Rheinische Krapfen

Rheinisches Siedegebäck

Rheinische Krapfen sind kleine, unregelmäßig geformte Brandteiggebäcke mit Rosinen, die in heißem Öl ausgebacken und warm in Zimt-Zucker gewendet werden.

Zum Rezept
Rheinische Krapfen mit Rosinen
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 40 Minuten
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Brandteig sorgt für eine lockere, charakteristische Struktur und nimmt die Rosinen gleichmäßig auf.
  • Das Ausbacken in heißem Öl lässt die Krapfen außen goldbraun werden, während sie innen weich bleiben.
  • Zimt-Zucker haftet besonders gut an den noch warmen Krapfen und ergänzt ihre buttrige Süße.

Rheinische Krapfen gehören im Rheinland zu den beliebten Karnevalsgebäcken. Anders als Berliner werden sie traditionell aus Brandteig zubereitet und nicht aus Hefeteig. Rosinen geben den kleinen, unregelmäßig geformten Bällchen süße Fruchtigkeit.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und locker mit süßen, fruchtigen Rosinen. Warm gewendet in Zimt-Zucker schmecken die Krapfen buttrig, süß und würzig.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Flüssigkeit aufkochen

    Wasser, Butter, Zucker und Salz in einem schweren Topf erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist und die Flüssigkeit kräftig kocht.

    Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig geschmolzen und die Flüssigkeit kocht kräftig.

  2. Mehl abbrennen

    Das Mehl auf einmal dazugeben und sofort mit einem Holzlöffel kräftig rühren. Den Teig bei mittlerer Hitze weiterbewegen, bis er sich als glatter Kloß vom Topfboden löst und sich dort ein dünner heller Belag bildet.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig löst sich als glatter Kloß vom Topfboden; am Boden bleibt ein dünner heller Belag zurück.

    • Kräftig und ohne längere Unterbrechung rühren, damit das Mehl gleichmäßig quillt.
  3. Eier einarbeiten

    Den Brandteig in eine Rührschüssel geben und 5 bis 10 Minuten abkühlen lassen. Die Eier nacheinander gründlich einarbeiten. Das nächste Ei erst dazugeben, wenn das vorherige vollständig aufgenommen ist. Der Teig soll glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig glänzt und fällt schwer reißend vom Löffel.

    • Den Teig vor der ersten Eizugabe abkühlen lassen, damit die Eier nicht stocken.
    • Je nach Teigkonsistenz kann das letzte Ei besonders gründlich eingearbeitet werden müssen.
  4. Rosinen unterheben

    Die Rosinen unterheben. Falls sie sehr trocken sind, vorher kurz abspülen und sorgfältig trocken tupfen.

    Daran erkennst du es: Die Rosinen sind gleichmäßig im glänzenden Teig verteilt.

  5. Öl erhitzen und Zimt-Zucker mischen

    Das Öl in einem hohen, breiten Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Währenddessen Zucker und Zimt in einer flachen Schale mischen. Einen kleinen Teigklecks zur Probe ins Fett geben: Er soll sofort aufsteigen und langsam goldbraun werden, ohne dunkel zu werden.

    172.5 °C

    Daran erkennst du es: Ein Probeklecks steigt sofort auf und wird langsam goldbraun, ohne dunkel zu werden.

    • Den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen, während das Öl erhitzt wird.

    Wichtig: Heißes Öl vorsichtig erhitzen und Wasser vom Fett fernhalten.

  6. Krapfen ausbacken

    Mit zwei leicht angefeuchteten Teelöffeln kleine Nocken vom Teig abstechen und vorsichtig ins heiße Öl geben. Nicht zu viele Krapfen auf einmal frittieren, damit die Temperatur nicht stark fällt. Die Krapfen etwa 5 bis 6 Minuten goldbraun ausbacken und dabei mehrmals wenden.

    6 Minuten 172.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Krapfen sind rundum goldbraun und durchgegart.

    • Die Teelöffel leicht anfeuchten, damit der Teig besser abgeht.
    • Die Krapfen portionsweise frittieren, damit das Öl nicht zu stark abkühlt.

