Hofer Schnitz mit Rindfleisch

Oberfränkischer Gemüseeintopf

Kräftiger oberfränkischer Gemüse-Rind-Eintopf mit klarer Brühe, zartem Rindfleisch, Kartoffeln, Möhren, Sellerie, Kohlrabi, Lauch und grünen Bohnen.

Zum Rezept
Hofer Schnitz mit Rindfleisch
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 90 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge 4 bis 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Fleisch gart langsam in der Brühe und gibt ihr einen kräftigen, runden Geschmack.
  • Kartoffeln und verschiedenes Gemüse sorgen für Substanz, Farbe und unterschiedliche Bissfestigkeit.
  • Essig und frische Kräuter setzen am Ende einen frischen, aromatischen Akzent.
  • Die Zutaten werden nacheinander gegart, sodass empfindlicheres Gemüse nicht zerfällt.

Fein geschnittenes Gemüse, eine aromatische Rinderbrühe und zart gegartes Fleisch machen diesen Hofer Schnitz zu wohltuender Hausmannskost. Die klare Brühe wird mit Zwiebeln, Wacholder, Majoran und LiebstöckelIntensiv würzendes Kraut mit kräftigem Selleriearoma für Suppen, Eintöpfe und Saucen. gewürzt; das Gemüse bleibt am Ende weich und leicht bissfest.

Klare, kräftige Brühe mit herzhaftem Rindfleischaroma, würzigen Kräutern und einer feinen Wacholdernote. Das Gemüse ist weich, aber nicht zerkocht; Kartoffeln und Fleisch machen den Eintopf sättigend.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleisch und Brühe ansetzen

    Rind-Suppenfleisch und Rinderbraten in den großen Topf legen und mit dem Wasser auffüllen. Eine Zwiebel halbieren und zusammen mit Lorbeerblättern, WacholderbeerenAromatische, harzig-würzige Beerenzapfen zum Würzen deftiger Speisen., Pfefferkörnern und der Hälfte des dosierten Salzes dazugeben. Langsam aufkochen lassen und den aufsteigenden Schaum abschöpfen.

    Daran erkennst du es: Die Brühe beginnt zu kochen und der aufsteigende Schaum ist abgeschöpft.

    • Nur langsam aufkochen, damit die Brühe möglichst klar bleibt.
  2. Fleisch garen und Brühe klären

    Die Brühe bei niedriger Hitze etwa 75 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. Rinderbraten und Suppenfleisch herausnehmen. Die Brühe durch das feine Sieb in den zweiten Topf gießen. Das Fleisch etwas abkühlen lassen und in mundgerechte Würfel schneiden.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und lässt sich in mundgerechte Würfel schneiden.

    • Während die Brühe köchelt, können die Gemüse vorbereitet werden, sofern ausreichend Arbeitsfläche vorhanden ist.
  3. Gemüse vorbereiten

    Möhren, Sellerie, die zweite Zwiebel, Lauch, Kohlrabi und Kartoffeln schälen beziehungsweise putzen und klein würfeln oder in feine Scheiben schneiden. Die Bohnen in kurze Stücke teilen. Die Petersilie grob hacken.

    • Ähnlich große Stücke garen gleichmäßiger.
  4. Brühe mit dem ersten Gemüse kochen

    Die klare Brühe im zweiten Topf wieder aufkochen. Den dosierten Weißweinessig und das restliche dosierte Salz einrühren. Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Zwiebel hineingeben und etwa 10 Minuten köcheln lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Kartoffeln und Wurzelgemüse beginnen weich zu werden, sind aber noch nicht vollständig gar.

    • Die Brühe nur so stark bewegen lassen, dass sie sanft köchelt.
  5. Restliches Gemüse und Fleisch fertig garen

    Kohlrabi, Bohnen und Lauch hinzufügen. Alles weitere 10 bis 12 Minuten garen, bis das Gemüse weich, aber noch leicht bissfest ist. Das gewürfelte Fleisch in den letzten 5 Minuten wieder in den Topf geben.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch leicht bissfest; das Fleisch ist wieder heiß.

