Hessischer Reisbrei mit Butter, Zucker und Zimt

Süßer Reisbrei, hessische Art

Ein warmer hessischer Reisbrei aus angekochtem RundkornreisRundkornreis hat kurze, gedrungene Körner und kann beim Garen stärker zusammenkleben., Vollmilch, Butter, Zucker und ZimtAromatisches Rindengewürz, das als Stange oder gemahlen verwendet wird.. Der Reis wird zunächst in Wasser vorgegart und anschließend in Milch weich und sämig gekocht.

Zum Rezept
Warm aus dem Topf, mit Butter und Zimt
Vorbereitung 10 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Breie
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Reis
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Vorgaren in Wasser verkürzt die Garzeit in der Milch und lässt den Reis gleichmäßig weich werden.
  • Rundkornreis gibt während des langsamen Köchelns Stärke an die Milch ab und sorgt so für eine sämige Konsistenz.
  • Zerlassenes Butteraroma, Zucker und Zimt setzen einen klaren geschmacklichen Abschluss gegen die milde Milchbasis.

Hessischer Reisbrei ist eine schlichte, wohltuend warme Süßspeise. Rundkornreis wird zuerst in Wasser angekocht und danach in Vollmilch langsam fertig gegart. Zerlassene Butter, Zucker und Zimt geben dem cremigen Brei seinen buttrigen und würzigen Abschluss.

Warm, weich und sämig mit zarten Reiskörnern; die Milch wirkt mild und rund, während zerlassene Butter für eine glänzende, buttrige Oberfläche und Zimt für würzige Wärme sorgt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Reis in Wasser vorgaren

    Rundkornreis, Wasser und die Hälfte der Salzmenge in den großen Topf geben. Aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Reiskörner angegart sind.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Körner sind angegart, aber noch nicht vollständig weich.

    • Nicht vollständig weich kochen, da der Reis in der Milch weitergart.

    Wichtig: Beim Aufkochen vorsichtig arbeiten, da heißes Wasser spritzen kann.

  2. Reis abgießen und Milch erhitzen

    Den angegarten Reis in das Sieb abgießen und kurz mit kaltem Wasser abspülen. Die Vollmilch in den großen Topf geben und erhitzen, bis sie gerade aufkocht.

    Daran erkennst du es: Die Milch ist heiß und beginnt gerade zu kochen.

    • Die Milch beim Erhitzen beobachten, damit sie nicht überkocht.

    Wichtig: Heiße Milch kann plötzlich aufsteigen; den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.

  3. Reis in Milch sämig garen

    Den vorgegarten Reis in die heiße Milch geben. Alles halb zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen und regelmäßig umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Reis ist weich und die Milch deutlich sämig geworden.

    • Besonders zum Ende der Garzeit häufiger umrühren, weil der Brei dann leichter ansetzt.

    Wichtig: Nur bei kleiner Hitze weitergaren und den Topf regelmäßig kontrollieren.

  4. Butter zerlassen

    Sobald der Reis weich und die Milch sämig ist, den Topf vom Herd nehmen. Währenddessen oder anschließend die Butter im kleinen Topf oder in der kleinen Pfanne langsam schmelzen.

    Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig geschmolzen, aber nicht gebräunt.

    • Die Butter nur sanft erhitzen, damit sie nicht unnötig bräunt.

    Wichtig: Geschmolzene Butter und Topfgriffe können sehr heiß sein.

  5. Abschmecken und servieren

    Den Reisbrei mit der restlichen Salzmenge und dem Zucker abschmecken. Auf vier Schalen verteilen, mit der zerlassenen Butter übergießen und mit Zimt bestreuen. Warm servieren.

    Daran erkennst du es: Der Brei ist weich, sämig und warm servierbereit.

