Schweineschmalz
Schweineschmalz ist meist im Kühlregal, an der Fleischtheke oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Rapsöl ist eine mögliche Alternative und macht das Kraut etwas leichter.
Warme bayerische Krautbeilage
Herzhaftes, süß-säuerliches Bayrisch Kraut aus geschmortem Weißkohl, Räucherspeck, Apfel und KümmelEin würziges Doldenblütlergewürz, das häufig zu Kohl, Brot, Kartoffeln und Hülsenfrüchten passt.. Die bayerische Gemüsebeilage passt besonders gut zu Schweinebraten, Leberkäse, Bratwürsten und Kartoffelbeilagen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bayrisch Kraut ist eine warme bayerische Gemüsebeilage aus fein geschnittenem Weißkohl. Speck, Zwiebeln, Apfel, Kümmel und Apfelessig verbinden sich beim langsamen Schmoren zu einem kräftigen, leicht süß-säuerlichen Geschmack.
Weich geschmorter, saftiger Weißkohl mit herzhaften Raucharomen, leicht süßen Apfelnoten und einer klaren säuerlichen Frische. Die Sauce ist dünn gebunden und glänzend, der Kümmel sorgt für ein würziges Finale.
Schritt für Schritt
Den Weißkohl vierteln, den Strunk entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Mit den 2 TL Salz vermengen und etwa 15 Minuten kräftig durchkneten, damit der Kohl etwas mürber wird. Während dieser Zeit können die übrigen Zutaten vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Kohlstreifen fühlen sich etwas weicher an und geben leicht Flüssigkeit ab.
Zwiebeln schälen und fein würfeln. Den Räucherspeck ebenfalls würfeln. Die Äpfel schälen, entkernen und grob reiben.
Das SchweineschmalzMildes, ungewürztes Schweineschmalz gibt es im Kühlregal, an der Fleischtheke oder in gut sortierten Supermärkten. in einem großen Topf erhitzen. Den Speck darin bei mittlerer Hitze auslassen. Zwiebeln und Zucker hinzufügen und alles wenige Minuten anschwitzen, bis die Zwiebeln leicht goldgelb sind.
Daran erkennst du es: Der Speck ist ausgelassen und die Zwiebeln sind leicht goldgelb, aber nicht dunkel.
Den eingesalzenen Weißkohl dazugeben und unter Rühren etwa 8 bis 10 Minuten andünsten. Der Kohl soll dabei etwas zusammenfallen, aber nicht dunkel anbraten.
Daran erkennst du es: Die Kohlstreifen sind sichtbar zusammengefallen, bleiben aber hell und beginnen nicht dunkel zu werden.
Geriebene Äpfel, Brühe, Apfelessig und Kümmel einrühren. Mit schwarzem Pfeffer würzen, den Topf schließen und das Kraut bei niedriger Hitze etwa 30 bis 40 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist weich, aber noch als Streifen erkennbar, und die Flüssigkeit ist leicht reduziert.
Die Speisestärke mit dem kalten Wasser in einer kleinen Schüssel glatt verrühren.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist glatt und klümpchenfrei.
Die angerührte Speisestärke unter das fertige Kraut rühren und kurz aufkochen lassen. Die Beilage mit Salz, schwarzem Pfeffer und bei Bedarf etwas Apfelessig abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bindet leicht ab und legt sich glänzend um die Kohlstreifen.
Das Bayrisch Kraut vor dem Servieren 5 bis 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch verteilt sich die Bindung und die Aromen runden sich ab.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und das Kraut lässt sich gut portionieren.
Gut zu wissen
Schweineschmalz ist meist im Kühlregal, an der Fleischtheke oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Rapsöl ist eine mögliche Alternative und macht das Kraut etwas leichter.
Ganzer Kümmel steht üblicherweise in der Gewürzabteilung. Gemahlener Kümmel funktioniert ebenfalls, schmeckt aber etwas kräftiger und verteilt sich gleichmäßiger.
Rinderbrühe sorgt für eine kräftigere, herzhafte Note. Gemüsebrühe eignet sich für eine fleischärmere Geschmacksrichtung, ersetzt aber nicht den Speck.
Das Kraut wird etwas leichter und weniger herzhaft.
Das Rapsöl anstelle des Schweineschmalzes zum Auslassen des Specks und Anschwitzen der Zwiebeln verwenden.
Der Kümmelgeschmack verteilt sich gleichmäßiger und wirkt etwas kräftiger.
Gemahlenen Kümmel zusammen mit Brühe und Essig einrühren und zunächst sparsam dosieren.
Die Brühe schmeckt milder und gemüsiger.
Die Gemüsebrühe in gleicher Menge verwenden. Den Speck nicht ersetzen, wenn nur die Brühe ausgetauscht werden soll.
Bei mittlerer Hitze arbeiten, regelmäßig rühren und den Kohl nur zusammenfallen lassen.
Dunkle Stellen entfernen und das Kraut mit etwas Brühe weiter schmoren; bei stark bitterem Geschmack lässt es sich nur begrenzt retten.
Brühe nur schluckweise nachgießen und den Topf beim Schmoren geschlossen, aber nicht vollständig luftdicht halten.
Etwas zusätzliche Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren und unter Rühren kurz aufkochen lassen.
Beim finalen Abschmecken erst probieren und Salz nur vorsichtig ergänzen.
Mit etwas ungesalzenem Kohl oder zusätzlicher ungesalzener Flüssigkeit strecken und anschließend erneut ausbalancieren.
Stärke immer mit kaltem Wasser anrühren und unter Rühren einarbeiten.
Mit etwas Brühe verdünnen und gründlich verrühren.
Eine fleischlose Variante mit Gemüsebrühe und Rapsöl statt Räucherspeck und Schweineschmalz.
Eine würzigere Variante mit gemahlenem Kümmel, der sich gleichmäßig in der Schmorsauce verteilt.
Das Kraut kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Beim Aufwärmen bei Bedarf einen kleinen Schuss Brühe ergänzen.
Das abgekühlte Kraut innerhalb kurzer Zeit in einen dicht schließenden Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das vollständig abgekühlte Kraut portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam im Topf erhitzen.
Die Konsistenz des Kohls kann nach dem Einfrieren etwas weicher werden.
Häufig gefragt
Ja. Räucherspeck weglassen, Schweineschmalz durch Rapsöl ersetzen und Gemüsebrühe verwenden. Für mehr herzhafte Tiefe kann die Gemüsebrühe kräftig gewählt werden.
Ja. Gemahlener Kümmel verteilt sich gleichmäßiger und schmeckt meist kräftiger. Deshalb zunächst etwas sparsamer dosieren.
Das Kraut etwas offen weiter schmoren lassen oder zusätzliche Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren und unter Rühren kurz aufkochen lassen.
Ja. Es kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet, im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Servieren langsam wieder erhitzt werden.
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