Bezug und Alternative
Rehbratwurst ist meist bei regionalen Metzgereien, Wildfleischereien oder gut sortierten Fleischtheken erhältlich. Als Alternative eignet sich eine grobe Schweinebratwurst; sie schmeckt milder und weniger wildwürzig.
Warme Wurstgerichte
Herzhafte Rehbratwurst mit mildem SauerkrautEin würziges Doldenblütlergewürz, das häufig zu Kohl, Brot, Kartoffeln und Hülsenfrüchten passt., säuerlichem Apfel und goldbraunen Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Petersilie.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rehbratwurst mit Sauerkraut und Bratkartoffeln verbindet kräftige Wildnote mit mildem, fein gewürztem Sauerkraut und knusprig gebratenen Kartoffelscheiben. Zwiebeln, Kümmel, Wacholder, Lorbeer und ein kleiner Schuss Apfelsaft geben dem Teller eine ausgewogene herzhafte Tiefe.
Kräftig-würzige Wildbratwurst trifft auf weich geschmortes, leicht säuerliches Kraut mit fruchtiger Apfelnote. Die Bratkartoffeln sind außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich, während Zwiebeln und Petersilie für süße und frische Akzente sorgen.
Schritt für Schritt
Kartoffeln gründlich waschen und in einem Topf mit Salzwasser 18–20 Minuten knapp weich kochen. Sie sollen gar sein, aber nicht zerfallen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind gar, aber noch formstabil und zerfallen nicht.
Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Den Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch klein schneiden.
Für das Sauerkraut 1 EL Butter in einem Topf schmelzen. Die Hälfte der Zwiebeln 2 Minuten glasig dünsten, dann Apfelstücke und Zucker hinzufügen. Sauerkraut, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Kümmel, Apfelsaft und Gemüsebrühe einrühren. Zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 25 Minuten schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich und aromatisch, die Flüssigkeit ist teilweise eingekocht.
Die abgekühlten Kartoffeln pellen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. 2 EL Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffelscheiben darin bei mittlerer bis kräftiger Hitze 10–12 Minuten goldbraun braten. Gegen Ende die Butter dazugeben. Erst wenden, wenn die Unterseite Farbe bekommen hat.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelscheiben sind außen goldbraun und innen weich.
Die restlichen Zwiebeln zu den Kartoffeln geben und weitere 4 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Petersilie unterheben.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und leicht gebräunt, die Kartoffeln bleiben goldbraun.
Während die Kartoffeln braten, das restliche Rapsöl in einer zweiten Pfanne erhitzen. Die Rehbratwürste bei mittlerer Hitze rundum 10–12 Minuten braten und dabei regelmäßig wenden. Bei besonders dicken Würsten die Pfanne in den letzten 2 Minuten mit einem Deckel schließen.
Daran erkennst du es: Die Würste sind rundum gebräunt und vollständig durchgegart.
Wichtig: Wildbratwürste vollständig durchgaren und nicht roh servieren.
Lorbeerblatt und Wacholderbeeren aus dem Sauerkraut nehmen. Das Kraut abschmecken und gemeinsam mit den Rehbratwürsten und Bratkartoffeln auf vier Tellern anrichten.
Gut zu wissen
Rehbratwurst ist meist bei regionalen Metzgereien, Wildfleischereien oder gut sortierten Fleischtheken erhältlich. Als Alternative eignet sich eine grobe Schweinebratwurst; sie schmeckt milder und weniger wildwürzig.
Apfel, Apfelsaft und ein wenig Zucker runden die Säure des milden Sauerkrauts ab. Kümmel ergänzt die herzhafte Würzung.
Das Gericht schmeckt milder und weniger wildwürzig.
Die grobe Schweinebratwurst nach derselben Anleitung bei mittlerer Hitze rundum braten und vollständig durchgaren.
Die Kartoffeln nur knapp weich kochen und kurz ausdampfen lassen.
Zerfallene Stücke vorsichtig weiterbraten und als rustikale Bratkartoffeln servieren.
Erst wenden, wenn die Unterseite sichtbar goldbraun ist.
Die Kartoffeln in Ruhe weiterbraten und erst danach vorsichtig wenden.
Bei mittlerer Hitze braten und regelmäßig wenden; dicke Würste am Ende kurz mit Deckel garen.
Die Hitze reduzieren und die Würste bei geschlossenem Deckel weitergaren.
Häufig gefragt
Ja. Eine grobe Schweinebratwurst eignet sich als Alternative und schmeckt milder und weniger wildwürzig.
Durch das Vorkochen garen sie gleichmäßig und können anschließend in der Pfanne außen goldbraun und innen weich gebraten werden.
Säuerlicher Apfel, naturtrüber Apfelsaft und ein wenig Zucker balancieren die Säure aus. Kümmel, Lorbeer und Wacholder sorgen für die herzhafte Würze.
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