Saarländisches Früchtebrot mit Dörrbirnen und Walnüssen

Früchtebrot aus dem Saarland

Saftiges Früchtebrot aus lockerem Hefeteig mit eingeweichten Dörrbirnen, Pflaumen, Feigen, Sultaninen, Walnüssen und kandierten Zitrusfrüchten.

Zum Rezept
Saarländisches Früchtebrot mit Dörrbirnen und Walnüssen
Vorbereitung 75 Minuten
Kochen / Backen 60 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 18 Std. 5 Min.
Gesamtzeit ca. 19 Std. 45 Min.
Menge kleine Laibe
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Einweichen macht die Trockenfrüchte saftig und verteilt ihr kräftiges Aroma im Brot.
  • Der Hefeteig hält die reichhaltige Frucht-Nuss-Mischung zusammen und sorgt für eine lockere Krume.
  • Walnüsse, Orangeat, Zitronat und Gewürze ergänzen die süßen Früchte um nussige, würzige und zitrische Noten.

Dieses saarländisch inspirierte Früchtebrot verbindet eingeweichte Dörrbirnen mit weiteren Trockenfrüchten, Walnüssen und feinen Gewürzen. Der Hefeteig wird zu zwei kleinen Laiben geformt, frei gebacken und darf nach dem Auskühlen über Nacht durchziehen.

Innen saftig und fruchtig mit einer lockeren, leicht festen Hefekrume; dazu kommen weiche Trockenfrüchte, knackige Walnüsse, warme Gewürze und ein feines Orangenaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Früchte einweichen

    Birnen, Pflaumen und Feigen klein schneiden. Mit den Sultaninen in eine Schüssel geben, mit dem heißen Wasser übergießen, abdecken und mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, quellen lassen.

    8 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Früchte sind deutlich weicher und gut durchfeuchtet.

    • Für die Übernachtgare die Schüssel abgedeckt stehen lassen.

    Wichtig: Das heiße Wasser vorsichtig eingießen.

  2. Früchte und Nüsse vorbereiten

    Die Früchte abgießen und 250 ml Einweichwasser auffangen. Die Früchte gut abtropfen lassen und anschließend grob hacken. Walnüsse, Orangeat und Zitronat ebenfalls grob hacken.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Früchte sind abgetropft, aber noch saftig; alle Einlagen sind grob zerkleinert.

    • Das aufgefangene Einweichwasser vollständig für den Teig aufbewahren.
  3. Hefe anrühren

    Das Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe mit 2 EL des lauwarmen Einweichwassers und 1 TL Zucker verrühren und 10 Minuten stehen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Hefemischung beginnt leicht zu schäumen oder wirkt sichtbar aktiviert.

    • Das Wasser für die Hefe nur lauwarm verwenden.
  4. Hefeteig herstellen und gehen lassen

    Das restliche Einweichwasser, den übrigen Zucker, Butter, Ei, Salz, Zimt, Nelken und Orangenabrieb zum Mehl geben. Die Hefemischung hinzufügen und alles 8 bis 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen. Während der Teig geht, können die vorbereiteten Einlagen bereitgestellt werden.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist geschmeidig und hat sich sichtbar vergrößert.

    • Der Teig sollte weich und elastisch, aber nicht flüssig sein.
  5. Einlagen einarbeiten

    Früchte, Walnüsse, Orangeat, Zitronat und Kirschwasser unter den Teig kneten. Den Teig anschließend nochmals 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Einlagen sind gleichmäßig im Teig verteilt und der Teig entspannt sich sichtbar.

    • Die Einlagen behutsam einarbeiten, damit die Früchte möglichst ganz bleiben.
  6. Laibe formen und gehen lassen

    Den Teig halbieren und zwei längliche Laibe formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, abdecken und weitere 30 bis 40 Minuten gehen lassen.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Laibe sind sichtbar aufgegangen und wirken locker, behalten aber ihre Form.

    • Zwischen den Laiben ausreichend Abstand lassen.
  7. Früchtebrot backen

    Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Laibe mit Milch bestreichen und auf der mittleren Schiene 55 bis 60 Minuten backen. Werden sie zu dunkel, locker mit Backpapier abdecken. Während die Brote backen, müssen keine weiteren Rezeptschritte erledigt werden.

    60 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Die Laibe sind kräftig gebräunt und durchgebacken.

    • Bei zu starker Bräunung die Laibe locker mit Backpapier abdecken.

    Wichtig: Beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden; Backblech und Brot sind sehr heiß.

  8. Auskühlen und durchziehen lassen

    Die Früchtebrote auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. In Backpapier oder Folie wickeln und vor dem Anschneiden mindestens über Nacht durchziehen lassen.

    8 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Brote sind vollständig ausgekühlt und lassen sich sauber anschneiden.

