Jan im Sack mit Pflaumen und Rosinen

Westfälischer Serviettenkloß

Westfälischer Serviettenkloß aus PerlgraupenGeschälte, polierte und meist zerkleinerte Gerstenkörner mit rundlicher Form., Rundkornreis, TrockenpflaumenBackpflaumen sind getrocknete Pflaumen und gehören zum haltbaren Trockenobst. und Rosinen. Die lockere Getreidemischung wird im bemehlten Tuch in Salzwasser gegart, in Scheiben geschnitten und mit brauner Zimtbutter serviert.

Zum Rezept
Jan im Sack: westfälischer Getreidekloß
Vorbereitung 2 Std. 15 Min.
Kochen / Backen 90 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Std. 55 Min.
Menge Beilagenportionen
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen
Prägende Zutatenfamilie Getreide, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Servierrolle Als Beilage vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Einweichen der Graupen sorgt für gleichmäßiges Aufquellen während der langen Garzeit.
  • Das lockere Binden im Tuch hält die Mischung zusammen, ohne sie zu einer schweren, dichten Masse zu pressen.
  • Pflaumen und Rosinen bringen fruchtige Süße, während braune Butter, Zucker und Zimt den Kloß aromatisch abrunden.

Jan im Sack ist ein besonderer westfälischer Getreidekloß für sechs Beilagenportionen. Graupen, Reis und Trockenobst quellen im Tuch zu einer schnittfesten, zugleich lockeren Masse auf. Braune Butter und Zimtzucker geben der süß-würzigen Variante ihren charakteristischen Abschluss.

Der Kloß lässt sich in dicke Scheiben schneiden und bleibt dabei weich und körnig. Graupen und Reis geben ihm eine leicht elastische Struktur, Trockenpflaumen und Rosinen sorgen für fruchtige, saftige Akzente. Die braune Butter duftet nussig, der Zimtzucker setzt einen warmen süßen Kontrast.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten

  1. Graupen einweichen

    Die Perlgraupen in der großen Rührschüssel mit reichlich kaltem Wasser bedecken und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, einweichen. Anschließend im Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Graupen sind vollständig mit Wasser bedeckt und nach dem Einweichen gut abgetropft.

    • Für die kürzere Variante mindestens 2 Stunden einweichen.
    • Über Nacht eingeweichte Graupen vor der Weiterverarbeitung gründlich abtropfen lassen.
  2. Reis und Trockenobst vorbereiten

    Den Rundkornreis unter kaltem Wasser abspülen. Die Trockenpflaumen klein schneiden und zusammen mit den Rosinen kurz abspülen.

    Daran erkennst du es: Reis und Trockenobst sind sauber vorbereitet und die Pflaumen in kleine Stücke geschnitten.

    • Die Trockenpflaumen nicht zu groß lassen, damit sie sich gleichmäßig im Kloß verteilen.

Binden und Garen

  1. Kloß im Tuch binden

    Das Baumwolltuch mit heißem Wasser anfeuchten, auswringen und in der Mitte dünn mit Mehl bestäuben. Graupen, Reis, Trockenpflaumen, Rosinen und ZitronenschaleDie aromatische Schale der Zitrone, die Speisen und Getränke frisch würzt. daraufgeben. Die Tuchenden locker zusammennehmen und mit Küchengarn zubinden. Ausreichend Platz zum Aufquellen lassen.

    Daran erkennst du es: Das Tuch ist sicher, aber locker gebunden; der Inhalt hat sichtbar Platz zum Aufquellen.

    • Das Tuch nicht straff um die Mischung wickeln.
    • Die Zitronenschale später vollständig entfernen können.

    Wichtig: Das Tuch und das Küchengarn müssen sauber und zum Erhitzen geeignet sein.

  2. Kloß sanft garen

    Das Wasser mit dem Salz im großen Topf aufkochen. Den Kloß hineinhängen oder vollständig eintauchen und zugedeckt bei kleiner Hitze 75 bis 90 Minuten sanft garen. Der Kloß soll während der gesamten Garzeit von Wasser bedeckt sein.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Kloß ist durchgehend von Wasser bedeckt und lässt sich anschließend als kompakte Masse aus dem Tuch lösen.

    • Bei Bedarf vorsichtig heißes Wasser nachgießen, damit der Kloß bedeckt bleibt.
    • Die Garzeit liegt je nach Größe und Ausgangstemperatur zwischen 75 und 90 Minuten.

    Wichtig: Den heißen Kloß nur mit hitzebeständigen Küchenhelfern herausheben.

Fertigstellen

  1. Abtropfen lassen und schneiden

    Den Kloß vorsichtig aus dem Topf heben und etwa 10 Minuten abtropfen lassen. Das Tuch öffnen, die Zitronenschale entfernen und den Kloß in dicke Scheiben schneiden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Kloß ist abgetropft, lässt sich ohne Auseinanderfallen öffnen und in dicke Scheiben schneiden.

    • Die Scheiben erst nach dem Abtropfen schneiden, damit sie stabil bleiben.

    Wichtig: Der Kloß und das Kochwasser sind sehr heiß; vorsichtig arbeiten.

  2. Zimtbutter zubereiten und servieren

    Die Butter im kleinen Topf aufschäumen lassen, bis sie goldbraun duftet. Zucker und Zimt verrühren. Die Kloßscheiben mit der braunen Butter beträufeln und mit dem Zimtzucker servieren.

    Daran erkennst du es: Die Butter ist goldbraun und duftet nussig, aber nicht verbrannt.

    • Die Butter nach dem Aufschäumen aufmerksam beobachten, da sie schnell von goldbraun zu dunkel wechselt.
    • Zimtzucker erst kurz vor dem Servieren über die Scheiben geben.

