Dörrbirnen
Dörrbirnen geben dem Früchtebrot sein charakteristisches, kräftiges Fruchtaroma. Sie werden vor dem Einweichen klein geschnitten.
Früchtebrot aus dem Saarland
Saftiges Früchtebrot aus lockerem Hefeteig mit eingeweichten Dörrbirnen, Pflaumen, Feigen, Sultaninen, Walnüssen und kandierten Zitrusfrüchten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses saarländisch inspirierte Früchtebrot verbindet eingeweichte Dörrbirnen mit weiteren Trockenfrüchten, Walnüssen und feinen Gewürzen. Der Hefeteig wird zu zwei kleinen Laiben geformt, frei gebacken und darf nach dem Auskühlen über Nacht durchziehen.
Innen saftig und fruchtig mit einer lockeren, leicht festen Hefekrume; dazu kommen weiche Trockenfrüchte, knackige Walnüsse, warme Gewürze und ein feines Orangenaroma.
Schritt für Schritt
Birnen, Pflaumen und Feigen klein schneiden. Mit den Sultaninen in eine Schüssel geben, mit dem heißen Wasser übergießen, abdecken und mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, quellen lassen.
Daran erkennst du es: Die Früchte sind deutlich weicher und gut durchfeuchtet.
Wichtig: Das heiße Wasser vorsichtig eingießen.
Die Früchte abgießen und 250 ml Einweichwasser auffangen. Die Früchte gut abtropfen lassen und anschließend grob hacken. Walnüsse, Orangeat und Zitronat ebenfalls grob hacken.
Daran erkennst du es: Die Früchte sind abgetropft, aber noch saftig; alle Einlagen sind grob zerkleinert.
Das Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe mit 2 EL des lauwarmen Einweichwassers und 1 TL Zucker verrühren und 10 Minuten stehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Hefemischung beginnt leicht zu schäumen oder wirkt sichtbar aktiviert.
Das restliche Einweichwasser, den übrigen Zucker, Butter, Ei, Salz, Zimt, Nelken und Orangenabrieb zum Mehl geben. Die Hefemischung hinzufügen und alles 8 bis 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen. Während der Teig geht, können die vorbereiteten Einlagen bereitgestellt werden.
Daran erkennst du es: Der Teig ist geschmeidig und hat sich sichtbar vergrößert.
Früchte, Walnüsse, Orangeat, Zitronat und Kirschwasser unter den Teig kneten. Den Teig anschließend nochmals 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Einlagen sind gleichmäßig im Teig verteilt und der Teig entspannt sich sichtbar.
Den Teig halbieren und zwei längliche Laibe formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, abdecken und weitere 30 bis 40 Minuten gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Laibe sind sichtbar aufgegangen und wirken locker, behalten aber ihre Form.
Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Laibe mit Milch bestreichen und auf der mittleren Schiene 55 bis 60 Minuten backen. Werden sie zu dunkel, locker mit Backpapier abdecken. Während die Brote backen, müssen keine weiteren Rezeptschritte erledigt werden.
Daran erkennst du es: Die Laibe sind kräftig gebräunt und durchgebacken.
Wichtig: Beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden; Backblech und Brot sind sehr heiß.
Die Früchtebrote auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. In Backpapier oder Folie wickeln und vor dem Anschneiden mindestens über Nacht durchziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brote sind vollständig ausgekühlt und lassen sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Dörrbirnen geben dem Früchtebrot sein charakteristisches, kräftiges Fruchtaroma. Sie werden vor dem Einweichen klein geschnitten.
Für den Hefeteig kann Weizenmehl Type 550 oder Type 812 verwendet werden.
Kirschwasser sorgt für ein leicht kirschiges Aroma. Für eine alkoholfreie Version wird es durch Apfelsaft ersetzt.
Das Brot wird milder und weniger birnig.
Die getrockneten Äpfel wie die Dörrbirnen klein schneiden und gemeinsam mit den übrigen Früchten einweichen.
Das Zitrusaroma wirkt frischer und weniger kompakt kandiert.
Orangeat durch fein gehackte kandierte Orangenschale ersetzen und nach Geschmack etwas zusätzlichen Orangenabrieb verwenden.
Das Früchtebrot wird fruchtiger und milder.
Die gleiche Menge Apfelsaft anstelle des Kirschwassers unter den Teig kneten.
Die Früchte nach dem Abgießen gut abtropfen lassen und das aufgefangene Einweichwasser abmessen.
Den Teig kurz ruhen lassen und bei Bedarf mit leicht bemehlten Händen formen, ohne größere zusätzliche Mehlmengen einzuarbeiten.
Die Brote während des Backens beobachten und bei Bedarf locker mit Backpapier abdecken.
Die Brote sofort locker abdecken und die Backzeit beenden, bis sie durchgebacken sind.
Die Gehzeiten einhalten und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort ruhen lassen.
Bei noch ungebackenem Teig die Gehzeit an einem warmen Ort verlängern; bereits gebackenes Brot wird dadurch nicht mehr lockerer.
Die Laibe vollständig auskühlen lassen und mindestens über Nacht durchziehen lassen.
Das Brot wieder einwickeln und länger ruhen lassen; sehr feuchte Scheiben können vorsichtig nachgetrocknet werden.
Eine fruchtigere und mildere Variante ohne Kirschwasser.
Eine mildere Variante, bei der die Dörrbirnen durch getrocknete Äpfel ersetzt werden.
Eine Variante mit stärker betontem Orangenaroma und weniger kandierter Zitrusnote.
Die Früchte werden ohnehin über Nacht eingeweicht. Auch die fertig gebackenen Laibe sollen vor dem Anschneiden mindestens über Nacht durchziehen.
Häufig gefragt
Getrocknete Äpfel sind eine passende Alternative. Das Früchtebrot schmeckt dann milder und weniger birnig.
Ja. Das Kirschwasser durch die gleiche Menge Apfelsaft ersetzen.
Im Rezept ist Weizenmehl Type 550 oder Type 812 vorgesehen.
Die Ruhezeit verbindet die Aromen und sorgt dafür, dass sich die saftige Krume besser stabilisiert und schneiden lässt.
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