Aachener Printen
Aachener Printen geben der Sauce ihre typische würzige Tiefe und binden sie sämig. Unglasierte Printen grob zerbröseln, damit sie sich gleichmäßig auflösen.
Rheinische Sauerbratensauce
Dunkle, würzig-süß-säuerliche Sauce aus Rotwein, Rotweinessig und Rinderfond, mit Aachener PrintenGeschützte Aachener Spezialität aus der Familie der würzigen, festen Lebkuchen. sämig gebunden und durch RosinenDie Rosinen bringen fruchtige Süße und passen zum klassischen süß-säuerlichen Profil der rheinischen Sauce. sowie Rübensirup abgerundet.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese eigenständige rheinische Sauce verbindet die kräftige Säure von Rotweinessig und trockenem Rotwein mit der würzigen Süße von Aachener Printen, Rosinen und Rheinischem ZuckerrübensirupDunkler, süßer Sirup aus eingekochten Zuckerrüben, der Brot, Gebäck und Saucen würzt.. Das Gemüse und die Gewürze geben der reduzierten Sauce zusätzliche Tiefe. Sie lässt sich unabhängig von einem ganzen Sauerbraten zubereiten und passt besonders gut zu Kartoffelklößen, Rinderschmorgerichten und kräftigem Wintergemüse.
Die Sauce ist dunkel, glänzend und sämig. Sie schmeckt kräftig würzig, angenehm süß-säuerlich und leicht fruchtig; die Printen bringen warme Gewürznoten ein, während Rosinen und Rübensirup für runde Tiefe sorgen.
Schritt für Schritt
Zwiebel, Möhre und Sellerie schälen und in kleine, möglichst gleichmäßige Würfel schneiden.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist gleichmäßig klein gewürfelt.
Das Öl in einem breiten Topf erhitzen. Das Gemüse darin bei mittlerer bis kräftiger Hitze anrösten, bis es leicht gebräunt ist. Dabei regelmäßig umrühren.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt, aber nicht dunkel verbrannt.
Wichtig: Beim Erhitzen des Öls den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.
Rotwein und Rotweinessig angießen und kurz aufkochen lassen. Rinderfond, Lorbeerblätter, Nelke, Pfefferkörner und Wacholderbeeren hinzufügen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit kocht kurz auf und die Gewürze sind vollständig eingerührt.
Wichtig: Die Flüssigkeit vorsichtig angießen, da sie im heißen Topf spritzen kann.
Die Sauce etwa 20 Minuten offen köcheln lassen, damit sie aromatischer wird und sich leicht reduziert.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist leicht konzentriert und riecht deutlich aromatischer.
Printen und Rosinen einrühren. Die Sauce weitere 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis sich die Printen vollständig aufgelöst haben.
Daran erkennst du es: Die Printen sind vollständig aufgelöst und die Sauce wirkt sämiger.
Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und das Gemüse sowie die Gewürze gut ausdrücken. So wird die Sauce glatt und erhält dennoch möglichst viel Aroma.
Daran erkennst du es: Die passierte Sauce ist glatt und frei von groben Gemüse- und Gewürzstücken.
Wichtig: Die heiße Sauce vorsichtig durch das Sieb gießen.
Den Rheinischen Zuckerrübensirup einrühren. Die Sauce erneut aufkochen und mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Falls sie noch zu dünn ist, bei mittlerer Hitze weiter einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce schmeckt ausgewogen süß-säuerlich und haftet leicht am Kochlöffel.
Den Topf vom Herd nehmen und die kalte Butter einrühren. Die Sauce sofort zu Kartoffelklößen, Rinderschmorgerichten oder kräftigem Wintergemüse servieren.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig eingearbeitet und die Sauce wirkt glatt und glänzend.
Gut zu wissen
Aachener Printen geben der Sauce ihre typische würzige Tiefe und binden sie sämig. Unglasierte Printen grob zerbröseln, damit sie sich gleichmäßig auflösen.
Rheinischer Zuckerrübensirup ist in vielen Supermärkten bei den Brotaufstrichen erhältlich; regionale Hofläden und Feinkostgeschäfte führen ihn ebenfalls.
Die Rosinen bringen fruchtige Süße und passen zum klassischen süß-säuerlichen Profil der rheinischen Sauce.
Die Sauce bleibt würzig und sämig, schmeckt aber weniger spezifisch nach Aachener Printen.
Unglasierte, trockene Lebkuchen grob zerbröseln und wie die Printen in Schritt 5 einrühren.
Die Sauce erhält etwas weniger Tiefe, bleibt aber fruchtig und säuerlich.
Den alkoholfreien Rotwein wie den Rotwein in Schritt 3 angießen und kurz aufkochen lassen.
Die Sauce wird ebenfalls glänzend, kann aber einen leicht anderen Geschmack erhalten.
Eine geschmacksneutrale pflanzliche Margarine kalt vom Herd unterrühren.
Die Sauce offen reduzieren und erst danach mit Rübensirup, Salz und Pfeffer abschmecken.
Etwas Rübensirup einrühren und die Sauce kurz weiterköcheln lassen; anschließend erneut abschmecken.
Bei mittlerer bis kräftiger Hitze regelmäßig rühren und nur leicht bräunen lassen.
Wenn der verbrannte Geschmack deutlich ist, die Sauce nicht vom Topfboden lösen, sondern neu ansetzen.
Die Hitze in Schritt 5 reduzieren und gelegentlich mit dem Kochlöffel über den Topfboden gehen.
Die Sauce sofort in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den angesetzten Bodensatz mitzunehmen.
Nach dem Abschmecken bei mittlerer Hitze weiter einkochen lassen, bis sie leicht am Kochlöffel haftet.
Die Sauce ohne Deckel weiter reduzieren und erst danach die Butter einrühren.
Eine fruchtigere Version mit stärkerem Rosinencharakter und etwas milderer Säure.
Eine kräftigere Variante mit deutlicherer Essignote und weniger Süße.
Die Sauce wird ohne Butter vollendet und bleibt durch Printen, Rosinen und Rübensirup aromatisch.
Die Sauce kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet, vollständig abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren langsam erwärmen und bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Fond ausgleichen.
Die Sauce zügig abkühlen lassen, in ein sauberes, dicht schließendes Gefäß füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die vollständig abgekühlte Sauce portionsweise einfrieren und möglichst luftdicht verpacken.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam erwärmen.
Durch die Butter kann sich die Textur nach dem Einfrieren leicht verändern; beim Erwärmen gründlich verrühren.
Häufig gefragt
Ja. Unglasierter Lebkuchen kann in gleicher Gewichtsmenge verwendet werden. Die Sauce bleibt sämig und würzig, schmeckt aber weniger spezifisch nach Aachener Printen.
Etwas Rheinischen Zuckerrübensirup einrühren und die Sauce kurz weiterköcheln lassen. Danach erneut mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Passieren sorgt für eine glatte Sauce und entfernt Gemüse sowie ganze Gewürze. Für eine rustikalere Variante kann sie weniger fein durch ein Sieb gegeben werden.
Die Sauce ohne Deckel bei mittlerer Hitze weiter einkochen lassen. Erst wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, die kalte Butter außerhalb der Hitze einrühren.
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