    Wichtig: Den kleinen Topf vom Herd nehmen, sobald die Butter goldbraun duftet.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Einweichzeit: Die Graupen brauchen mindestens 2 Stunden im kalten Wasser; über Nacht ist ebenfalls möglich und verlängert die Gesamtzeit entsprechend.
  • Locker binden: Das Tuch nur locker zusammennehmen, damit Graupen und Reis während des Garens aufquellen können.
  • Wasserstand prüfen: Der Kloß soll während der gesamten Garzeit von Wasser bedeckt bleiben.
  • Butter beobachten: Die Butter weiter erhitzen, bis sie goldbraun duftet, aber nicht dunkel oder verbrannt wird.

Zutatenwissen

Perlgraupen einweichen

Durch das Einweichen können die Graupen während der Garzeit gleichmäßiger aufquellen und der Kloß bleibt besser schnittfähig.

Trockenobst vorbereiten

Klein geschnittene Pflaumen verteilen sich gleichmäßiger in der Masse; kurzes Abspülen entfernt anhaftende Oberflächenrückstände.

Zitronenschale

Nur einen Streifen der unbehandelten äußeren Schale verwenden und ihn vor dem Servieren wieder entfernen.

Braune Butter

Die Butter liefert den nussigen Abschluss. Sie sollte goldbraun duften, aber nicht dunkel werden.

Sinnvolle Alternativen

Pflanzliche Margarine

Der Abschluss wird weniger milchig und je nach Produkt weniger nussig; die Rezeptur ist dann pflanzlich, sofern die Margarine vegan ist.

Die Margarine wie die Butter im kleinen Topf schmelzen und nur leicht bräunen lassen, da manche Margarinen schneller Wasser abgeben.

Reismehl

Das Tuch lässt sich weiterhin bestäuben; die Substitution verändert die Kloßmasse kaum.

Das Reismehl dünn auf die feuchte, ausgewrungene Tuchmitte streuen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Kloß wird sehr dicht oder platzt an einzelnen Stellen auf.

Die Tuchenden locker zusammennehmen und sichtbar Platz im Bündel lassen.

Wenn der Kloß noch nicht vollständig gegart ist, das Tuch vorsichtig neu und lockerer binden und weitergaren.

Der Kloß gart ungleichmäßig oder bleibt an der Oberseite fest.

Während des Garens regelmäßig prüfen und bei Bedarf vorsichtig heißes Wasser nachgießen.

Den Kloß weitergaren, bis er sich kompakt anfühlt und sich in Scheiben schneiden lässt.

Die Scheiben fallen beim Schneiden auseinander.

Die angegebene Garzeit einhalten und den Kloß vor dem Schneiden etwa 10 Minuten abtropfen lassen.

Die zerfallenen Stücke als lockere süße Getreidebeilage servieren und beim nächsten Versuch länger garen oder abtropfen lassen.

Die Butter schmeckt bitter oder riecht verbrannt.

Den kleinen Topf sofort vom Herd nehmen, sobald die Butter goldbraun duftet.

Eine neue kleine Menge Butter zubereiten; verbrannte Butter nicht weiterverwenden.

Varianten

Herzhafte Variante

Eine herzhafte Abwandlung ohne Trockenobst und Zimtzucker, die als Beilage zu kräftigen Gerichten serviert werden kann.

Pflaumenbetonte Version

Eine fruchtigere Variante mit stärkerem Anteil an Trockenpflaumen und entsprechend weniger Rosinen.

Servieren und kombinieren

  • Zu Sauerbraten: Die süß-würzigen Scheiben passen als besondere Beilage zu Sauerbraten und nehmen die kräftige Sauce gut auf.
  • Zu Schmorbraten: Mit brauner Zimtbutter serviert ergänzt der Kloß Schmorbraten um eine fruchtige und warme Gewürznote.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Graupen können bis zu 12 Stunden vorher eingeweicht werden. Den fertigen Kloß möglichst frisch schneiden und mit der warmen Butter servieren.

Aufbewahren

Übrig gebliebene Kloßscheiben vollständig abkühlen lassen, abgedeckt in einem Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verwenden.

Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.

Einfrieren

Die Struktur von Reis, Graupen und Trockenobst kann nach dem Einfrieren und Auftauen weich oder brüchig werden.

Aufwärmen

  • Dämpfen: Die Scheiben in einem Dämpfeinsatz oder über wenig heißem Wasser abgedeckt erwärmen, bis sie durchgehend warm sind.
  • Pfanne: Die Scheiben mit wenig Butter oder Wasser in einer abgedeckten Pfanne bei niedriger Hitze erwärmen und vorsichtig wenden.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Perlgraupen und Weizenmehl sind glutenhaltige Zutaten.
  • Milch: enthält · Die braune Butter enthält Milchbestandteile.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Graupen über Nacht einweichen?

Ja. Die Graupen können mindestens 2 Stunden oder besser über Nacht eingeweicht werden. Vor der Verwendung gründlich abgießen und abtropfen lassen.

Welches Tuch eignet sich für Jan im Sack?

Geeignet ist ein sauberes, hitzebeständiges Baumwoll- oder Leinentuch, das mit heißem Wasser angefeuchtet, ausgewrungen und dünn bemehlt wird.

Muss der Kloß vollständig im Wasser liegen?

Ja. Der Kloß soll während der gesamten Garzeit von Wasser bedeckt sein, damit er gleichmäßig gart.

Woran erkenne ich braune Butter?

Sie schäumt zunächst auf und duftet anschließend nussig. Sobald sie goldbraun ist, sollte sie vom Herd genommen werden.

Aus unserer Küche

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