Aktives Anstellgut verwenden
Das Roggensauerteig-Anstellgut sollte aktiv und backfähig sein. Ein frisch aufgefrischtes, sichtbar lebendiges Anstellgut unterstützt die Reifung des Sauerteigs.
Helles Weizenmischbrot
Helles, oval geformtes Weizenmischbrot mit Roggensauerteig und etwas Hefe. Der freigeschobene Laib erhält eine zarte, kräftig gebräunte Kruste und eine fein gelockerte, milde Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kasseler Brot ist ein helles Weizenmischbrot mit Roggensauerteig und Hefe. Diese Fassung wird als ovaler, freigeschobener Laib gebacken und eignet sich mit seiner milden Krume und zarten Kruste besonders gut für Butter, Käse und herzhafte Beläge.
Außen kräftig gebräunt und eher zart-knusprig, innen hell, weich und feinporig. Das Aroma ist mild getreidig mit einer angenehm zurückhaltenden Säurenote.
Schritt für Schritt
RoggenmehlRoggenmehl wird aus Roggenkörnern gemahlen und verleiht Broten ein kräftiges Aroma sowie eine dunklere Farbe., Wasser und aktives Roggensauerteig-AnstellgutKleiner Teil eines aktiven Roggensauerteigs, der zum Ansetzen weiterer Sauerteigführungen aufbewahrt wird. gründlich verrühren. Abgedeckt 10 bis 14 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen, bis der Ansatz sichtbar aufgegangen ist und angenehm säuerlich duftet.
Daran erkennst du es: Der Ansatz ist sichtbar aufgegangen und duftet angenehm säuerlich.
Den gesamten gereiften Sauerteig mit Weizenmehl Type 550, Weizenmehl Type 1050, Roggenmehl, zunächst 320 g Wasser und der frischen Hefe vermengen. Nach 20 Minuten Salz und die übrigen 20 g Wasser zugeben. Den Teig zunächst 5 Minuten langsam, anschließend 4 bis 6 Minuten etwas schneller kneten. Er soll weich, glatt und formbar sein.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, glatt und formbar.
Den Teig abgedeckt 60 bis 90 Minuten ruhen lassen. Nach etwa 30 Minuten den Teig einmal von allen Seiten zur Mitte dehnen und falten.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach der Ruhephase sichtbar gelockert und elastischer.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einem länglichen Laib mit gespannter Oberfläche formen und mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen legen. Abgedeckt 45 bis 60 Minuten gehen lassen.
Daran erkennst du es: Der geformte Teigling ist sichtbar aufgegangen und behält seine Form.
Einen Backstein, Backstahl oder ein umgedrehtes Backblech im Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zusätzlich eine leere Metallschale für den Dampf mit aufheizen.
Wichtig: Die Metallschale wird später sehr heiß und darf nur mit geeignetem Ofenhandschutz bewegt werden.
Den Laib auf Backpapier stürzen, die Oberfläche leicht mit Wasser abstreichen und mit einer Stipprolle oder Gabel gleichmäßig stippen. Alternativ drei flache Längsschnitte setzen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig stippt oder sauber eingeschnitten.
Das Brot einschieben, etwas heißes Wasser in die Metallschale geben und die Ofentür sofort schließen. 15 Minuten bei 250 °C backen, dann die Schale vorsichtig entfernen und die Temperatur auf 200 °C senken.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt sichtbar zu spannen und das Brot hält seine Form.
Wichtig: Beim Einfüllen des heißen Wassers besteht Verbrühungsgefahr; Gesicht und Hände von der Dampfwolke fernhalten.
Das Brot weitere 30 bis 35 Minuten bei 200 °C backen, bis die Kruste kräftig gebräunt ist und der Laib beim Klopfen hohl klingt. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und der Laib klingt beim Klopfen hohl.
Wichtig: Das Brot und die Backfläche sind unmittelbar nach dem Backen sehr heiß.
Gut zu wissen
Das Roggensauerteig-Anstellgut sollte aktiv und backfähig sein. Ein frisch aufgefrischtes, sichtbar lebendiges Anstellgut unterstützt die Reifung des Sauerteigs.
Die Kombination aus Weizenmehl Type 550, Weizenmehl Type 1050 und Roggenmehl Type 1150 prägt die helle Farbe, die lockere Krume und das ausgewogene Weizen-Roggen-Aroma.
Die Teigentwicklung kann sich geringfügig verändern; Aroma und Krume bleiben bei passender Dosierung ähnlich.
Frische Hefe durch Trockenhefe nach der Umrechnungsangabe des verwendeten Produkts ersetzen und direkt mit den trockenen Zutaten vermengen.
Die Krume kann etwas heller und weicher werden; die Wasseraufnahme kann leicht abweichen.
Die gleiche Menge verwenden und das Wasser bei Bedarf portionsweise einarbeiten, bis der Teig weich, glatt und formbar ist.
Auf sichtbare Volumenzunahme und einen gelockerten, elastischeren Teig achten, statt nur nach der Uhr zu arbeiten.
Wenn der Teigling noch nicht im Ofen ist, die Stückgare vorsichtig verlängern.
Nur Arbeitsfläche und Gärkörbchen leicht bemehlen und die Teigoberfläche möglichst wenig austrocknen lassen.
Trockene Mehlreste vor dem Einschießen vorsichtig abpinseln.
Backfläche und Metallschale gründlich vorheizen und die Ofentür nach dem Einschießen sofort schließen.
Das Brot vollständig ausbacken; die Krume wird trotz geringerer Ofenexpansion meist genießbar.
Geeignete Ofenhandschuhe verwenden, Abstand halten und das Wasser vorsichtig in die heiße Schale geben.
Statt die Oberfläche zu stippen, wird der Laib vor dem Backen mit drei flachen Längsschnitten versehen.
Der Sauerteig kann innerhalb der angegebenen Reifezeit am Vorabend angesetzt werden. Den fertig gebackenen Laib anschließend vollständig auskühlen lassen, bevor er gelagert wird.
Das vollständig ausgekühlte Brot bei Raumtemperatur trocken und luftig lagern. Nicht warm verpacken, damit die Kruste nicht unnötig weich wird.
Bei sichtbarem Schimmel oder ungewöhnlichem Geruch nicht mehr verzehren.
Das vollständig ausgekühlte Brot möglichst in Scheiben oder Portionen verpacken und luftdicht einfrieren.
Bei Raumtemperatur auspacken und auftauen lassen. Einzelne Scheiben können direkt getoastet werden.
Die Kruste verliert nach dem Einfrieren etwas an Knusprigkeit, die Krume bleibt bei guter Verpackung meist angenehm.
Häufig gefragt
Die angegebene Reifezeit sollte möglichst eingehalten werden. Bei deutlich längerer Reife kann der Ansatz stärker säuern und an Triebkraft verlieren.
Nein. Alternativ können drei flache Längsschnitte gesetzt werden, wie im Rezept beschrieben.
Eine Schüssel, die mit einem gut bemehlten Tuch ausgelegt ist, funktioniert als Ersatz.
Erst nach dem vollständigen Auskühlen. So kann sich die Krume stabilisieren und bleibt weniger klebrig.
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