    • Durch das Ruhen verbinden sich Frucht-, Gewürz- und Zitrusaromen besser.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Übernacht-Einweichen: Die Trockenfrüchte mindestens 8 Stunden einweichen; über Nacht ist besonders praktisch und sorgt für eine saftige Fruchtmischung.
  • Einweichwasser auffangen: 250 ml des Einweichwassers werden für den Hefeteig benötigt. Die Früchte deshalb erst abgießen und dann gut abtropfen lassen.
  • Vor dem Anschneiden ruhen lassen: Das vollständig ausgekühlte Brot mindestens über Nacht durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden und die Krume stabilisiert.

Zutatenwissen

Dörrbirnen

Dörrbirnen geben dem Früchtebrot sein charakteristisches, kräftiges Fruchtaroma. Sie werden vor dem Einweichen klein geschnitten.

Mehltype

Für den Hefeteig kann Weizenmehl Type 550 oder Type 812 verwendet werden.

Alkoholische oder alkoholfreie Variante

Kirschwasser sorgt für ein leicht kirschiges Aroma. Für eine alkoholfreie Version wird es durch Apfelsaft ersetzt.

Sinnvolle Alternativen

getrocknete Äpfel

Das Brot wird milder und weniger birnig.

Die getrockneten Äpfel wie die Dörrbirnen klein schneiden und gemeinsam mit den übrigen Früchten einweichen.

fein gehackte kandierte Orangenschale und zusätzlicher Orangenabrieb

Das Zitrusaroma wirkt frischer und weniger kompakt kandiert.

Orangeat durch fein gehackte kandierte Orangenschale ersetzen und nach Geschmack etwas zusätzlichen Orangenabrieb verwenden.

Apfelsaft

Das Früchtebrot wird fruchtiger und milder.

Die gleiche Menge Apfelsaft anstelle des Kirschwassers unter den Teig kneten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig wird sehr weich und lässt sich schlecht formen.

Die Früchte nach dem Abgießen gut abtropfen lassen und das aufgefangene Einweichwasser abmessen.

Den Teig kurz ruhen lassen und bei Bedarf mit leicht bemehlten Händen formen, ohne größere zusätzliche Mehlmengen einzuarbeiten.

Die Oberfläche wird zu dunkel, bevor das Brot fertig gebacken ist.

Die Brote während des Backens beobachten und bei Bedarf locker mit Backpapier abdecken.

Die Brote sofort locker abdecken und die Backzeit beenden, bis sie durchgebacken sind.

Die Laibe bleiben kompakt und gehen im Ofen kaum auf.

Die Gehzeiten einhalten und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort ruhen lassen.

Bei noch ungebackenem Teig die Gehzeit an einem warmen Ort verlängern; bereits gebackenes Brot wird dadurch nicht mehr lockerer.

Die Krume wirkt beim Anschneiden klebrig oder instabil.

Die Laibe vollständig auskühlen lassen und mindestens über Nacht durchziehen lassen.

Das Brot wieder einwickeln und länger ruhen lassen; sehr feuchte Scheiben können vorsichtig nachgetrocknet werden.

Varianten

Alkoholfreies Früchtebrot

Eine fruchtigere und mildere Variante ohne Kirschwasser.

Früchtebrot mit getrockneten Äpfeln

Eine mildere Variante, bei der die Dörrbirnen durch getrocknete Äpfel ersetzt werden.

Frischerer Zitrusgeschmack

Eine Variante mit stärker betontem Orangenaroma und weniger kandierter Zitrusnote.

Servieren und kombinieren

  • Zum Frühstück: In dünnen Scheiben servieren; das Brot kann pur gegessen werden und eignet sich besonders gut, wenn es über Nacht durchgezogen ist.
  • Zur Kaffeetafel: Das Früchtebrot in Scheiben schneiden und als fruchtiges Gebäck zu Kaffee oder Tee reichen.
  • Für die Adventszeit: Durch Orangeat, Zitronat, Zimt und Nelken passt das Brot besonders gut auf eine winterliche oder festliche Gebäckt tafel.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Früchte werden ohnehin über Nacht eingeweicht. Auch die fertig gebackenen Laibe sollen vor dem Anschneiden mindestens über Nacht durchziehen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält ein Ei.
  • Milch: enthält · Butter und Milch werden verwendet.
  • Schalenfrüchte: enthält · Das Rezept enthält Walnüsse.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Womit kann ich Dörrbirnen ersetzen?

Getrocknete Äpfel sind eine passende Alternative. Das Früchtebrot schmeckt dann milder und weniger birnig.

Kann ich das Früchtebrot alkoholfrei backen?

Ja. Das Kirschwasser durch die gleiche Menge Apfelsaft ersetzen.

Welche Mehltype eignet sich?

Im Rezept ist Weizenmehl Type 550 oder Type 812 vorgesehen.

Warum soll das Brot über Nacht durchziehen?

Die Ruhezeit verbindet die Aromen und sorgt dafür, dass sich die saftige Krume besser stabilisiert und schneiden lässt.

Aus unserer Küche

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