Riesbree mit Sinbohntjes

Süßer Milchreis mit Rosinen

Sämiger ostfriesischer MilchreisRundkornreis hat kurze, gedrungene Körner und kann beim Garen stärker zusammenkleben. mit gequollenen Rosinen, zerlassener Butter und Zimtzucker.

Zum Rezept
Riesbree mit Sinbohntjes
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Breie
Prägende Zutatenfamilie Milchprodukte, Obst, Reis
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Rundkornreis gibt beim langsamen Garen Stärke an die Milch ab und sorgt für eine sämige Konsistenz.
  • Das Quellen der Rosinen macht sie weich und verteilt ihre fruchtige Süße gleichmäßig im Reis.
  • Butter, Zimt und Zucker ergänzen den milden Milchreis mit einem warmen, aromatischen Abschluss.

Riesbree mit Sinbohntjes ist eine norddeutsche Variante von Milchreis mit Rosinen. Rundkornreis gart langsam in Vollmilch, bis er weich und löffelbar ist. Zum Schluss kommen die warmen Rosinen dazu; zerlassene Butter und Zimtzucker geben dem Gericht sein charakteristisches Finish.

Warm serviert ist der Riesbree weich, cremig und löffelbar. Die Rosinen bringen saftige, süße Akzente ein, während Butter und Zimtzucker für ein mildes, warm-würziges Aroma sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rosinen quellen lassen

    Die Rosinen mit heißem Wasser bedecken und etwa 10 Minuten quellen lassen. Anschließend in einem Sieb abtropfen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Rosinen sind weich und gut abgetropft.

    • Die Rosinen vor dem Unterheben gründlich abtropfen lassen, damit der Milchreis nicht unnötig verdünnt wird.
  2. Milch aufkochen

    Die Milch mit der Prise Salz in einem schweren Topf aufkochen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Milch steigt sichtbar auf und beginnt zu kochen.

    • Die Milch während des Aufkochens im Blick behalten, damit sie nicht überläuft.

    Wichtig: Beim Aufkochen vorsichtig arbeiten, da heiße Milch schnell aufschäumt.

  3. Reis einrühren

    Den Milchreis einrühren und die Milch unter Rühren nochmals kurz aufwallen lassen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Reis ist gleichmäßig in der heißen Milch verteilt.

    • Den Reis vom Topfboden lösen, bevor die Hitze reduziert wird.
  4. Milchreis langsam garen

    Die Hitze auf die kleinste Stufe reduzieren und den Reis zugedeckt etwa 30 bis 35 Minuten garen. Alle paar Minuten vom Topfboden her umrühren, damit nichts ansetzt.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Reis ist weich und der Brei sämig sowie löffelbar.

    • Während der Reis gart, können Zucker und Zimt bereits abgemessen und vermischt werden.

    Wichtig: Den Topfboden regelmäßig kontrollieren und umrühren, damit die Milch nicht anbrennt.

  5. Rosinen unterheben

    Die abgetropften Rosinen in den letzten 5 Minuten unterheben und mit erwärmen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Rosinen sind warm und gleichmäßig im Milchreis verteilt.

    • Nur vorsichtig rühren, damit die Rosinen im Brei bleiben und der Reis nicht zerdrückt wird.
  6. Butter und Zimtzucker vorbereiten

    Zucker und Zimt vermischen. Die Butter in einem kleinen Topf langsam zerlassen. Den Riesbree in Schalen füllen, mit der flüssigen Butter übergießen und mit Zimtzucker bestreuen. Am besten warm servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig flüssig, ohne gebräunt zu sein.

    • Butter und Zimtzucker erst kurz vor dem Servieren auftragen.

    Wichtig: Die geschmolzene Butter und der heiße Milchreis können Verbrennungen verursachen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ansetzen vermeiden: Milchreis setzt wegen der Stärke leicht am Topfboden an. Deshalb während des langsamen Garens regelmäßig vom Boden her umrühren.
  • Konsistenz prüfen: Der Reis soll weich und der Brei löffelbar sein. Falls der Riesbree am Ende sehr fest wirkt, sollte er direkt serviert werden, da er beim Abkühlen weiter eindickt.

Zutatenwissen

Warum Rundkornreis

Rundkornreis gibt beim langsamen Garen Stärke an die Milch ab und macht den Riesbree sämig.

