Hirschkalbskeule einkaufen
Eine Hirschkalbskeule ist am zuverlässigsten bei einer Wildmetzgerei, einer gut sortierten Metzgerei oder direkt bei einem regionalen Wildbretanbieter erhältlich.
Geschmorter Wildbraten
Zarter Hirschkalbsbraten aus einer würzigen Rotweinbeize, sanft geschmort und mit Preiselbeersauce sowie Spätzle serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Hirschkalbsbraten aus der Beize verbindet zartes Wildfleisch mit einer aromatischen Rotweinbeize, Wurzelgemüse und fruchtigen Preiselbeeren. Die Keule wird zunächst 24 bis 36 Stunden gebeizt, anschließend kräftig angebraten und im Bräter sanft geschmort. Dazu passen selbst gemachte Spätzle und die fein abgerundete Sauce besonders gut.
Das Fleisch ist zart und aromatisch, die Sauce dunkel, würzig und leicht fruchtig. Preiselbeeren und Orange bringen eine dezente Süße und Säure, während die Spätzle weich, buttrig und angenehm muskatig schmecken.
Schritt für Schritt
Rotwein, Wasser, Möhre, Knollensellerie, Zwiebel, Lorbeerblatt, Thymian, Wacholderbeeren, Pimentkörner, Pfefferkörner und Rotweinessig in einem Topf aufkochen. Die Beize vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Beize ist vollständig abgekühlt, bevor das Fleisch hineingelegt wird.
Wichtig: Die abgekühlte Beize und das Fleisch anschließend durchgehend gekühlt halten.
Die Hirschkalbskeule in eine passende Schüssel legen, mit der kalten Beize übergießen und abgedeckt 24 bis 36 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Das Fleisch während dieser Zeit einmal wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig von der Beize umgeben und bleibt abgedeckt im Kühlschrank.
Wichtig: Die Schüssel abdecken und während der gesamten Beizzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Das Fleisch aus der Beize nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Beize durch ein Sieb gießen, 350 ml abmessen und beiseitestellen. Den Backofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Fleisch mit 1 TL Salz und ½ TL schwarzem Pfeffer würzen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist trocken getupft und gleichmäßig gewürzt.
Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und die Keule rundum kräftig anbraten. Mit der abgemessenen Beize und dem Wildfond ablöschen. Den Bräter mit dem Deckel verschließen und den Braten bei 160 °C auf der mittleren Schiene etwa 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden schmoren. Das Fleisch währenddessen zweimal mit dem Sud übergießen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und lässt sich anschließend quer zur Faser in Scheiben schneiden.
Den Braten aus dem Bräter nehmen, locker abdecken und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Den Schmorsud durch ein Sieb in einen Topf gießen und bei mittlerer Hitze auf etwa 500 ml einkochen lassen. Preiselbeeren und Orangensaft einrühren, die Sahne angießen und die Sauce 5 bis 8 Minuten sanft köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer nach Bedarf abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt, glatt und ausgewogen süß-säuerlich abgeschmeckt.
Mehl, Eier, lauwarmes Wasser, Salz und Muskatnuss zu einem zähen Teig verrühren und so lange schlagen, bis er Blasen wirft. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist zäh und wirft beim Schlagen Blasen.
Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse oder mit einem Spätzleschaber ins Wasser geben. Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, mit einem Schaumlöffel herausheben, kurz kalt abspülen und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Spätzle steigen an die Oberfläche und sind dann gar.
Wichtig: Das Kochwasser ist sehr heiß; Spätzlepresse und Schaumlöffel vorsichtig verwenden.
Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen und die abgetropften Spätzle darin erwärmen.
Daran erkennst du es: Die Spätzle sind heiß und leicht buttrig überzogen.
Den Hirschkalbsbraten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der Preiselbeersauce und den warmen Spätzle servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind quer zur Faser geschnitten und lassen sich leicht portionieren.
Gut zu wissen
Eine Hirschkalbskeule ist am zuverlässigsten bei einer Wildmetzgerei, einer gut sortierten Metzgerei oder direkt bei einem regionalen Wildbretanbieter erhältlich.
Dunkler Wildfond ist in Wildmetzereien, größeren Supermärkten und gut sortierten Feinkostabteilungen erhältlich. Ungesalzener Rinderfond ist eine brauchbare Alternative, schmeckt aber runder und weniger wildtypisch.
Lemberger passt mit seiner würzigen Frucht besonders gut zur Beize. Ein trockener Spätburgunder funktioniert ebenfalls und macht die Sauce etwas leichter und fruchtiger.
Das Fleisch schmeckt feiner und meist etwas magerer als Hirschkalb.
Die Rehkeule in gleicher Menge verwenden und nach demselben Verfahren beizen und schmoren. Die Zartheit gegen Ende der Garzeit prüfen.
Die Sauce wird runder und weniger wildtypisch.
Den Rinderfond in gleicher Menge verwenden und die Sauce erst am Ende vorsichtig salzen.
Die Sauce wirkt etwas leichter und fruchtiger.
Den trockenen Spätburgunder in gleicher Menge für die Beize verwenden.
Die Keule vor dem Würzen sorgfältig trocken tupfen und das Butterschmalz erhitzen, bevor das Fleisch in den Bräter kommt.
Das Fleisch nach dem Schmoren nicht weiter stark anbraten, sondern die Röstaromen über eine gut reduzierte Sauce ausgleichen.
Den Sud auf etwa 500 ml einkochen, bevor Preiselbeeren, Orangensaft und Sahne eingerührt werden.
Die Sauce ohne Deckel weiter sanft einkochen lassen und erst danach erneut abschmecken.
Den Teig portionsweise ins sprudelnde Wasser geben, die Spätzle bei Oberflächenaufstieg herausheben und kurz kalt abspülen.
Die Spätzle portionsweise in Butter erwärmen und dabei vorsichtig voneinander lösen.
Eine feinere, meist etwas magerere Variante mit Rehkeule statt Hirschkalbskeule.
Die Sauce erhält durch trockenen Spätburgunder einen etwas leichteren und fruchtigeren Charakter.
Ungesalzener Rinderfond macht die Sauce runder und weniger wildtypisch.
Die Beize kann vorbereitet und die Hirschkalbskeule darin bis zu 36 Stunden abgedeckt im Kühlschrank gebeizt werden. Den Spätzleteig erst am Zubereitungstag ansetzen.
Häufig gefragt
Nein. Die Hirschkalbskeule sollte 24 bis höchstens 36 Stunden abgedeckt im Kühlschrank in der Beize ziehen. Danach aus der Beize nehmen und für die weitere Zubereitung vorbereiten.
Ja. Ungesalzener Rinderfond ist eine brauchbare Alternative. Die Sauce wird dadurch etwas runder und weniger wildtypisch.
Vorgesehen ist ein trockener Rotwein, möglichst Lemberger. Ein trockener Spätburgunder funktioniert ebenfalls und ergibt eine etwas leichtere, fruchtigere Sauce.
Der Teig soll zäh sein und beim Schlagen Blasen werfen. Er ist deutlich fester als ein gewöhnlicher Pfannkuchenteig.
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