    • Das Fleisch erst am Ende wieder zugeben, damit es nicht unnötig lange weitergart.
  6. Kräuter einrühren und abschmecken

    Petersilie, Majoran und Liebstöckel einrühren. Den Hofer Schnitz mit Salz und bei Bedarf etwas Weißweinessig abschmecken. Heiß servieren.

    Daran erkennst du es: Die Brühe ist kräftig abgeschmeckt und der Eintopf wird heiß serviert.

    • Mit dem zusätzlichen Salz und Essig vorsichtig beginnen und erst nach und nach nachwürzen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Brühe klären: Das Abschöpfen des Schaums und anschließende Abseihen sorgen für eine klare Brühe.
  • Garzeit des Gemüses: Das Gemüse wird in zwei Etappen zugegeben, damit empfindlichere Zutaten nicht zerfallen und leicht bissfest bleiben.
  • Salz in mehreren Schritten: Die dosierte Salzmenge wird zunächst zur Hälfte und später vollständig verwendet. Zusätzliches Salz gehört separat zum Abschmecken.

Zutatenwissen

Liebstöckel verwenden

Frischer Liebstöckel ist laut Rezeptangabe eine saisonale Markt- oder Kräuterabteilungszutat. Als Alternative ist 1 TL getrockneter Liebstöckel vorgesehen; einige Sellerieblätter machen den Geschmack milder.

Wacholderbeeren

Wacholderbeeren werden im Gewürzregal, in Gewürzläden oder auf Wochenmärkten angeboten. Sie können weggelassen werden; die Brühe schmeckt dann weniger würzig und harzig.

Sinnvolle Alternativen

getrockneter Liebstöckel

Der Geschmack bleibt würzig, wirkt aber etwas konzentrierter und weniger frisch.

Statt 10 g frischem Liebstöckel 1 TL getrockneten Liebstöckel verwenden und in Schritt 6 einrühren.

einige Sellerieblätter

Der Kräutergeschmack wird milder und stärker selleriebetont.

Einige Sellerieblätter anstelle des Liebstöckels in Schritt 6 einrühren.

keine Ersatz-Zutat

Die Brühe schmeckt etwas weniger würzig und harzig.

Die Wacholderbeeren einfach weglassen und die übrigen Würzzutaten unverändert verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Brühe wird trüb oder wirkt schwer.

Nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und den Schaum abschöpfen.

Die Brühe nach dem Garen nochmals durch ein feines Sieb gießen.

Das Gemüse fällt auseinander und verliert seinen Biss.

Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Zwiebel zuerst, Kohlrabi, Bohnen und Lauch später zugeben.

Falls einzelne Stücke bereits weich sind, den Eintopf nicht weiterkochen und das Fleisch erst kurz vor dem Servieren erwärmen.

Die Brühe schmeckt zu deutlich nach Essig.

Den zusätzlichen Essig nur in kleinen Mengen einrühren und zwischendurch probieren.

Mit etwas ungesalzener Brühe verdünnen und erneut abschmecken.

Varianten

Gemüse nach Saison und Vorrat

Die Gemüseauswahl kann sich nach Saison und vorhandenen Vorräten richten, während die klare Rinderbrühe und die Eintopfstruktur erhalten bleiben.

Mildere Brühe ohne Wacholder

Die Wacholderbeeren werden weggelassen, wodurch die Brühe weniger würzig und harzig schmeckt.

Servieren und kombinieren

  • Heiß als vollständiger Eintopf servieren: Den Hofer Schnitz direkt nach dem Abschmecken heiß servieren, damit Brühe, Gemüse und Fleisch gemeinsam aromatisch bleiben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann frischer Liebstöckel ersetzt werden?

Ja. Statt 10 g frischem Liebstöckel kann 1 TL getrockneter Liebstöckel verwendet werden. Einige Sellerieblätter sind ebenfalls möglich, der Geschmack wird dann milder.

Kann ich die Wacholderbeeren weglassen?

Ja. Die Wacholderbeeren können weggelassen werden; die Brühe schmeckt dann etwas weniger würzig und harzig.

Warum wird das Gemüse in zwei Etappen zugegeben?

Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Zwiebel brauchen länger. Kohlrabi, Bohnen und Lauch werden später ergänzt, damit das Gemüse weich, aber noch leicht bissfest bleibt.

Aus unserer Küche

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