Rübenkraut finden
Rübenkraut steht meist bei Brotaufstrichen, Sirupen oder regionalen Spezialitäten. Dunkler Zuckerrübensirup eignet sich als Alternative.
Rheinische Spätzle-Hausmannskost
Hausgemachte Spätzle mit gezupfter Rinderschulter in einer kräftigen Sauerbratensauce aus Rotwein, Rotweinessig, Rosinen, Pumpernickel und Rübenkraut.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rheinischer Sauerbraten wird hier als eigenständige Spätzle-Hauptspeise umgesetzt. Die kräftige Rotwein-Essig-Beize, Rosinen, Pumpernickel und Rübenkraut ergeben eine dunkle, süß-würzige Sauce, in der zart geschmortes und gezupftes Rindfleisch mit frisch geschabten Spätzle verbunden wird.
Dunkle, glänzende Sauce mit kräftiger Säure, malziger Süße und würziger Tiefe; dazu zart zupfbares Rindfleisch und weiche, leicht elastische Spätzle.
Schritt für Schritt
Zwiebel, Möhre, Sellerie und Lauch grob würfeln. Rotwein, Rotweinessig, Wasser und das Gemüse mit Lorbeer, Wacholder, Pfefferkörnern, Nelken und Senfkörnern in einem Topf aufkochen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Die Beize vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Beize duftet würzig und hat kurz aufgekocht.
Wichtig: Die abgekühlte Beize erst dann mit dem Fleisch zusammenbringen.
Das Rindfleisch in ein passendes Gefäß legen, mit der kalten Beize übergießen und abgedeckt 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank marinieren. Das Fleisch dabei einmal wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig von der Beize umgeben.
Wichtig: Während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Das Fleisch aus der Beize nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Beize durch ein Sieb gießen und Flüssigkeit und Gemüse getrennt auffangen. Butterschmalz im Bräter erhitzen und das Fleisch rundherum kräftig anbraten. Das abgetropfte Gemüse zufügen und 5 Minuten mitrösten. Tomatenmark einrühren und kurz anrösten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundherum gebräunt und das Gemüse leicht angeröstet.
Die aufgefangene Beize und die Rinderbrühe angießen. Den Bräter mit Deckel in den auf 160 °C Ober- und Unterhitze vorgeheizten Backofen stellen. Das Fleisch 2 1/2 bis 3 Stunden schmoren und nach etwa der Hälfte der Zeit wenden. Es ist fertig, wenn es sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel zerteilen.
Das Fleisch aus der Sauce nehmen und zugedeckt ruhen lassen. Die Sauce durch ein feines Sieb in einen Topf gießen. Rosinen, Pumpernickel und Rübenkraut einrühren und die Sauce bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch mit zwei Gabeln zupfen und in die Sauce geben.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist dunkler und leicht gebunden; das Fleisch ist zupfbar.
Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskatnuss in einer Schüssel verrühren. Den Teig so lange schlagen, bis er glatt ist und zäh vom Löffel reißt. 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und reißt zäh vom Löffel.
Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Sieden bringen. Den Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse drücken oder mit einem Spätzleschaber ins Wasser schaben. Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, noch 1 bis 2 Minuten ziehen lassen, mit einer Schaumkelle herausheben und kurz abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Spätzle steigen an die Oberfläche und sind nach weiterer kurzer Ziehzeit gar.
Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Die Spätzle darin 2 Minuten schwenken. Das Sauerbratenragout samt Sauce dazugeben und alles vorsichtig vermengen. Weitere 2 bis 3 Minuten erhitzen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Spätzle und Ragout sind gleichmäßig verbunden und vollständig heiß.
Gut zu wissen
Rübenkraut steht meist bei Brotaufstrichen, Sirupen oder regionalen Spezialitäten. Dunkler Zuckerrübensirup eignet sich als Alternative.
Pumpernickel ist häufig in der Brot- oder Westfalenabteilung größerer Supermärkte und in Bäckereien erhältlich. Kräftiges Roggenvollkornbrot kann die Sauce ebenfalls binden, schmeckt aber etwas weniger dunkel und süßlich.
Die Sauce bleibt malzig und süß; der Geschmack ist sehr ähnlich.
Rübenkraut im gleichen Mengenverhältnis durch dunklen Zuckerrübensirup ersetzen und die Sauce anschließend abschmecken.
Die Sauce wird ebenfalls gebunden, schmeckt aber etwas weniger dunkel und leicht süßlich.
Das Roggenvollkornbrot fein zerkrümeln und anstelle des Pumpernickels in die Sauce geben.
Das Fleisch vor dem Anbraten gründlich trocken tupfen.
Bei Bedarf die Garzeit des Anbratens verlängern, bis eine deutliche Bräunung entstanden ist.
Die Beize vor dem Übergießen vollständig abkühlen lassen.
Das Gefäß sofort abdecken und in den Kühlschrank stellen.
Die Sauce 8 bis 10 Minuten einkochen lassen und den Pumpernickel fein zerkrümeln.
Die Sauce noch etwas weiter einkochen lassen.
Die Konsistenz prüfen: Der Teig soll glatt sein und zäh vom Löffel reißen.
Den Teig vorsichtig mit etwas Wasser lockern.
Die Beize und das Marinieren können bis zu 48 Stunden vor dem Servieren vorbereitet werden. Das Ragout lässt sich ebenfalls vorab schmoren; die Spätzle möglichst erst kurz vor dem Servieren zubereiten.
Ragout und Spätzle nach dem Abkühlen getrennt oder zusammen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Sauerbratenragout portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Die Spätzle möglichst separat einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Die Sauce eignet sich gut zum Einfrieren; frisch zubereitete Spätzle behalten ihre beste Konsistenz.
Häufig gefragt
Das Fleisch sollte 24 bis 48 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren und dabei einmal gewendet werden.
Dunkler Zuckerrübensirup eignet sich als Ersatz und sorgt ebenfalls für eine malzige, süße Note.
Kräftiges Roggenvollkornbrot bindet die Sauce ebenfalls, schmeckt aber etwas weniger dunkel und leicht süßlich.
Der Teig soll glatt sein und zäh vom Löffel reißen. Nach einer Ruhezeit von 10 Minuten wird er portionsweise ins siedende Salzwasser gegeben.
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