Rosinen quellen

Das vorherige Quellen macht die getrockneten Rosinen weicher und verhindert, dass sie dem Milchreis während des Garens zu viel Flüssigkeit entziehen.

Butter zum Servieren

Die Butter wird separat zerlassen und erst beim Servieren über den Riesbree gegeben. So bleibt ihr milder Geschmack deutlich wahrnehmbar.

Sinnvolle Alternativen

Ungesüßter Pflanzendrink

Der Riesbree wird je nach Produkt etwas weniger vollmundig; gesüßte Produkte verändern die Süße.

Die Vollmilch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Den Reis wie beschrieben langsam garen und die Konsistenz am Ende prüfen.

Pflanzliche Margarine

Das Butteraroma wird milder und die Rezeptur kann vollständig pflanzlich werden.

Die Butter im gleichen Gewicht durch pflanzliche Margarine ersetzen und langsam schmelzen. Eine ausdrücklich vegane Margarine verwenden, wenn das Gericht vegan sein soll.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Milchreis setzt am Topfboden an oder schmeckt angebrannt.

Nach dem Aufwallen die kleinste Hitze wählen und alle paar Minuten vom Topfboden her umrühren.

Den nicht angebrannten Teil vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen und mit etwas Milch weitergaren. Angebrannte Stellen nicht vom Boden abkratzen.

Der Riesbree ist sehr fest und lässt sich schwer löffeln.

Die Konsistenz gegen Ende prüfen und den Riesbree servieren, sobald der Reis weich und der Brei noch löffelbar ist.

Etwas warme Milch unterrühren und den Brei bei niedriger Hitze kurz erwärmen.

Die Milch schäumt über den Topfrand.

Die Milch im Blick behalten und beim ersten deutlichen Aufsteigen die Hitze reduzieren.

Den Topf sofort von der Hitze nehmen, übergelaufene Milch entfernen und anschließend mit sauberem Topf und passender Hitze fortfahren.

Varianten

Abgekühlter Riesbree

Der Milchreis wird nicht sofort warm serviert, sondern vollständig abgekühlt und anschließend kalt oder zimmerwarm gereicht.

Pflanzliche Variante

Milch und Butter werden durch pflanzliche Alternativen ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Butter und Zimtzucker: Den Riesbree direkt nach dem Garen in Schalen füllen, mit flüssiger Butter übergießen und mit Zimtzucker bestreuen.
  • Abgekühlt genießen: Riesbree vollständig abkühlen lassen und anschließend kalt oder zimmerwarm servieren. Vor dem Servieren die Konsistenz prüfen, da der Brei nachdickt.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Riesbree kann bis zu 24 Stunden vorher gekocht und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren vorsichtig erwärmen und bei Bedarf mit etwas Milch lockern.

Aufbewahren

Den Riesbree nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren die gewünschte Portion entnehmen und nur einmal erwärmen.

Nicht benötigte Portionen nach dem Servieren zeitnah abdecken und kühlen.

Einfrieren

Die cremige Konsistenz kann nach dem Auftauen leiden und körniger oder wässriger werden.

Aufwärmen

  • Topf: Den Riesbree mit einem kleinen Schuss Milch in einen Topf geben und bei niedriger Hitze unter häufigem Rühren erwärmen, bis er wieder heiß und cremig ist.
  • Mikrowelle: Eine Portion mit einem kleinen Schuss Milch in ein mikrowellengeeignetes Gefäß geben und in kurzen Intervallen erwärmen. Zwischendurch umrühren.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Vollmilch und Butter sind ausdrücklich als Zutaten enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Schmeckt Riesbree besser warm oder abgekühlt?

Beides ist möglich. Warm ist der Riesbree besonders weich und cremig; abgekühlt wird er fester und kann kalt oder zimmerwarm serviert werden.

Müssen die Rosinen eingeweicht werden?

Das Einweichen ist für die angegebene Zubereitung vorgesehen. Es macht die Rosinen weicher und sorgt dafür, dass sie im Milchreis saftig bleiben.

Wie verhindert man, dass Milchreis anbrennt?

Nach dem Aufwallen die kleinste Hitze wählen, den Topf abdecken und den Reis während des Garens regelmäßig vom Boden her umrühren.

Aus unserer Küche

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