Geräucherter Aal
Geräucherte Aalfilets findest du am ehesten an gut sortierten Fischtheken, in traditionellen Fischräuchereien oder auf größeren Wochenmärkten. Geräucherte Forelle ist eine mildere Alternative.
Klare Fleischbrühe
Eine klare Hamburger Aalsuppe mit kräftiger Rinder- und Schinkenknochenbrühe, Backpflaumen, Kochbirnen, Gemüse, geräuchertem Aal und selbst gemachten Schwemmklößchen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese klare Suppe verbindet eine langsam gezogene, kräftige Brühe mit süß-sauren Noten. Backpflaumen und Kochbirnen geben Tiefe, geräucherter Aal sorgt für eine herzhafte Einlage und separate Schwemmklößchen machen die Suppe besonders reichhaltig. Die Einlagen werden getrennt gegart, damit die Brühe möglichst klar bleibt.
Klare, kräftige Brühe mit rauchig-herzhaftem Aal, weichen Backpflaumen, zarten Birnen und Gemüse. Die kleinen Schwemmklößchen sind weich und locker; ein mildes süß-saures Finish rundet die Suppe ab.
Schritt für Schritt
Rinderbeinscheibe und Schinkenknochen in den großen Suppentopf geben und mit dem kalten Wasser bedecken. Langsam erhitzen und den aufsteigenden Schaum sorgfältig abschöpfen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist heiß, aber noch nicht sprudelnd; der Schaum ist weitgehend entfernt.
Wichtig: Beim Abschöpfen vorsichtig arbeiten, da die Flüssigkeit zunehmend heiß wird.
Zwiebel, Möhren, Sellerie, Lauch, Petersilienwurzel, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Salz hinzufügen. Die Brühe knapp unter dem Siedepunkt sanft ziehen lassen. Sie soll nur leicht zittern und nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Brühe bewegt sich nur leicht; Fleisch und Gemüse geben ihr Aroma ab.
Fleisch und Knochen herausheben. Die Brühe durch das mit einem sauberen Küchentuch ausgelegte feine Sieb gießen und zurück in den Topf geben. Das Rindfleisch vom Knochen lösen, grobe Fettstellen entfernen und das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist sichtbar klarer und frei von groben Trübstoffen.
Wichtig: Fleisch und Knochen vorsichtig herausheben; sie sind sehr heiß.
Wasser, Butter, Salz und Muskatnuss im zweiten Topf aufkochen. Das Mehl auf einmal einrühren und bei mittlerer Hitze weiterrühren, bis sich die Masse als glatter Kloß vom Topfboden löst. Den Teig 5 Minuten abkühlen lassen und anschließend das Ei gründlich unterarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig löst sich geschlossen vom Topfboden und ist nach dem Ei glatt.
Wichtig: Den heißen Teig vor dem Unterarbeiten des Eis kurz abkühlen lassen.
Mit zwei angefeuchteten Teelöffeln kleine Klößchen abstechen. In einem zweiten Topf leicht gesalzenes Wasser erhitzen, die Klößchen hineingeben und bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten gar ziehen lassen. Mit der Schaumkelle herausheben und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Klößchen sind aufgegangen und fühlen sich beim Anheben elastisch an.
Wichtig: Das Wasser nur leicht bewegen lassen, damit die Klößchen nicht zerfallen.
Backpflaumen mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Währenddessen die Birnen schälen, vierteln, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Möhre und Lauch in feine Streifen schneiden.
Daran erkennst du es: Die Backpflaumen sind weich geworden, aber noch formstabil.
Wichtig: Hitzefeste Schüssel verwenden und beim Übergießen vorsichtig arbeiten.
Die klare Brühe wieder erhitzen. Backpflaumen, Birnen, Möhrenstreifen, Lauchstreifen und Erbsen hineingeben und 8 bis 10 Minuten sanft garen, bis das Gemüse weich, aber noch bissfest ist.
Daran erkennst du es: Möhren und Lauch sind weich, behalten aber noch leichten Biss; die Birnen zerfallen nicht.
Apfelessig und Zucker einrühren. Die Suppe abschmecken; sie soll herzhaft, leicht süß und angenehm säuerlich schmecken. Bei Bedarf vorsichtig nachsalzen.
Daran erkennst du es: Süße und Säure sind ausgewogen, ohne dass der Essig die Brühe dominiert.
