Mehligkochende Kartoffeln verwenden
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Kochen leichter und ergeben den gewünschten cremig-groben Stampf.
Kartoffel-Sauerkraut-Beilage
Herzhafte Mosel-Beilage aus mehligkochenden Kartoffeln, mildem Sauerkraut, Speck und RieslingRiesling bezeichnet sowohl eine weiße Rebsorte als auch den daraus erzeugten Wein. Typisch sind frische Säure und vielfältige fruchtige Aromen.. Der grobe Kartoffelstampf wird mit geschmortem Sauerkraut vermengt und mit knusprig gebratenen Zwiebeln serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Moselländisches Gräwes ist ein bodenständiges Gericht der Moselküche. Kartoffeln, Sauerkraut, Speck und Riesling verbinden sich zu einer cremigen, kräftigen Beilage, die ebenso als sättigende Mahlzeit genossen werden kann.
Cremig-grober Kartoffelstampf trifft auf zartes, leicht säuerliches Sauerkraut. Dazu kommen rauchig-herzhafte Specknoten, süßlich gebräunte Zwiebeln und eine feine Würze von Kümmel, Wacholder und Lorbeer.
Schritt für Schritt
Kartoffeln schälen, vierteln und in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten weich kochen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel einstechen.
Wichtig: Beim Abgießen und Umgang mit dem heißen Kochwasser vorsichtig arbeiten.
Während die Kartoffeln kochen, den Speck fein würfeln. Eine Zwiebel in kleine Würfel schneiden, die zweite halbieren und in feine Streifen schneiden.
Speck in einem großen Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Die Zwiebelwürfel dazugeben und glasig braten.
Daran erkennst du es: Der Speck hat Fett abgegeben und die Zwiebelwürfel sind glasig, aber nicht dunkel gebräunt.
Sauerkraut, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Kümmel einrühren. Mit Riesling und Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und zugedeckt bei milder Hitze etwa 30 Minuten schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich und aromatisch, die Flüssigkeit ist teilweise eingekocht.
Die Zwiebelstreifen in einer Pfanne im Öl bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten goldbraun braten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebelstreifen sind weich und goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt.
Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Butter und erwärmte Milch zugeben, alles grob stampfen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Kartoffelstampf ist cremig, aber noch leicht stückig und nicht klebrig.
Wichtig: Beim Abgießen des heißen Wassers vorsichtig vorgehen.
Lorbeerblätter und Wacholderbeeren aus dem Sauerkraut nehmen. Das geschmorte Sauerkraut vorsichtig unter den Kartoffelstampf heben und nochmals abschmecken.
Daran erkennst du es: Kartoffelstampf und Sauerkraut sind gleichmäßig verbunden, ohne dass der Stampf zerdrückt wird.
Gräwes mit den gebratenen Zwiebeln servieren. Als Beilage passt es besonders gut zu Kasseler, grober Bratwurst oder gebratenem Fisch.
Gut zu wissen
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Kochen leichter und ergeben den gewünschten cremig-groben Stampf.
Ein trockener Riesling bringt Säure und Frische in das geschmorte Sauerkraut, ohne das Gericht deutlich zu versüßen.
Bei fertiger Gemüsebrühe die Zutatenliste prüfen, da Rezepturen und enthaltene Allergene je nach Produkt variieren können.
Das Gericht wird vegetarisch; die Speckwürze wird milder und die Textur etwas fester.
Räuchertofu fein würfeln und in wenig Öl anbraten, bevor die Zwiebelwürfel dazukommen.
Der Kartoffelstampf bleibt cremig, schmeckt aber je nach Pflanzendrink leicht anders.
Butter durch pflanzliche Margarine und Milch durch einen ungesüßten, neutralen Pflanzendrink ersetzen.
Die Weinsäure und das Rieslingaroma fehlen; das Sauerkraut schmeckt milder.
Riesling durch Gemüsebrühe ersetzen und das Sauerkraut nach dem Schmoren bei Bedarf mit einem kleinen Spritzer Säure abschmecken.
Das Sauerkraut zugedeckt, aber nicht bei zu hoher Hitze schmoren und vor dem Unterheben auf die Konsistenz achten.
Das Sauerkraut einige Minuten offen weiterköcheln lassen, bevor es unter den Kartoffelstampf gehoben wird.
Die Kartoffeln nur grob mit dem Stampfer zerdrücken und anschließend vorsichtig vermengen.
Etwas zusätzlichen warmen Kartoffelanteil oder vorsichtig untergehobenes Sauerkraut einarbeiten; nicht weiter mixen.
Bei mittlerer Hitze langsam braten und regelmäßig wenden.
Verbrannte Zwiebeln nicht unterheben, sondern eine neue kleine Portion ansetzen.
Vor dem Unterheben alle sichtbaren ganzen Gewürze aus dem Sauerkraut nehmen.
Das fertige Gericht vorsichtig durchsuchen und die Gewürze vollständig entfernen.
Eine fleischlose Variante mit Räuchertofu statt Speck.
Kartoffelstampf mit pflanzlicher Margarine und ungesüßtem Pflanzendrink.
Das Sauerkraut wird ausschließlich mit Gemüsebrühe geschmort.
Gräwes kann bis zu einem Tag im Voraus zubereitet werden. Nach dem Abkühlen abgedeckt kalt stellen und vor dem Servieren langsam erwärmen. Die gebratenen Zwiebeln möglichst frisch zubereiten oder separat aufbewahren.
Das abgekühlte Gräwes innerhalb kurzer Zeit in einen verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Gräwes portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Die gebratenen Zwiebeln besser separat aufbewahren oder frisch zubereiten.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam im Topf erwärmen; bei Bedarf etwas Milch oder Brühe unterrühren.
Nach dem Einfrieren kann der Kartoffelstampf etwas weicher und weniger frisch wirken.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …