Pfälzer Bauernbrot mit Roggensauerteig

Roggen-Weizen-Mischbrot

Rustikales RoggenAktiver Teil einer Roggensauerteigkultur, der zur Herstellung und Auffrischung eines neuen Teigs verwendet wird.-Weizen-Mischbrot mit Roggensauerteig, kräftiger Kruste und saftiger, aromatischer Krume. Der runde Laib wird mit BrotgewürzBrotgewürz ist eine Gewürzmischung oder Gewürzkombination, die Brot und Brötchen ein charakteristisches Aroma verleiht. verfeinert, kräftig angebacken und mit Dampf fertig gebacken.

Zum Rezept
Pfälzer Bauernbrot mit Roggensauerteig
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 60 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 14 Stunden
Gesamtzeit ca. 16 Std. 20 Min.
Menge 1 Laib
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Fermentieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Roggensauerteig bringt Aroma und eine saftige Krume in den hohen Roggenanteil.
  • Die Kombination aus Roggen- und Weizenmehl verbindet kräftigen Geschmack mit ausreichender Teigstruktur.
  • Kräftige Anfangshitze und Dampf fördern eine ausgeprägte Kruste, bevor das Brot bei niedrigerer Temperatur fertig backt.

Dieses Pfälzer Bauernbrot verbindet Roggenmehl, Weizenmehl und aktives Roggen-Anstellgut zu einem aromatischen Mischbrot. Nach der langen Reifezeit wird der klebrige Teig zu einem runden Laib gewirkt, kräftig angebacken und mit Dampf fertig gebacken. Vor dem Anschneiden sollte das Brot vollständig auskühlen, damit sich die Krume setzen kann.

Kräftige, dunkel gebackene Kruste mit würzigem Duft, saftiger und elastischer Krume sowie einer dezenten, warmen Note von Kümmel, Koriander und Fenchel.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Sauerteig ansetzen

    Roggenmehl, lauwarmes Wasser und aktives Roggen-Anstellgut in der Rührschüssel gründlich verrühren. Die Schüssel abdecken und den Sauerteig 10 bis 12 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.

    Daran erkennst du es: Der Sauerteig ist reif, wenn er sichtbar fermentiert und aromatisch riecht.

    • Die Reifezeit kann je nach Raumtemperatur und Aktivität des Anstellguts variieren.
  2. Hauptteig mischen

    Den reifen Sauerteig mit Roggenmehl, Weizenmehl, lauwarmem Wasser, Salz, Honig oder Zuckerrübensirup, frischer Hefe und Brotgewürz vermengen.

    Daran erkennst du es: Alle Zutaten sind gleichmäßig verteilt und der Teig ist noch weich und klebrig.

    • Der Roggenanteil macht den Teig deutlich klebriger als einen überwiegend weizenhaltigen Brotteig.
  3. Teig ausmischen

    Den Teig mit der Hand oder der Küchenmaschine einige Minuten mischen, bis keine trockenen Mehlnester mehr vorhanden sind. Zusätzliches Mehl nur sparsam verwenden, damit die Krume saftig bleibt.

    Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlnester sind mehr sichtbar; der Teig bleibt weich und klebrig.

    • Bei Verwendung einer Küchenmaschine nur so lange mischen, bis der Teig homogen ist.
  4. Teig ruhen lassen

    Den Teig abdecken und 45 Minuten ruhen lassen.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach der Ruhezeit etwas gelockerter.

  5. Laib wirken und gehen lassen

    Die Arbeitsfläche mit etwas Roggenmehl bestäuben, den Teig daraufgeben und mit leicht bemehlten Händen zu einem runden Laib wirken. Den Laib mit dem Schluss nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen oder eine mit einem Tuch ausgelegte Schüssel legen. Abdecken und 60 bis 75 Minuten gehen lassen.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und hält seine runde Form.

    • Den Teig nur so stark bemehlen, dass er sich formen lässt; zu viel Mehl kann die Krume trocken wirken lassen.
  6. Ofen vorheizen

    Einen Backofen mit Backblech oder Backstein auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein leeres, ofenfestes Gefäß auf den Ofenboden stellen, damit beim Backen Dampf erzeugt werden kann.

    250 °C

    Daran erkennst du es: Backofen und Backblech oder Backstein sind vollständig vorgeheizt.

    • Das Dampfgefäß muss bereits im Ofen stehen, bevor der Laib eingeschoben wird.

    Wichtig: Beim späteren Eingießen des Wassers in das heiße Gefäß vorsichtig arbeiten.

  7. Brot mit Dampf backen

    Den Laib auf Backpapier stürzen, die Oberfläche kreuzweise oder rautenförmig einschneiden und auf das heiße Blech oder den Backstein geben. Etwas Wasser in das vorgeheizte Gefäß schütten und die Ofentür sofort schließen. Das Brot 15 Minuten bei 250 °C backen, dann die Temperatur auf 215 °C senken und weitere 40 bis 45 Minuten fertig backen.