    Wichtig: Die Teigportionen vorsichtig ins heiße Öl geben und Spritzer vermeiden.

  7. Abtropfen und wenden

    Die fertigen Krapfen mit einer Schaumkelle herausheben, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm im Zimt-Zucker wenden. Am besten schmecken sie frisch am selben Tag.

    Daran erkennst du es: Die Krapfen sind abgetropft und gleichmäßig mit Zimt-Zucker überzogen.

    • Die Krapfen noch warm wenden, damit die Zimt-Zucker-Mischung gut haftet.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teigkonsistenz prüfen: Der Brandteig soll glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen. Die Eier deshalb einzeln und vollständig einarbeiten.
  • Öltemperatur halten: Nicht zu viele Krapfen gleichzeitig ins Öl geben, damit die Temperatur nicht stark fällt und die Krapfen gleichmäßig goldbraun werden.
  • Frisch servieren: Die Krapfen schmecken laut Rezept am besten frisch am selben Tag und noch warm im Zimt-Zucker gewendet.

Zutatenwissen

Trockene Rosinen vorbereiten

Sehr trockene Rosinen können kurz abgespült werden. Vor dem Unterheben sorgfältig trocken tupfen.

Ölmenge anpassen

Die angegebene Ölmenge ist ungefähr und hängt von der Größe des hohen, breiten Topfes ab. Die Krapfen sollen beim Frittieren weitgehend eintauchen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig bleibt weich und lässt sich nicht als glatter Kloß vom Topfboden lösen.

Den Teig bei mittlerer Hitze weiterbewegen, bis sich ein glatter Kloß bildet und ein heller Belag am Topfboden sichtbar ist.

Den Teig noch kurz unter kräftigem Rühren weiter erhitzen, ohne ihn anbrennen zu lassen.

Der Teig wird ungleichmäßig oder sehr flüssig.

Jedes Ei einzeln vollständig einarbeiten, bevor das nächste dazukommt.

Den Teig gründlich weiterarbeiten, bis er wieder glänzend und zusammenhängend ist.

Die Krapfen werden fettig und bräunen nur langsam.

Nur wenige Krapfen gleichzeitig frittieren und das Öl vorab auf 170 bis 175 °C bringen.

Die nächste Portion kleiner halten und das Öl vor dem Weiterfrittieren wieder auf Temperatur bringen.

Die Krapfen werden außen dunkel, bevor sie innen gar sind.

Die Temperatur im Bereich von 170 bis 175 °C halten und die Krapfen mehrmals wenden.

Die Temperatur reduzieren und die nächste Portion kleiner und etwas länger ausbacken.

Varianten

Rheinische Krapfen ohne Rosinen

Die Krapfen werden ohne Rosinen zubereitet und schmecken dadurch schlichter und stärker nach Brandteig, Butter und Zimt-Zucker.

Servieren und kombinieren

  • Für die Karnevalstafel: Die Krapfen frisch und noch warm auf einer Platte servieren. Der Zimt-Zucker kann zusätzlich in einer kleinen Schale bereitstehen.
  • Zu Kaffee oder Tee: Die kleinen Krapfen eignen sich als süßes Gebäck zu Kaffee oder Tee.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Enthalten durch Weizenmehl Type 405.
  • Eier: enthält · Enthalten durch die verwendeten Eier.
  • Milch: enthält · Enthalten durch Butter.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was macht rheinische Krapfen anders als Berliner?

Rheinische Krapfen werden aus Brandteig zubereitet und in kleinen Nocken frittiert, während Berliner traditionell aus Hefeteig bestehen.

Kann ich die Krapfen ohne Rosinen zubereiten?

Ja. Die Rosinen können weggelassen werden; die Krapfen schmecken dann schlichter und stärker nach Brandteig und Zimt-Zucker.

Wann schmecken rheinische Krapfen am besten?

Am besten schmecken sie frisch am selben Tag und noch warm im Zimt-Zucker gewendet.

Aus unserer Küche

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