Apfelkraut

Fruchtiger Brotaufstrich

Fruchtiges Apfelkraut aus Äpfeln und Birnen: Die weich gekochten Früchte werden passiert, ihr Saft wird langsam eingekocht und anschließend heiß in Gläser gefüllt. Ergibt etwa zwei kleine Gläser.

Zum Rezept
Apfelkraut
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 3 Stunden
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 4 Std. 30 Min.
Menge etwa 2 kleine Gläser
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche, Konfitüren, Gelees und eingekochte Fruchtzubereitungen
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Abtropfen und Entwässern, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das sanfte Köcheln macht die Früchte weich, sodass sich ihr Saft gut abseihen lässt.
  • Beim offenen Einkochen verdampft Wasser und der Fruchtgeschmack konzentriert sich.
  • Die kalte-Teller-Probe hilft einzuschätzen, ob das Apfelkraut nach dem Abkühlen streichfähig ist.

Aus Äpfeln, Birnen und etwas Wasser entsteht ein konzentrierter, süßer Brotaufstrich ganz ohne zugesetzten Zucker. Nach dem sanften Garen wird der Fruchtsaft abgeseiht und offen eingekocht, bis er dick und streichfähig ist.

Süß und fruchtig mit konzentriertem Apfel- und Birnenaroma; abgekühlt dick und streichfähig.

Schritt für Schritt

Zubereitung

  1. Obst vorbereiten

    Äpfel und Birnen waschen, vierteln und Kerngehäuse sowie Stiele entfernen. Das Fruchtfleisch grob würfeln; die Schale kann dranbleiben.

    15 Minuten
    • Die Schale darf am Obst bleiben.
  2. Früchte weich kochen

    Obst und 250 ml Wasser in den großen Topf geben und zugedeckt aufkochen. Dann bei kleiner Hitze etwa 35 bis 45 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Früchte sehr weich sind. Zwischendurch umrühren; bei Bedarf einen kleinen Schuss zusätzliches Wasser zugeben.

    40 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Früchte sind sehr weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Die Hitze niedrig halten und gelegentlich umrühren.
  3. Saft ablaufen lassen

    Das Sieb mit dem Passiertuch auslegen und über eine Schüssel setzen. Die Fruchtmasse hineingeben und den Saft ablaufen lassen. Für einen klareren Aufstrich nicht kräftig pressen; für eine höhere Ausbeute das Tuch vorsichtig ausdrücken.

    Daran erkennst du es: Der Saft ist in der Schüssel aufgefangen und die Fruchtmasse im Tuch zurückgeblieben.

    • Vorsichtiges Ausdrücken erhöht die Saftausbeute, kann den Aufstrich aber weniger klar machen.
  4. Saft einkochen

    Den aufgefangenen Saft in den breiten Topf geben und ohne Deckel bei kleiner bis mittlerer Hitze leise köcheln lassen. Regelmäßig umrühren, gegen Ende häufiger. Je nach Topf und Saftmenge dauert das etwa 1½ bis 2½ Stunden. Währenddessen darauf achten, dass nichts am Topfboden ansetzt.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Saft ist deutlich eingedickt und lässt sich auf dem kalten Teller prüfen.

    • Gegen Ende häufiger umrühren, da der Saft zunehmend dick wird.
  5. Konsistenz prüfen

    Einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller geben und kurz abkühlen lassen. Ist das Apfelkraut dick und streichfähig, den Topf vom Herd nehmen. Andernfalls weiter einkochen und die Probe wiederholen.

    Daran erkennst du es: Der abgekühlte Klecks ist dick und streichfähig.

    • Die Probe erst nach kurzem Abkühlen beurteilen.
  6. Abfüllen und kühlen

    Das heiße Apfelkraut in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen und verschließen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind verschlossen und das Apfelkraut ist abgekühlt.

    Wichtig: Beim Abfüllen vorsichtig arbeiten: Apfelkraut und Gläser sind heiß.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Saftausbeute und Klarheit: Kräftiges Ausdrücken des Passiertuchs bringt mehr Saft, kann den Aufstrich jedoch weniger klar machen.
  • Die Konsistenzprobe: Das Apfelkraut dickt beim Abkühlen weiter ein. Entscheidend ist daher die Probe des kurz abgekühlten Kleckses auf dem kalten Teller.

Zutatenwissen

Reife Früchte

Die Äpfel und Birnen sollen reif sein. Die Schale kann nach dem Waschen am Obst bleiben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Fruchtsaft setzt am Topfboden an.

Bei kleiner bis mittlerer Hitze einkochen und gegen Ende häufiger umrühren.

Wenn nichts angebrannt schmeckt, den Saft vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den Bodensatz mitzunehmen, und bei niedrigerer Hitze weiter einkochen.

Das abgekühlte Apfelkraut ist noch zu dünn.

Die kalte-Teller-Probe durchführen und den Saft bei Bedarf weiter einkochen.

Den Aufstrich zurück in den Topf geben, weiter einkochen und die Probe wiederholen.

Der Aufstrich wird weniger klar.

Für einen klareren Aufstrich den Saft einfach ablaufen lassen und das Tuch nicht kräftig pressen.

Servieren und kombinieren

  • Auf Brot streichen: Das abgekühlte Apfelkraut als fruchtigen Aufstrich auf Brot streichen.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Die Gläser nach dem Abfüllen abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren.

Lebensmittelsicherheit

  • Heißes Apfelkraut und Gläser: Beim Einfüllen und Verschließen vorsichtig arbeiten, da das Apfelkraut heiß ist und die Gläser heiß ausgespült wurden. Die Gläser nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Müssen die Äpfel und Birnen geschält werden?

Nein. Nach dem Waschen können die Früchte mit Schale verarbeitet werden; Kerngehäuse und Stiele werden entfernt.

Woran erkenne ich, dass das Apfelkraut fertig ist?

Einen Klecks auf einen kalten Teller geben und kurz abkühlen lassen. Ist er dick und streichfähig, kann der Topf vom Herd.

Wie bewahre ich das Apfelkraut auf?

Nach dem Abfüllen abkühlen lassen und die verschlossenen Gläser im Kühlschrank aufbewahren.

Aus unserer Küche

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