Kalte Butter zum Tourieren
Die Butter sollte kalt und formbar sein. Zu warme Butter verbindet sich mit dem Teig, zu harte Butter kann die Teigschichten beim Ausrollen durchstoßen.
Süßes Plundergebäck
Knusprige, tourierte Plunderteigbrezeln mit cremiger Vanillepuddingfüllung und dünnem Zuckerguss.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Puddingbrezeln verbinden blättrig-knusprigen Plunderteig mit einer weichen Vanillepuddingfüllung. Der Teig wird mit Butter touriert, zur Brezel geformt, gefüllt, gebacken und anschließend glasiert. Die angegebene Variante ist für 8 Stück ausgelegt und schmeckt besonders gut am selben Tag.
Außen goldbraun, knusprig und blättrig, innen weich und cremig mit deutlicher Vanillenote. Der Zuckerguss bildet eine dünne, süße Schicht mit leicht zitroniger Frische.
Schritt für Schritt
Mehl, Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit dem Ei und der weichen Butter zum Mehl geben. Alles etwa 8 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Die kalte Butter zwischen zwei Bögen Backpapier zu einem Rechteck von etwa 15 x 20 cm ausrollen. Den Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Rechteck von etwa 30 x 22 cm ausrollen. Die Butter mittig auflegen, die Teigränder darüberklappen und das Paket gut verschließen.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig vom Teig umschlossen.
Das Teigpaket vorsichtig zu einem langen Rechteck ausrollen. Das untere Drittel zur Mitte einschlagen und anschließend das obere Drittel darüberlegen. Den Teig um 90 Grad drehen, locker abdecken und 20 Minuten kühlen. Diesen Faltvorgang noch zweimal wiederholen und den Teig nach der letzten Tour erneut 20 Minuten kühlen.
Daran erkennst du es: Der Teig bleibt kühl und lässt sich schichtweise ausrollen.
Für die Füllung die VanilleschoteDie fermentierte Fruchtkapsel der Vanille, aus der Mark und Samen für Speisen gewonnen werden. längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Milch, Vanillemark beziehungsweise Vanillepaste, Schote und Zucker erhitzen. Die Speisestärke mit den Eigelb und 4 EL von der warmen Milch glatt rühren. Die Mischung in die heiße Milch geben und unter ständigem Rühren einmal kräftig aufkochen lassen. Die Vanilleschote entfernen, den Pudding direkt mit Folie abdecken und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Pudding ist deutlich angedickt und einmal kräftig aufgekocht.
Wichtig: Den Pudding nach dem Kochen bedeckt und sauber abkühlen lassen.
Den Plunderteig auf etwa 4 mm Dicke ausrollen und in 8 Streifen von ungefähr 4 x 28 cm schneiden. Jeden Streifen leicht verdrehen, zu einer Brezel formen und die Enden unter dem Mittelstück befestigen. Die Brezeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und in der Mitte jeweils eine flache Mulde eindrücken.
Daran erkennst du es: Die Brezelform bleibt stabil und die Mulden sind tief genug für die Füllung.
Das Ei verquirlen und die Teigflächen dünn damit bestreichen. Den vollständig abgekühlten Pudding glatt rühren und in die Mulden spritzen oder löffeln. Die Brezeln 30 bis 40 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigoberfläche wirkt leicht aufgegangen, die Form bleibt jedoch erhalten.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Puddingbrezeln auf der mittleren Schiene 16 bis 20 Minuten goldbraun backen. Anschließend 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind goldbraun und der Plunderteig wirkt aufgeblättert und knusprig.
Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig herausnehmen und die Brezeln zunächst auf dem Blech abkühlen lassen.
Puderzucker mit Zitronensaft oder Wasser zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Den Guss über die lauwarmen Brezeln träufeln und vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Guss haftet als dünne, leicht glänzende Schicht auf den Brezeln.
Gut zu wissen
Die Butter sollte kalt und formbar sein. Zu warme Butter verbindet sich mit dem Teig, zu harte Butter kann die Teigschichten beim Ausrollen durchstoßen.
Vanilleschote und Vanillepaste sind als Alternativen angegeben. Für die Füllung nur eine der beiden Varianten verwenden.
Zitronensaft oder Wasser nach und nach einrühren. Der Guss soll dickflüssig sein und langsam vom Löffel laufen.
Die Vanillenote bleibt erhalten, der Pudding kann etwas gleichmäßiger aromatisiert werden.
Die Vanilleschote weglassen und stattdessen 2 TL Vanillepaste mit der Milch und dem Zucker erhitzen.
Der Guss wird weniger säuerlich und geschmacklich neutraler.
Wasser nach und nach in den Puderzucker rühren, bis die gewünschte dickflüssige Konsistenz erreicht ist.
Der Guss erhält eine deutliche frische Säurenote.
Zitronensaft nach und nach in den Puderzucker rühren und die Konsistenz prüfen.
Teig und Butter kühl halten und den Teig gleichmäßig, ohne starken Druck, ausrollen.
Die offene Stelle leicht mit Mehl schließen und das Teigpaket vor dem nächsten Faltgang gründlich kühlen.
Die Stärke-Ei-Mischung unter ständigem Rühren einmal kräftig aufkochen und den Pudding vollständig abkühlen lassen.
Den Pudding vor dem Füllen nochmals kalt stellen und glatt rühren.
Bei 200 °C Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene backen und die Backzeit gegen Ende kontrollieren.
Bei starker Bräunung die Brezeln locker mit Backpapier abdecken und fertig backen.
Zitronensaft oder Wasser nur portionsweise zugeben.
Etwas Puderzucker einrühren, bis der Guss wieder dickflüssig ist.
Der Zuckerguss wird mit Orangensaft statt mit Zitronensaft oder Wasser angerührt.
Die Puddingfüllung wird ohne Vanilleschote mit Vanillepaste aromatisiert.
Die Quelle betont den besten Genuss am selben Tag; Angaben zur Gefrierlagerung und Qualität nach dem Auftauen liegen nicht vor.
Häufig gefragt
Ja. Der Pudding kann während der Kühl- und Faltpausen des Plunderteigs zubereitet werden. Vor dem Füllen muss er vollständig abgekühlt sein.
Verwende entweder 1 Vanilleschote oder 2 TL Vanillepaste. Die beiden Zutaten sind Alternativen; nimm daher nur eine davon.
Der Guss sollte dickflüssig sein und langsam vom Löffel laufen. Flüssigkeit deshalb nur portionsweise einrühren.
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