Rindfleisch und Schwemmklößchen in die Brühe geben und 2 Minuten erwärmen. Das Aalfilet in Stücke teilen, auf vier Teller verteilen und mit der heißen Suppe übergießen. Mit Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Fleisch und Klößchen sind durchgehend heiß; der Aal ist erwärmt, aber nicht zerkocht.
Wichtig: Die Teller und die Suppe sind sehr heiß; vorsichtig servieren.
Gut zu wissen
Geräucherte Aalfilets findest du am ehesten an gut sortierten Fischtheken, in traditionellen Fischräuchereien oder auf größeren Wochenmärkten. Geräucherte Forelle ist eine mildere Alternative.
Schinkenknochen gibt es häufig beim Fleischer oder an der Frischetheke, manchmal auch als Suppenknochen im Kühlregal. Geräucherte Schweinerippchen können ersatzweise verwendet werden.
Die Birnen sollten fest genug sein, damit sie beim sanften Garen ihre Form behalten. Backpflaumen vor dem Einlegen quellen lassen, damit sie in der Suppe weich werden.
Milder und weniger charakteristisch rauchig als Aal.
Geräucherte Forelle in Stücke teilen und wie das Aalfilet erst beim Servieren auf die Teller verteilen.
Die Brühe wird etwas kräftiger und fleischiger.
Die geräucherten Rippchen anstelle des Schinkenknochens mit der Rinderbeinscheibe ansetzen und nach dem Klären vom Knochen lösen.
Das Fruchtaroma wird säuerlicher und weniger weich-birnig.
Äpfel schälen, vierteln, entkernen und erst für die letzten Minuten der Garzeit in die Brühe geben.
Die Hitze nach dem Aufkochen reduzieren und nur ein leichtes Zittern der Flüssigkeit zulassen.
Die Brühe nochmals durch ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes feines Sieb gießen.
Das Ei nur gründlich, aber nicht unnötig lange einarbeiten und die Klößchen bei kleiner Hitze gar ziehen lassen.
Die fertigen Klößchen kurz in heißer Brühe erwärmen, aber nicht weiter sprudelnd kochen.
Die Garzeit auf 8 bis 10 Minuten begrenzen und die Brühe nur sanft bewegen lassen.
Weitere Einlage kurz separat blanchieren und erst beim Servieren ergänzen.
Beide Zutaten schrittweise einrühren und nach jeder Zugabe probieren.
Bei zu starker Säure mit etwas Brühe und gegebenenfalls einer kleinen zusätzlichen Prise Zucker ausgleichen; bei zu viel Süße mit wenigen Tropfen Essig nachjustieren.
Eine regionale Fassung ohne Aal, bei der Brühe, Backobst, Birnen, Gemüse und Schwemmklößchen im Mittelpunkt stehen.
Geräucherte Forelle ersetzt den Aal und bringt eine mildere Rauch- und Fischwürze in die Suppe.
Mehr Kochbirne und eine etwas zurückhaltendere Säure stellen die süß-säuerliche Seite stärker heraus.
Die Brühe kann bis zu 24 Stunden vorher gekocht, geklärt und gekühlt werden. Fleisch getrennt aufbewahren. Schwemmklößchen und die Fruchteinlage möglichst frisch zubereiten; Aal und Petersilie erst beim Servieren ergänzen.
Suppe, Fleisch und Klößchen nach dem Abkühlen getrennt oder gemeinsam im Kühlschrank aufbewahren. Aal und Petersilie getrennt lagern und erst beim erneuten Servieren ergänzen.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Kombination aus Birnen, Klößchen und geräuchertem Aal kann nach dem Einfrieren an Struktur und Klarheit verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Geräucherte Forelle ist eine mildere Alternative. Du kannst die Suppe auch ohne Aal servieren und die übrigen Einlagen unverändert verwenden.
Die Brühe langsam erhitzen, den Schaum sorgfältig abschöpfen, sie nur knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen und anschließend durch ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes feines Sieb gießen.
So bleibt die klare Brühe frei von Teigpartikeln. Die Klößchen werden erst am Schluss in der Brühe erwärmt.
Die Brühe kann am Vortag gekocht und gekühlt werden. Aal, Petersilie und möglichst auch die Schwemmklößchen erst kurz vor dem Servieren ergänzen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …