Kirschsaft mitverwenden
Die Sauerkirschen werden mit ihrem Saft erhitzt. Der Saft bildet die Grundlage der Sauce und wird durch das angerührte Puddingpulver leicht gebunden.
Gekochte süße Mehlklöße
Zarte, gekochte Mehlklöße aus einem einfachen Eier-Milch-Teig werden mit warmen Sauerkirschen und einer leicht gebundenen Vanillesauce serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diepchen mit heißen Kirschen sind eine eigenständige Thüringer Variante süßer Klöße. Kleine Portionen des zähen Mehlteigs werden in leicht siedendem Salzwasser gegart und anschließend mit warmer Kirschsauce angerichtet.
Die Diepchen sind weich, leicht elastisch und mild buttrig. Dazu passt die warme, fruchtig-säuerliche Kirschsauce mit einer sanft vanilligen, leicht sämigen Konsistenz.
Schritt für Schritt
Die Butter im kleinen Topf schmelzen und etwas abkühlen lassen. Eier, die Prise Salz, Milch und die flüssige Butter in der großen Rührschüssel verrühren.
Weizenmehl und Backpulver mischen und portionsweise unter die Eiermilch rühren. Der Teig soll zäh und klebrig sein; zusätzliches Mehl ist nicht vorgesehen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist zäh, klebrig und lässt sich mit einem Teelöffel abstechen.
Wasser und Salz für das Kochwasser in einem großen Topf aufkochen. Die Hitze anschließend reduzieren, sodass das Wasser nur leicht siedet. Während das Wasser heiß wird, den Teelöffel zum Abstechen bereitlegen.
Daran erkennst du es: Die Wasseroberfläche bewegt sich leicht, ohne stark zu sprudeln.
Wichtig: Beim Einlegen der Teigportionen vorsichtig arbeiten, da heißes Wasser spritzen kann.
Einen Teelöffel in heißes Wasser tauchen, kleine Portionen Teig abstechen und vorsichtig in das leicht siedende Wasser geben. Die Diepchen portionsweise garen, bis sie an die Oberfläche steigen und innen fest sind.
Daran erkennst du es: Die Diepchen steigen an die Oberfläche und sind innen fest.
Wichtig: Die Klöße erst herausheben, wenn sie innen fest sind.
Während die Diepchen garen oder unmittelbar danach die Sauerkirschen mit ihrem Saft und dem Zucker im zweiten Topf erhitzen. Das Vanillepuddingpulver mit dem kalten Wasser glatt rühren, einrühren und die Sauce unter Rühren kurz aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kirschsauce ist leicht sämig und überzieht den Löffel dünn.
Wichtig: Beim Aufkochen der gebundenen Sauce auf Spritzer achten.
Die fertigen Diepchen mit der Schaumkelle aus dem Kochwasser heben, kurz abtropfen lassen und sofort mit der warmen Kirschsauce servieren.
Gut zu wissen
Die Sauerkirschen werden mit ihrem Saft erhitzt. Der Saft bildet die Grundlage der Sauce und wird durch das angerührte Puddingpulver leicht gebunden.
Das Puddingpulver zuerst mit kaltem Wasser glatt rühren. So verteilt es sich besser im heißen Kirschsaft und klumpt weniger.
Die Prise Salz im Teig und das Salz für das Kochwasser sind getrennte Mengen und sollten nicht zu einer einzigen Zutatenzeile zusammengezogen werden.
Der Teig kann etwas weniger vollmundig schmecken; die Konsistenz bleibt ähnlich.
Milch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Einen neutralen Drink, etwa auf Hafer- oder Sojabasis, verwenden.
Das Butteraroma fällt weg, die Klöße bleiben jedoch weich.
Die Butter im gleichen Gewicht durch pflanzliche Margarine ersetzen und wie im Rezept schmelzen.
Die Klöße können etwas kompakter oder empfindlicher werden; die Mischung sollte für gekochte Teige geeignet sein.
Eine glutenfreie Mehlmischung im gleichen Gewicht verwenden und den Teig vor dem Garen kurz quellen lassen, falls die Mischung dies verlangt.
Nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und nur leicht siedendes Wasser verwenden.
Die restlichen Portionen bei geringerer Hitze garen und die zerfallenen Stücke mit der Sauce servieren.
Die angegebene Mehlmenge verwenden und den zähen, klebrigen Teig nicht unnötig nachmehlen.
Falls noch nicht alle Klöße gegart sind, den Teig mit etwas Milch vorsichtig weicher rühren.
Das Pulver vollständig mit kaltem Wasser verrühren und erst dann unter Rühren einarbeiten.
Die Sauce durch ein Sieb streichen, bevor sie serviert wird.
Auf das Aufsteigen und die feste Innenstruktur achten; bei Bedarf eine Probe prüfen.
Die Klöße vorsichtig zurück ins leicht siedende Wasser geben und weitergaren.
Die Säure der Sauerkirschen stärker hervorheben und die Sauce zurückhaltender süßen.
Butter, Milch und Eier durch pflanzliche beziehungsweise eifreie Alternativen ersetzen; die Textur wird etwas anders.
Den Teig möglichst frisch garen. Die Kirschsauce kann bis zu 4 Stunden vorher zubereitet und abgedeckt kalt gestellt werden; vor dem Servieren langsam erwärmen und bei Bedarf mit etwas Wasser glattrühren.
Die gekochten Diepchen und die Kirschsauce getrennt abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Für die beste Konsistenz innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Das Einfrieren ist wegen der empfindlicheren Kloß- und Saucenkonsistenz nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Der Teig soll zäh und klebrig sein. Er wird nicht geknetet oder ausgerollt, sondern mit einem in heißes Wasser getauchten Teelöffel abgestochen.
Die kleinen Klöße steigen an die Oberfläche und sind innen fest. Bei Unsicherheit einen Kloß herausheben und aufschneiden.
Die Sauce mit etwas Wasser verdünnen und unter Rühren erneut erwärmen, bis sie wieder fließfähig ist.
Ja. Die Sauerkirschen werden zusammen mit ihrem Saft erhitzt; der Saft bildet die Grundlage der Sauce.
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