfeffer und vorsichtig mit Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Püree ist cremig und lässt sich gut auf dem Teller verstreichen.
Den Speck in der Pfanne ohne zusätzliches Fett langsam auslassen. Die Zwiebeln halbieren, in feine Streifen schneiden und im Speckfett goldbraun braten. Die Mischung warm halten.
Daran erkennst du es: Der Speck ist ausgelassen und die Zwiebeln sind goldbraun.
Die fertigen Eisbeine aus dem Sud heben und kurz ruhen lassen. Sauerkraut und Erbspüree auf vorgewärmten Tellern anrichten, je ein Eisbein dazulegen und die Panaschee über das Erbspüree geben. Mit Senf servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch bleibt beim Anrichten saftig und lässt sich leicht vom Knochen lösen.
Gut zu wissen
Gepökeltes Eisbein ist beim Metzger, an gut sortierten Fleischtheken oder auf Wochenmärkten erhältlich. Bei kleineren Fleischereien kann eine Vorbestellung sinnvoll sein.
Gelbe Schälerbsen müssen vor dem Garen eingeweicht werden. Ungeschälte gelbe Erbsen sind ebenfalls möglich, benötigen aber längere Einweich- und Kochzeiten.
Butter kann Schweineschmalz ersetzen. Das Sauerkraut schmeckt dann etwas milder und weniger herzhaft.
Das Sauerkraut wird etwas milder und weniger herzhaft.
Das Schweineschmalz in gleicher Menge durch Butter ersetzen und darin die Zwiebel dünsten.
Die Erbsen benötigen eine längere Einweich- und Kochzeit und können etwas mehr Flüssigkeit aufnehmen.
Vor der Verwendung länger einweichen und weich garen; die Flüssigkeit während des Garens nach Bedarf ergänzen.
Nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und das Eisbein nur leise simmern lassen.
Die Hitze sofort reduzieren und das Fleisch weiter sanft garen, bis es weich ist.
Mit 700 ml Flüssigkeit beginnen, regelmäßig umrühren und bei Bedarf weitere Flüssigkeit ergänzen.
Schrittweise heiße Brühe oder Wasser unterrühren, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist.
Den Sud nicht salzen und das Erbspüree erst am Ende vorsichtig abschmecken.
Das Erbspüree mit ungesalzener Flüssigkeit verdünnen und mit zusätzlichem ungesalzenem Erbspüree ausgleichen.
Den Speck langsam auslassen und die Zwiebeln bei moderater Hitze goldbraun braten.
Verbrannte Bestandteile entfernen und bei Bedarf eine neue kleine Panaschee ansetzen.
Ungeschälte gelbe Erbsen können verwendet werden, wenn keine Schälerbsen erhältlich sind.
Die gelben Schälerbsen können am Vorabend eingeweicht werden. Sauerkraut und Erbspüree lassen sich ebenfalls vorab zubereiten und vor dem Servieren vorsichtig erwärmen; das Eisbein möglichst frisch fertig garen oder kurz vor dem Servieren warm halten.
Das Gericht enthält mehrere Komponenten mit unterschiedlicher Textur; insbesondere Sauerkraut und Erbspüree können nach dem Einfrieren an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
In diesem Rezept wird das gepökelte Eisbein klassisch im Sud gekocht und anschließend sanft gesimmert. Es wird nicht knusprig gebacken.
Das Erbspüree wird erst nach dem Garen und nach dem ersten Abschmecken vorsichtig gesalzen, weil Eisbein und Brühe bereits Salz mitbringen.
Ja. Butter eignet sich als Ersatz. Das Sauerkraut schmeckt dadurch etwas milder und weniger herzhaft.
Ja, die Schälerbsen werden am Vorabend 8 bis 12 Stunden eingeweicht. Ungeschälte gelbe Erbsen brauchen meist länger.
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