Wildschweinfleisch einkaufen
Wildschweinfleisch ist meist bei Wildmetzgereien, in Hofläden mit Wildbret oder an gut sortierten Marktständen erhältlich. Als Ersatz eignet sich Schweinshaxe.
Herzhafte Wildschweinsülze
Würzige Sülze aus zart gekochtem WildschweinfleischAromatisches, meist dunkelrotes Wildbret vom Wildschwein mit festerer Struktur als gewöhnliches Schweinefleisch., sauren Gewürzgurken und einem mit GelatineTierisches Geliermittel aus aufbereitetem Kollagen. gebundenen Sud. Wacholder, Lorbeer und Essig geben dem kalten Gericht seinen herzhaften, säuerlichen Charakter.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Würziges Wildschweinfleisch, saure Gurken und ein kräftiger Sud verbinden sich zu einer schnittfesten Sülze. Wacholder und Lorbeer geben der Brühe eine herzhafte Würze, während Essig für die typische säuerliche Note sorgt. Dazu passen knusprige Bratkartoffeln oder kräftiges Bauernbrot.
Kalt serviert ist die Sülze schnittfest und saftig. Das Fleisch bleibt zart, die Gurken bringen knackige säuerliche Akzente ein, während Wacholder und Lorbeer würzig und leicht harzig nachklingen.
Schritt für Schritt
Das küchenfertige Wildschweinfleisch unter kaltem Wasser abspülen und in den großen Topf legen. Wasser, Salz, Pfefferkörner, Lorbeerblätter, WacholderbeerenAromatische, harzig-würzige Beerenzapfen zum Würzen deftiger Speisen. und die geviertelten Zwiebeln dazugeben. Alles langsam aufkochen lassen und den entstehenden Schaum abschöpfen.
Daran erkennst du es: Der Sud kocht auf und der aufsteigende Schaum ist abgeschöpft.
Wichtig: Rohes Wildschweinfleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten und Arbeitsflächen behandeln.
Das Fleisch zugedeckt bei milder Hitze etwa 1½ Stunden garen, bis es sich leicht vom Knochen lösen lässt. Im Schnellkochtopf genügt je nach Gerät eine deutlich kürzere Garzeit. Das Fleisch aus dem Sud nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und auffangen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht vom Knochen lösen.
Wichtig: Das Fleisch vollständig durchgaren und nicht halbgar weiterverarbeiten.
Das Fleisch von Knochen, Knorpeln und groben Sehnen lösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Gewürzgurken fein würfeln. Von der aufgefangenen Brühe 1,5 l abmessen, erhitzen und Fleisch sowie Gurken darin etwa 15 Minuten bei milder Hitze ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Fleisch und Gurken sind gleichmäßig von heißer Brühe umgeben und erwärmt.
Die Mischung mit Essig, Zucker, Salz und schwarzem Pfeffer kräftig abschmecken. Die Säure darf deutlich hervortreten, weil das Gelee nach dem Erkalten milder schmeckt.
Daran erkennst du es: Der Sud schmeckt warm deutlich säuerlich und ausgewogen würzig.
Die Gelatine mit 12 EL kaltem Wasser verrühren und 10 Minuten quellen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Gelatine in die heiße, aber nicht mehr kochende Brühe einrühren. So lange rühren, bis sie vollständig gelöst ist.
Daran erkennst du es: Die Gelatine ist vollständig gelöst und es sind keine Klümpchen mehr sichtbar.
Fleisch, Gurken und Sud in eine kalt ausgespülte Terrinenform füllen. Die Form abdecken und die Sülze mindestens über Nacht, besser 24 Stunden, im Kühlschrank fest werden lassen.
Daran erkennst du es: Die Sülze ist vollständig fest und lässt sich sauber schneiden.
Wichtig: Nach dem Einfüllen zügig kühlen und bis zum Servieren durchgehend gekühlt aufbewahren.
Zum Stürzen die Form kurz in warmes Wasser tauchen und die Sülze vorsichtig auf ein Brett oder eine Platte lösen. In Scheiben schneiden und mit Bratkartoffeln oder Bauernbrot servieren.
Daran erkennst du es: Die Sülze löst sich aus der Form und bleibt beim Schneiden stabil.
Gut zu wissen
Wildschweinfleisch ist meist bei Wildmetzgereien, in Hofläden mit Wildbret oder an gut sortierten Marktständen erhältlich. Als Ersatz eignet sich Schweinshaxe.
Wacholderbeeren geben dem Sud eine harzig-würzige Note. Ohne Wacholder bleibt die Sülze herzhaft, schmeckt aber etwas schlichter.
Die Gelatine zunächst in kaltem Wasser quellen lassen und anschließend in die heiße, nicht mehr kochende Brühe rühren.
Die Sülze schmeckt milder und weniger wild.
Schweinshaxe anstelle des Wildschweinfleischs verwenden und bis zum leichten Ablösen vom Knochen garen.
Die harzig-würzige Wacholdernote fehlt; der Sud bleibt dennoch herzhaft.
Wacholder weglassen und den Sud nach dem Garen besonders sorgfältig mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.
Gelatine quellen lassen, in die heiße nicht kochende Brühe einrühren und mindestens über Nacht kühlen.
Die Masse vorsichtig wieder erwärmen, zusätzliche Gelatine nach Packungsanleitung einarbeiten und erneut vollständig kühlen.
Den Sud vor dem Gelieren bewusst deutlich säuerlich und kräftig würzen.
Langsam aufkochen, bei milder Hitze garen und den aufsteigenden Schaum entfernen.
Eine zugänglichere Variante mit Schweinshaxe statt Wildschweinfleisch.
Eine Variante mit stärkerem Gurkenakzent und frischerem Säurespiel.
Die Sülze kann am Vortag zubereitet werden. Nach dem Einfüllen vollständig abdecken und bis zum Servieren im Kühlschrank fest werden lassen.
Die Sülze durchgehend gekühlt lagern und erst unmittelbar vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Beim Einfrieren und Auftauen kann die Gelstruktur leiden und die Sülze wässrig werden.
Häufig gefragt
Geeignet sind küchenfertiger Wildschweinkopf oder Wildschweinstelzen mit Knochen. Als mildere Alternative kann Schweinshaxe verwendet werden.
Sie sollte mindestens über Nacht, besser 24 Stunden, im Kühlschrank fest werden.
Die Säure wirkt nach dem Erkalten milder. Deshalb darf der warme Sud deutlich säuerlicher schmecken als die fertige Sülze.
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