    60 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Das Brot ist kräftig gebräunt und klingt beim Klopfen auf die Unterseite hohl.

    • Die Ofentür nach dem Eingießen des Wassers sofort schließen, damit der Dampf im Garraum bleibt.

    Wichtig: Beim Öffnen des Ofens und beim Umgang mit dem Dampfgefäß auf austretenden heißen Dampf achten.

  8. Vollständig auskühlen lassen

    Das Bauernbrot aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Anschneiden mindestens zwei Stunden warten, damit sich die Krume setzt.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und die Krume lässt sich sauber schneiden.

    • Das Brot nicht direkt nach dem Backen anschneiden, sonst kann die Krume klebrig wirken.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Reifezeit des Sauerteigs: Die angegebene Reifezeit von 10 bis 12 Stunden ist ein Richtwert. Raumtemperatur und Aktivität des Anstellguts beeinflussen die tatsächliche Reife.
  • Klebriger Roggenteig: Der Teig bleibt durch den hohen Roggenanteil weich und klebrig. Zusätzliches Mehl sparsam einsetzen, damit das Brot saftig bleibt.
  • Vor dem Anschneiden warten: Die mindestens zweistündige Kühlzeit ist wichtig, damit sich die Krume stabilisiert und beim Schneiden nicht klebrig wirkt.

Zutatenwissen

Aktives Roggen-Anstellgut

Das Anstellgut sollte aktiv sein, damit der Sauerteig innerhalb der angegebenen Reifezeit sichtbar fermentiert. Gekauftes Anstellgut ist eine unkomplizierte Möglichkeit; alternativ kann Roggensauerteig selbst angesetzt werden.

Brotgewürz

Die Mischung aus Kümmel, Koriander und Fenchel gibt dem Brot seine würzige Note. Fertiges Brotgewürz oder eine selbst gemischte Kombination kann verwendet werden.

Sinnvolle Alternativen

Selbst angesetzter aktiver Roggensauerteig

Das Brot kann bei gleicher Aktivität ähnlich aromatisch und triebstark werden.

20 g aktiven, backfähigen Roggensauerteig anstelle des gekauften Roggen-Anstellguts verwenden. Die Reifezeit des Sauerteigs nach dessen Aktivität beurteilen.

Kümmel, Koriander und Fenchel einzeln

Selbst gemischtes Brotgewürz schmeckt meist frischer und kann milder oder kräftiger ausfallen.

Die drei im Rezept genannten Gewürze zu einer eigenen Brotgewürzmischung kombinieren und insgesamt die vorgesehene Menge von 2 TL verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Brot wird dicht oder trocken.

Arbeitsfläche und Hände nur leicht bemehlen und den Teig nicht mit zusätzlichem Mehl verkneten.

Den Teig beim nächsten Mal weicher lassen und nur die Oberfläche zum Formen bemehlen.

Die Krume wirkt beim Schneiden klebrig oder instabil.

Den Laib mindestens zwei Stunden auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

Das restliche Brot weiter auskühlen lassen und erst danach erneut anschneiden.

Die Kruste bleibt blass oder entwickelt sich weniger kräftig.

Das Dampfgefäß mit vorheizen und nach dem Eingießen des Wassers die Ofentür sofort schließen.

Varianten

Schlichte Variante ohne Brotgewürz

Ein zurückhaltenderes Bauernbrot ohne die würzige Mischung aus Kümmel, Koriander und Fenchel.

Servieren und kombinieren

  • Mit Butter: Das vollständig ausgekühlte Brot in Scheiben schneiden und mit Butter servieren.
  • Mit Käse: Die kräftige Kruste und würzige Krume passen zu herzhaftem Käse.
  • Mit herzhaftem Belag: Das Bauernbrot als Grundlage für einen herzhaften Belag oder eine belegte Brotscheibe verwenden.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Sauerteig am Vorabend ansetzen und 10 bis 12 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen. Die weitere Teigbereitung und das Backen am nächsten Tag durchführen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Roggen und Weizen sind glutenhaltige Getreide.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich gekauftes Roggen-Anstellgut verwenden?

Ja. Aktives gekauftes Roggen-Anstellgut kann direkt verwendet werden; alternativ ist selbst angesetzter aktiver Roggensauerteig möglich.

Warum ist der Teig so klebrig?

Der hohe Roggenanteil macht den Teig weich und klebrig. Zusätzliches Mehl nur sparsam verwenden und den Teig mit leicht bemehlten Händen wirken.

Kann ich das Brotgewürz weglassen?

Ja. Für eine schlichtere Variante das Brotgewürz weglassen.

Warum muss das Brot vor dem Anschneiden auskühlen?

Die Krume setzt sich während des Auskühlens. Vor dem Anschneiden mindestens zwei Stunden warten, damit sie stabiler und weniger klebrig ist.

Aus unserer Küche

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