Weißkohl vorbereiten
Ein fester Kohlkopf mit großen Außenblättern erleichtert das Rollen. Die dicken Mittelrippen vor dem Füllen flach schneiden, ohne das Blatt vollständig zu durchtrennen.
Hamburger Hausmannskost
Deftige Weißkohlrouladen mit lockerer Hackfleischfüllung, geräucherten Speckwürfeln und cremiger Schmorsauce, serviert mit Salzkartoffeln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Weißkohlrouladen gehören zu den herzhaften Klassikern der norddeutschen Hausmannskost. Zarte blanchierte Kohlblätter werden mit einer würzigen Hackfleischfüllung gerollt, kräftig angebraten und anschließend in Brühe geschmort. Dazu passen Salzkartoffeln, die die cremige Specksauce besonders gut aufnehmen.
Die Rouladen sind weich geschmort, mit zarten Kohlblättern und einer saftigen, würzigen Füllung. Die Sauce schmeckt kräftig nach Speck und Brühe, wird durch die Sahne cremig und passt zu den milden, buttrigen Salzkartoffeln.
Schritt für Schritt
Das Brötchen grob zupfen, mit der Milch übergießen und etwa 10 Minuten einweichen lassen. Anschließend gut ausdrücken. Die Zwiebel für die Füllung fein würfeln.
Vom Weißkohl den Strunk keilförmig herausschneiden. Den ganzen Kopf in einem großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser 2 bis 3 Minuten blanchieren. Die äußeren weichen Blätter vorsichtig ablösen und den Vorgang wiederholen, bis mindestens acht große Blätter vorhanden sind. Die Blätter kalt abspülen, trocken tupfen und die dicken Mittelrippen flach schneiden.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam und lassen sich ablösen, ohne zu reißen.
Wichtig: Beim Ablösen der Blätter vorsichtig mit heißem Wasser und Dampf umgehen.
Hackfleisch, ausgedrücktes Brötchen, gewürfelte Zwiebel, Ei, Petersilie, Senf, Salz, Pfeffer und Muskat gründlich verkneten. Die Füllung in acht Portionen teilen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und lässt sich zu Portionen formen.
Jeweils eine Portion Füllung auf ein Kohlblatt setzen. Die Seiten einschlagen, das Blatt fest aufrollen und die Roulade mit Küchengarn binden.
Daran erkennst du es: Die Rouladen sind kompakt gerollt und an den offenen Seiten geschlossen.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Speckwürfel und Butterschmalz in einem schweren Bräter erhitzen. Die Rouladen rundherum kräftig anbraten und anschließend herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Rouladen und der Speck sind rundherum gebräunt.
Wichtig: Den heißen Bräter vorsichtig handhaben und Spritzer von heißem Fett vermeiden.
Die zweite Zwiebel fein würfeln und im Bräter glasig braten. Das Mehl darüberstäuben und kurz anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen und dabei den Bratensatz lösen. Die Rouladen und die Speckwürfel wieder in den Bräter geben.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind glasig und die Brühe ist mit dem Bratensatz verbunden.
Den Bräter zugedeckt in den vorgeheizten Ofen stellen und die Rouladen 45 Minuten schmoren lassen. Danach die Rouladen herausnehmen und warm halten. Die Sahne in die Sauce rühren und diese 5 Minuten offen einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Rouladen sind weich geschmort und die Sauce ist leicht eingedickt.
Wichtig: Die Rouladen vollständig durchgaren und beim Herausnehmen des heißen Bräters vorsichtig vorgehen.
Während die Rouladen schmoren, die Kartoffeln schälen, halbieren oder vierteln und in einem Topf mit dem Salzwasser aufsetzen. Je nach Größe 18 bis 20 Minuten gar kochen, abgießen und mit der Butter vermengen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einer Gabel leicht einstechen.
Wichtig: Beim Abgießen auf heißen Dampf und kochendes Wasser achten.
Das Küchengarn von den Rouladen entfernen. Die Weißkohlrouladen mit der cremigen Specksauce und den Salzkartoffeln servieren.
Gut zu wissen
Ein fester Kohlkopf mit großen Außenblättern erleichtert das Rollen. Die dicken Mittelrippen vor dem Füllen flach schneiden, ohne das Blatt vollständig zu durchtrennen.
Gemischtes Hackfleisch liefert eine saftige Füllung. Die Masse nur gründlich vermengen und nicht unnötig lange kneten.
Rinderbrühe ergibt eine besonders kräftige Sauce. Eine kräftige Gemüsebrühe ist die im Rezept vorgesehene Alternative.
Die geräucherten Speckwürfel geben dem Bräter und der Sauce kräftige herzhafte Röstaromen.
Die Sauce schmeckt etwas milder und bleibt ohne Rindfleischaroma.
Die Rinderbrühe im gleichen Volumen durch kräftige Gemüsebrühe ersetzen.
Das Anbrataroma wird etwas neutraler.
Butterschmalz im gleichen Volumen durch ein hitzebeständiges neutrales Öl ersetzen.
Die Füllung kann geringfügig weniger milchig und etwas anders gebunden schmecken.
Die Milch im eingeweichten Brötchen durch ungesüßten Pflanzendrink ersetzen.
Die äußeren Blätter wiederholt ablösen, bis sie biegsam sind, und die dicken Mittelrippen flach schneiden.
Gerissene Blätter mit einem zweiten Blatt auslegen oder die Füllung in kleinere Rouladen aufteilen.
Die Seiten einschlagen, fest aufrollen und die Nahtseite zuerst anbraten.
Die Rouladen mit der Nahtseite nach unten zurück in die Sauce legen und dort vorsichtig fertig schmoren.
Die Sauce nach dem Schmoren fünf Minuten ohne Deckel einkochen lassen.
Die Sauce etwas länger reduzieren lassen, ohne die Rouladen weiter stark zu erhitzen.
Die Zutaten nur gründlich verbinden und die angegebene Schmordauer einhalten.
Die Rouladen mit zusätzlicher Sauce servieren.
Die Schmorsauce wird mit kräftiger Gemüsebrühe statt Rinderbrühe zubereitet.
Zum Anbraten wird neutrales Öl statt Butterschmalz verwendet.
Die Kohlblätter können durch Wirsingblätter ersetzt werden; das Gericht ist dann keine Weißkohlroulade mehr.
Die Rouladen können bis zu 24 Stunden vorher vorbereitet, gerollt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sauce und Kartoffeln möglichst erst am Serviertag zubereiten.
Rouladen, Sauce und Kartoffeln getrennt oder zusammen vollständig abkühlen lassen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Gekochte Speisen nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die geschmorten Rouladen mit Sauce portionsweise vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und einfrieren. Kartoffeln besser frisch zubereiten.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam in der Sauce erhitzen.
Die Kohlblätter und die Sahnesauce können nach dem Einfrieren etwas weicher werden.
Häufig gefragt
Für das Rezept werden mindestens acht große, biegsame Blätter benötigt. Beim Blanchieren die äußeren Blätter nach und nach ablösen.
Ja. Die gerollten Rouladen können bis zu 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und anschließend angebraten und geschmort werden.
Salzkartoffeln passen besonders gut, weil sie die cremige Schmorsauce aufnehmen. Alternativ eignen sich auch Kartoffelpüree oder kräftiges Bauernbrot.
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