Rheinische Linsen mit Flönz

Süß-saures Linsengemüse

Sämige, süß-sauer abgeschmeckte TellerlinsenEine große Linsenform aus Lens culinaris, die meist als getrocknete Hülsenfrucht für Suppen, Eintöpfe und Beilagen verwendet wird. mit gebratener rheinischer Blutwurst, Röstzwiebeln und kräftigem RoggenbrotEin kräftiges Roggenbrot ergänzt die weichen Linsen mit einer herzhaften, leicht säuerlichen Brotnote..

Zum Rezept
Rheinische Linsen mit Flönz
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 60 Minuten
Menge Portionen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Tellerlinsen werden in Fleischbrühe gegart und teilweise zerdrückt, wodurch das Gericht sämig wird, ohne suppig zu sein.
  • Essig und Zucker geben den Linsen die typische süß-saure Spannung.
  • Gebratene Flönz und Röstzwiebeln ergänzen die weiche Linsenbasis mit kräftigem Geschmack und knusprigen Komponenten.
  • Roggenbrot und Butter machen aus den Linsen eine sättigende, vollständige Tellerportion.

Rheinische Linsen mit Flönz verbinden weich gegarte Tellerlinsen mit Wurzelgemüse, einer leicht süß-sauren Würzung und knusprig gebratener Blutwurst. Röstzwiebeln und Butterbrot machen die rustikale Tellerkombination besonders herzhaft.

Die Linsen sind weich, aber noch formstabil, sämig und herzhaft. Essig sorgt für eine dezente Säure, Zucker rundet sie ab. Dazu kommen würzige, knusprige Blutwurstscheiben, goldbraune Zwiebeln und kräftiges Butter-Roggenbrot.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Linsen und Gemüse vorbereiten

    Die Linsen in einem Sieb kalt abspülen. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Lauch putzen und in kleine Würfel schneiden.

    10 Minuten
    • Das Gemüse möglichst gleichmäßig klein schneiden, damit es zusammen weich wird.
  2. Linsengemüse ansetzen

    25 g Schweineschmalz in einem großen Topf erhitzen. Das vorbereitete Gemüse darin bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten anschwitzen. Das Mehl einrühren, kurz mitrösten und die Fleischbrühe unter Rühren angießen. Linsen und Lorbeerblatt zugeben.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht weich, aber noch nicht gebräunt.

    • Die Brühe langsam und unter Rühren angießen, damit das Mehl klumpenfrei bindet.
  3. Linsen garen

    Die Linsen zugedeckt bei kleiner bis mittlerer Hitze 30 bis 35 Minuten sanft garen, bis sie weich sind, aber noch ihre Form behalten. Das Lorbeerblatt entfernen und etwa ein Viertel der Linsen mit dem Kartoffelstampfer leicht zerdrücken.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Linsen sind weich, aber nicht zerfallen.

    • Während die Linsen garen, die Zwiebeln für die Röstzwiebeln schneiden und anschließend braten.
  4. Süß-sauer abschmecken

    Apfelessig, Zucker, Salz und Pfeffer unterrühren. Die Linsen weitere 5 Minuten offen einkochen lassen. Sie sollen sämig sein und auf dem Teller stehen, nicht suppig wirken. Bei Bedarf mit wenig Wasser verdünnen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Linsen sind sämig und laufen auf dem Teller nicht dünn auseinander.

    • Das Salz ist bereits dosiert; nur bei Bedarf vorsichtig nachwürzen, ohne die feste Menge zu ersetzen.
  5. Röstzwiebeln braten

    Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Die Hälfte des Schweineschmalzes in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten goldbraun braten. Herausnehmen und warm halten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebelringe sind weich und goldbraun.

    • Die Zwiebeln gelegentlich wenden und nicht zu heiß braten, damit sie nicht verbrennen.
  6. Flönz knusprig braten

    Die Flönz häuten und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben leicht im Mehl wenden, überschüssiges Mehl abschütteln und im restlichen Schweineschmalz bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 2 bis 3 Minuten knusprig braten.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Scheiben sind außen knusprig und vollständig durchgewärmt.

    • Die Scheiben vorsichtig wenden, damit sie nicht zerfallen.
  7. Anrichten

    Das Roggenbrot in Scheiben schneiden und mit Butter bestreichen. Das sämige Linsengemüse mit den gebratenen Flönzscheiben und den Röstzwiebeln anrichten. Das Butterbrot dazu servieren.

    5 Minuten
    • Die Flönz und Röstzwiebeln erst kurz vor dem Servieren auf die Linsen geben, damit sie knusprig bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Süß-saure Balance: Essig und Zucker sind fest dosiert und sollten gemeinsam untergerührt werden. So bleibt die Würzung ausgewogen, ohne die angegebene Menge stillschweigend zu verändern.
  • Sämigkeit prüfen: Das teilweise Zerdrücken eines Viertels der Linsen bindet die Flüssigkeit. Bei zu fester Konsistenz mit wenig Wasser verdünnen, bei zu dünner Konsistenz offen weiter einkochen.
  • Zeit sparen: Während die Linsen garen, können die Zwiebeln geschnitten und gebraten werden. Die Röstzwiebeln anschließend warm halten und die Flönz in derselben Pfanne braten.

