Roggenmehl besorgen
Roggenvollkornmehl und Roggenmehl Type 1150 sind typischerweise in gut sortierten Supermärkten, Biomärkten oder bei Direktmühlen erhältlich.
Sachsen
Kräftiges sächsisches Roggenmischbrot mit Sauerteig, röscher Kruste und saftiger Krume. Der Laib wird freigeschoben oder im Gärkörbchen geführt und erhält durch die lange Sauerteigreife sein ausgeprägtes Aroma.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sächsisches Bauernbrot ist ein rustikales Roggenmischbrot mit hohem Roggenanteil und langer Sauerteigführung. Die ausgedehnte Reifezeit entwickelt ein angenehm säuerliches Aroma, während die kräftige Backtemperatur für eine rösche Kruste sorgt. Das Brot eignet sich besonders gut für ein herzhaftes Abendbrot und bleibt dank der feuchten Roggenkrume länger saftig.
Außen kräftig gebräunt und röscher, innen saftig und elastisch mit dichter, feinporiger Krume. Das Aroma ist würzig-getreidig mit einer mild bis deutlich wahrnehmbaren Sauerteignote.
Schritt für Schritt
RoggenvollkornmehlRoggenmehl wird aus Roggenkörnern gemahlen und verleiht Broten ein kräftiges Aroma sowie eine dunklere Farbe., Wasser und AnstellgutFermentierter Teig aus Roggenmehl und Wasser, der Roggenbrot säuert, lockert und aromatisiert. in der Rührschüssel gründlich verrühren. Die Schüssel abdecken und den Sauerteig 16–18 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. Er sollte deutlich aufgegangen sein und angenehm säuerlich-frisch riechen.
Daran erkennst du es: Der Sauerteig ist sichtbar aufgegangen und riecht angenehm säuerlich-frisch.
Den gereiften Sauerteig mit Roggenmehl Type 1150, Weizenmehl Type 1050, Wasser, Salz und gegebenenfalls der frischen Hefe in der Rührschüssel mischen. 8–10 Minuten auf niedriger Stufe kneten, bis der Teig gleichmäßig ist und sich leicht vom Schüsselrand löst. Roggenteig bleibt klebriger als ein reiner Weizenteig; das ist normal.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermischt, glatt wirkend und löst sich leicht vom Schüsselrand.
Den Teig abgedeckt 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nach 30 Minuten einmal dehnen und falten, um die Teigstruktur zu stärken. Die Bewegung beim Dehnen und Falten kurz und schonend ausführen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach der Ruhezeit entspannter und leicht aufgegangen.
Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, rundwirken und mit dem Schluss nach unten in das Gärkörbchen legen. Alternativ einen länglichen Laib formen und auf Backpapier setzen.
Daran erkennst du es: Der Teig hält seine geformte Oberfläche und liegt mit ausreichender Spannung im Gärkörbchen oder auf Backpapier.
Den geformten Laib abdecken und 60–90 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist und auf leichten Fingerdruck langsam zurückfedert.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und federt auf leichten Fingerdruck langsam zurück.
Den Backofen mit Backblech oder Backstein auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das hitzefeste Gefäß auf den Ofenboden stellen. Den Laib einschneiden, auf das heiße Blech geben und vorsichtig Wasser in das Gefäß geben, damit Schwaden entsteht. 10 Minuten bei 250 °C backen, dann die Temperatur auf 200 °C senken und weitere 40–45 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Das Brot erreicht mindestens 96 °C Kerntemperatur und klingt beim Klopfen auf die Unterseite hohl.
Wichtig: Beim Einfüllen des Wassers in das heiße Gefäß entsteht sehr heißer Dampf. Hände und Gesicht schützen.
Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf dem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Mindestens 2 Stunden warten, bevor es angeschnitten wird, damit sich die Krume stabilisiert und saftig bleibt.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und lässt sich ohne warm-klebrige Krume anschneiden.
Gut zu wissen
Roggenvollkornmehl und Roggenmehl Type 1150 sind typischerweise in gut sortierten Supermärkten, Biomärkten oder bei Direktmühlen erhältlich.
Das Anstellgut sollte aktiv sein, damit der Sauerteig innerhalb der vorgesehenen Reifezeit sichtbar aufgeht. Falls kein eigenes Roggenanstellgut vorhanden ist, kann bei einer lokalen Bäckerei danach gefragt werden.
Die frische Hefe kann bei triebstarkem Sauerteig weggelassen werden. Sie dient als zusätzliche Triebhilfe und verändert die Reife nicht grundsätzlich zu einem Hefebrot.
Der Geschmack fällt meist milder aus; getrockneter Sauerteig ersetzt aktives Anstellgut nicht zwangsläufig mit derselben Triebkraft.
Nach den Angaben auf der Packung verwenden und die erforderliche zusätzliche Triebquelle beachten. Wasser- und Reifeangaben des verwendeten Produkts berücksichtigen; keine pauschale 1:1-Menge ansetzen.
Aktives Anstellgut verwenden und den Reifegrad anhand von Volumen und Geruch prüfen.
Den Sauerteig länger reifen lassen, bis die beschriebenen Reifezeichen sichtbar sind.
Die natürliche Klebrigkeit von Roggenteig akzeptieren und nur die Arbeitsfläche leicht bemehlen.
Den Fingerdrucktest verwenden und nicht ausschließlich nach der Höchstdauer gehen.
Mindestens 2 Stunden auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.
Das Brot vollständig auskühlen lassen und erst danach weiter anschneiden.
Die optionale frische Hefe entfällt. Das Brot wird ausschließlich durch den Roggensauerteig gelockert.
Der Teig wird länglich geformt und ohne Gärkörbchen auf Backpapier zur Stückgare gestellt.
Das vollständig ausgekühlte Brot bei Raumtemperatur trocken und vor direkter Wärme geschützt lagern. Nicht warm verpacken, damit die Kruste nicht unnötig weich wird.
Vor dem Verzehr auf Schimmel oder ungewöhnlichen Geruch prüfen; bei Schimmel das gesamte Brot entsorgen.
Das vollständig ausgekühlte Brot als ganzen Laib oder in Scheiben luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur auspacken und vollständig auftauen lassen. Für eine rösche Kruste anschließend kurz im Ofen aufbacken.
Die Kruste kann nach dem Auftauen etwas weniger rösche sein; Scheiben lassen sich portionsweise entnehmen.
Häufig gefragt
Aktives Roggenanstellgut kann in lokalen Bäckereien erfragt oder selbst angesetzt werden. Alternativ kann getrockneter Natursauerteig nach Packungsanleitung verwendet werden; Geschmack und Triebkraft können abweichen.
Ja. Bei triebstarkem Sauerteig ist die Hefe optional. Ohne Hefe können Reifezeiten stärker von Aktivität und Raumtemperatur abhängen.
Die Krume stabilisiert sich während des Auskühlens. Wird das Brot zu früh angeschnitten, kann sie klebrig oder instabil wirken.
Ja. Den Laib länglich formen, auf Backpapier setzen und dort abgedeckt zur Stückgare stellen.
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