Flönz einkaufen
Rheinische Blutwurst beziehungsweise Flönz ist meist in Metzgereien, gut sortierten Fleischereien oder an regionalen Feinkosttheken erhältlich. Eine milde geräucherte Blutwurst kann als Ersatz dienen und schmeckt etwas kräftiger.
Süß-saures Linsengemüse
Sämige, süß-sauer abgeschmeckte TellerlinsenEine große Linsenform aus Lens culinaris, die meist als getrocknete Hülsenfrucht für Suppen, Eintöpfe und Beilagen verwendet wird. mit gebratener rheinischer Blutwurst, Röstzwiebeln und kräftigem RoggenbrotEin kräftiges Roggenbrot ergänzt die weichen Linsen mit einer herzhaften, leicht säuerlichen Brotnote..
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rheinische Linsen mit Flönz verbinden weich gegarte Tellerlinsen mit Wurzelgemüse, einer leicht süß-sauren Würzung und knusprig gebratener Blutwurst. Röstzwiebeln und Butterbrot machen die rustikale Tellerkombination besonders herzhaft.
Die Linsen sind weich, aber noch formstabil, sämig und herzhaft. Essig sorgt für eine dezente Säure, Zucker rundet sie ab. Dazu kommen würzige, knusprige Blutwurstscheiben, goldbraune Zwiebeln und kräftiges Butter-Roggenbrot.
Schritt für Schritt
Die Linsen in einem Sieb kalt abspülen. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Lauch putzen und in kleine Würfel schneiden.
25 g Schweineschmalz in einem großen Topf erhitzen. Das vorbereitete Gemüse darin bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten anschwitzen. Das Mehl einrühren, kurz mitrösten und die Fleischbrühe unter Rühren angießen. Linsen und Lorbeerblatt zugeben.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht weich, aber noch nicht gebräunt.
Die Linsen zugedeckt bei kleiner bis mittlerer Hitze 30 bis 35 Minuten sanft garen, bis sie weich sind, aber noch ihre Form behalten. Das Lorbeerblatt entfernen und etwa ein Viertel der Linsen mit dem Kartoffelstampfer leicht zerdrücken.
Daran erkennst du es: Die Linsen sind weich, aber nicht zerfallen.
Apfelessig, Zucker, Salz und Pfeffer unterrühren. Die Linsen weitere 5 Minuten offen einkochen lassen. Sie sollen sämig sein und auf dem Teller stehen, nicht suppig wirken. Bei Bedarf mit wenig Wasser verdünnen.
Daran erkennst du es: Die Linsen sind sämig und laufen auf dem Teller nicht dünn auseinander.
Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Die Hälfte des Schweineschmalzes in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten goldbraun braten. Herausnehmen und warm halten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebelringe sind weich und goldbraun.
Die Flönz häuten und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben leicht im Mehl wenden, überschüssiges Mehl abschütteln und im restlichen Schweineschmalz bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 2 bis 3 Minuten knusprig braten.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind außen knusprig und vollständig durchgewärmt.
Das Roggenbrot in Scheiben schneiden und mit Butter bestreichen. Das sämige Linsengemüse mit den gebratenen Flönzscheiben und den Röstzwiebeln anrichten. Das Butterbrot dazu servieren.
Gut zu wissen
Rheinische Blutwurst beziehungsweise Flönz ist meist in Metzgereien, gut sortierten Fleischereien oder an regionalen Feinkosttheken erhältlich. Eine milde geräucherte Blutwurst kann als Ersatz dienen und schmeckt etwas kräftiger.
Braune Tellerlinsen behalten bei sanftem Garen ihre Form und eignen sich deshalb für die sämige, aber nicht vollständig pürierte Linsenbasis.
Ein kräftiges Roggenbrot ergänzt die weichen Linsen mit einer herzhaften, leicht säuerlichen Brotnote.
Der Geschmack wird etwas kräftiger und würziger; die rheinische Bezeichnung Flönz entfällt.
Die Blutwurst häuten, in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, leicht im Mehl wenden und wie die Flönz braten.
Das Gericht schmeckt etwas weniger schweinefleischbetont.
Das Schweineschmalz in beiden Arbeitsphasen durch hitzebeständiges neutrales Pflanzenöl ersetzen.
Etwa ein Viertel der Linsen zerdrücken und die Linsen nach dem Abschmecken offen weiter einkochen lassen.
Ohne Deckel weiter einkochen lassen und bei Bedarf einen größeren Teil der Linsen zerdrücken.
Bei mittlerer Hitze braten und die Zwiebeln regelmäßig wenden.
Verbrannte Zwiebeln nicht unterheben, sondern eine neue kleine Portion bei geringerer Hitze braten.
Etwa 1 cm dick schneiden, leicht bemehlen und erst wenden, wenn die Unterseite angebraten ist.
Zerfallene Stücke als knusprige Einlage auf den Linsen servieren.
Sanft garen und ab 30 Minuten regelmäßig die Konsistenz prüfen.
Das Gericht als besonders sämige Linsenspeise servieren und die Einlagen erst kurz vor dem Anrichten daraufgeben.
Die Flönz wird durch eine vegetarische Blutwurst-Alternative oder eine andere herzhafte pflanzliche Wurst ersetzt.
Die Grundzubereitung bleibt gleich, wird aber mit einer intensiveren Pfeffernote serviert.
Die Linsen können bis zu 24 Stunden im Voraus gekocht und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Flönz und Röstzwiebeln möglichst erst kurz vor dem Servieren braten.
Linsen nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Flönz und Röstzwiebeln getrennt aufbewahren, wenn ihre Knusprigkeit erhalten bleiben soll.
Gekochte Speisen nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Linsenbasis kann durch Einfrieren zwar an Qualität verlieren; für dieses Rezept wird das Einfrieren daher nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Flönz ist eine rheinische Bezeichnung für Blutwurst. Für dieses Rezept wird sie gehäutet, in Scheiben geschnitten und knusprig gebraten.
Die Linsen sollen weich, aber noch teilweise formstabil sein. Durch das Zerdrücken eines Teils der Linsen entsteht eine sämige Konsistenz, die auf dem Teller stehen bleibt.
Eine milde geräucherte Blutwurst ist eine passende Alternative. Sie kann etwas kräftiger und würziger schmecken.
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