    • Zimt erst beim Servieren darüberstreuen, damit sein Aroma deutlich bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ansetzen vermeiden: Der Milchreisbrei dickt gegen Ende deutlich ein. Deshalb besonders in den letzten Minuten regelmäßig bis zum Topfboden rühren.
  • Butter zum Abschluss: Die Butter wird separat zerlassen und erst beim Servieren über den Brei gegeben. So bleibt ihr Aroma klar wahrnehmbar.

Zutatenwissen

Rundkornreis verwenden

Rundkornreis gibt beim langsamen Garen Stärke ab und unterstützt dadurch die sämige Konsistenz des Breis.

Milch im Blick behalten

Milch kann beim Erhitzen und Köcheln schnell aufsteigen. Den Topf deshalb nicht unbeaufsichtigt lassen und regelmäßig umrühren.

Zimt frisch aufstreuen

Der Zimt wird erst beim Servieren auf den warmen Brei gestreut, damit sein würziges Aroma deutlich hervortritt.

Sinnvolle Alternativen

Ungesüßter Pflanzendrink

Der Brei kann je nach Produkt etwas weniger milchig und unterschiedlich sämig werden.

Vollmilch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen und beim Köcheln besonders regelmäßig umrühren.

Pflanzliche Margarine

Der Abschluss schmeckt weniger nach Butter und kann je nach Produkt salziger oder neutraler ausfallen.

Butter im gleichen Gewicht durch eine geeignete pflanzliche Margarine ersetzen und wie angegeben schmelzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Milch kocht über oder setzt am Topfboden an.

Die Milch nur bis zum Aufkochen erhitzen und den Reisbrei anschließend bei kleiner Hitze garen.

Übergekochte Milch sofort vom Herd nehmen. Angebrannten Brei nicht vom Topfboden losrühren, sondern vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen.

Der Reis bleibt im fertigen Brei zu fest.

Den Brei weiter bei kleiner Hitze garen und regelmäßig umrühren, bis die Körner weich sind.

Bei Bedarf schluckweise etwas Milch ergänzen und weitergaren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Der Reisbrei wird sehr fest oder wirkt trocken.

Den Topf halb zugedeckt lassen und gegen Ende häufiger kontrollieren.

Mit etwas warmer Milch glatt rühren und kurz weiter erwärmen.

Varianten

Weniger süße Variante

Der Reisbrei bleibt milchig und würzig, während der Zucker reduziert oder erst portionsweise am Tisch ergänzt wird.

Besonders buttriger Reisbrei

Eine größere Menge zerlassene Butter sorgt für einen deutlich reichhaltigeren Abschluss.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Zimt: Den warmen Reisbrei direkt in Schalen verteilen und mit der zerlassenen Butter sowie Zimt abschließen.
  • Am Tisch abschmecken: Zucker und Zimt zusätzlich bereitstellen, damit jede Portion nach persönlichem Geschmack nachgesüßt und gewürzt werden kann.
  • Mit sichtbarer Butterhaube: Die Butter großzügig über jede Portion geben und den Zimt erst danach aufstreuen. So bleibt der buttrige Abschluss besonders deutlich.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Vollmilch und Butter.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welcher Reis eignet sich für den hessischen Reisbrei?

Am besten eignet sich Rundkornreis, weil er beim langsamen Garen Stärke abgibt und den Brei sämig macht.

Warum wird der Reis zuerst in Wasser angekocht?

Das Vorgaren macht die Reiskörner bereits weich, bevor sie in der Milch fertig garen. Dadurch lässt sich der Garprozess gut kontrollieren.

Woran erkenne ich, dass der Reisbrei fertig ist?

Der Reis sollte weich sein und die Milch deutlich sämig geworden sein. Der Brei darf beim Ausschalten noch leicht fließend wirken, da er beim Stehen weiter eindickt.

Wie wird hessischer Reisbrei serviert?

Der Brei wird warm auf Schalen verteilt, mit zerlassener Butter übergossen und mit Zimt bestreut. Zucker kann nach persönlichem Geschmack angepasst werden.

Aus unserer Küche

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