Zutatenwissen

Flönz einkaufen

Rheinische Blutwurst beziehungsweise Flönz ist meist in Metzgereien, gut sortierten Fleischereien oder an regionalen Feinkosttheken erhältlich. Eine milde geräucherte Blutwurst kann als Ersatz dienen und schmeckt etwas kräftiger.

Tellerlinsen

Braune Tellerlinsen behalten bei sanftem Garen ihre Form und eignen sich deshalb für die sämige, aber nicht vollständig pürierte Linsenbasis.

Roggenbrot

Ein kräftiges Roggenbrot ergänzt die weichen Linsen mit einer herzhaften, leicht säuerlichen Brotnote.

Sinnvolle Alternativen

milde geräucherte Blutwurst

Der Geschmack wird etwas kräftiger und würziger; die rheinische Bezeichnung Flönz entfällt.

Die Blutwurst häuten, in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, leicht im Mehl wenden und wie die Flönz braten.

neutrales Pflanzenöl

Das Gericht schmeckt etwas weniger schweinefleischbetont.

Das Schweineschmalz in beiden Arbeitsphasen durch hitzebeständiges neutrales Pflanzenöl ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Linsen wirken eher wie Suppe als wie ein sämiges Gericht.

Etwa ein Viertel der Linsen zerdrücken und die Linsen nach dem Abschmecken offen weiter einkochen lassen.

Ohne Deckel weiter einkochen lassen und bei Bedarf einen größeren Teil der Linsen zerdrücken.

Die Röstzwiebeln werden dunkel und bitter.

Bei mittlerer Hitze braten und die Zwiebeln regelmäßig wenden.

Verbrannte Zwiebeln nicht unterheben, sondern eine neue kleine Portion bei geringerer Hitze braten.

Die Flönzscheiben zerbrechen beim Braten.

Etwa 1 cm dick schneiden, leicht bemehlen und erst wenden, wenn die Unterseite angebraten ist.

Zerfallene Stücke als knusprige Einlage auf den Linsen servieren.

Die Linsen zerfallen vollständig.

Sanft garen und ab 30 Minuten regelmäßig die Konsistenz prüfen.

Das Gericht als besonders sämige Linsenspeise servieren und die Einlagen erst kurz vor dem Anrichten daraufgeben.

Varianten

Vegetarische Linsen mit pflanzlicher Wurst

Die Flönz wird durch eine vegetarische Blutwurst-Alternative oder eine andere herzhafte pflanzliche Wurst ersetzt.

Kräftiger gewürzte Linsen

Die Grundzubereitung bleibt gleich, wird aber mit einer intensiveren Pfeffernote serviert.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Roggenbrot: Die sämigen Linsen mit Flönz und Röstzwiebeln anrichten und das mit Butter bestrichene kräftige Roggenbrot separat dazu servieren.
  • Sehr heiß servieren: Die Flönz und Röstzwiebeln unmittelbar vor dem Servieren auf die Linsen geben, damit ihre gebratene Oberfläche möglichst knusprig bleibt.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Linsen können bis zu 24 Stunden im Voraus gekocht und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Flönz und Röstzwiebeln möglichst erst kurz vor dem Servieren braten.

Aufbewahren

Linsen nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Flönz und Röstzwiebeln getrennt aufbewahren, wenn ihre Knusprigkeit erhalten bleiben soll.

Gekochte Speisen nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die Linsenbasis kann durch Einfrieren zwar an Qualität verlieren; für dieses Rezept wird das Einfrieren daher nicht empfohlen.

Aufwärmen

  • Topf: Die Linsen mit einem kleinen Schuss Wasser bei niedriger bis mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren erwärmen. Flönz und Röstzwiebeln separat in der Pfanne aufwärmen.
  • Pfanne: Flönz und Röstzwiebeln bei mittlerer Hitze kurz erwärmen, damit die Oberfläche wieder etwas knusprig wird.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Mehl und Roggenbrot sind im Rezept enthalten.
  • Milch: enthält · Butter wird zum Bestreichen des Roggenbrots verwendet.
  • Sellerie: enthält · Knollensellerie ist Bestandteil des Linsengemüses.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Flönz?

Flönz ist eine rheinische Bezeichnung für Blutwurst. Für dieses Rezept wird sie gehäutet, in Scheiben geschnitten und knusprig gebraten.

Wie sämig sollen die Linsen werden?

Die Linsen sollen weich, aber noch teilweise formstabil sein. Durch das Zerdrücken eines Teils der Linsen entsteht eine sämige Konsistenz, die auf dem Teller stehen bleibt.

Was kann ich statt Flönz verwenden?

Eine milde geräucherte Blutwurst ist eine passende Alternative. Sie kann etwas kräftiger und würziger schmecken.

Aus unserer Küche

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